Littfe

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Littfe
Brücke über die Littfe in Kreuztal-Eichen

Brücke über die Littfe in Kreuztal-Eichen

Daten
Gewässerkennzahl DE: 272146
Lage Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen (Deutschland)
Flusssystem Rhein
Abfluss über Ferndorfbach → Sieg → Rhein → Nordsee
Quelle im Rothaargebirge am Wolfshorn nahe Burgholdinghausen
51° 2′ 18″ N, 8° 1′ 13″ O
Quellhöhe 551,3 m ü. NHN[1]
Mündung in Kreuztal in den Ferndorfbach (Ferndorf)Koordinaten: 50° 57′ 24″ N, 7° 59′ 26″ O
50° 57′ 24″ N, 7° 59′ 26″ O
Mündungshöhe ca. 273 m ü. NHN[2][1]
Höhenunterschied ca. 278,3 m
Sohlgefälle ca.  22 ‰
Länge 12,7 km[2][3]
Einzugsgebiet 50,155 km²[2][3]
Linke Nebenflüsse siehe Einzugsgebiet und Zuflüsse
Rechte Nebenflüsse siehe Einzugsgebiet und Zuflüsse

Die Littfe ist ein 12,7 km[2] langer, auf ganzer Länge in der Stadt Kreuztal verlaufender nördlicher und orographisch rechter Zufluss des Ferndorfbachs (Ferndorf) im nordrhein-westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein (Deutschland). Sie ist zudem Namensgeber für den Kreuztaler Stadtteil Littfeld.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Littfequelle

Die Littfe entspringt und verläuft im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Ihre Quelle liegt im äußeren Südwesten des Rothaargebirges auf der Südsüdwestflanke des 643 m ü. NHN hohen Wolfshorns auf 551,3 m Höhe und etwa 3,7 km nordöstlich von Burgholdinghausen in der Gemarkung dieses Kreuztaler Stadtteils.

Anfangs fließt die Littfe in südwestlicher Richtung zwischen dem Berg Hoher Wald (656,2 m) im Südosten und dem Glühberg (495,4 m) im Nordwesten durch ein bewaldetes Tal, in dem sie von den umliegenden Hängen zahlreiche kleine Zuflüsse aufnimmt und zwischen dem am Hundem-Zufluss Olpe (Rahrbach) gelegenen Kirchhundemer Ortsteil Welschen Ennest und dem Kreuztaler Stadtteil Littfeld südlich des im Glühberg befindlichen Rahrbacher Tunnels die Ruhr-Sieg-Strecke unterquert. Dort wechselt sie vom Rothaargebirge in das naturräumliche Siegerland über und verlässt den Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, um fortan bis zur Kreuztaler Kernstadt westlich außerhalb des Parks zu fließen.

Fortan läuft die Littfe in überwiegend südliche Richtung parallel zu dieser Bahnstrecke im Osten und zur Bundesstraße 517 im Westen nach und durch Burgholdinghausen, wo sie rechtsseitig den Langebach aufnimmt. Anschließend durchläuft sie Littfeld, wo sie für ein kurzes Stück südwestwärts fließt und die B 517 zweimal unterquert. Dort nimmt die Littfe linksseitig die Heimkaus, und rechtsseitig den Limbach auf. Dann läuft sie durch den Osten des Kreuztaler Stadtteils Krombach, zwischen den Stadtteilen Eichen mit der vorgelagerten Kleinsiedlung Bockelbach im Westen und Stendenbach im Osten hindurch und südsüdostwärts durch Eichen. Dort unterquert die Littfe einmal die B 517[4] und nimmt rechtsseitig den vom Stadtteil Bockenbach kommenden Bockenbach auf. Danach fließt sie zwischen der B 517 im Osten und der Bundesstraße 54 im Westen.

Dann erreicht die Littfe Kreuztal, wo sie rechtsseitig den Heesbach aufnimmt und, nach zweimaligem Unterqueren der B 54, direkt nordwestlich vom Gelände des Bahnhof Kreuztal auf etwa 273 m Höhe in den dort von links und Nordosten kommenden Sieg-Zufluss Ferndorfbach (Ferndorf) mündet.

Einzugsgebiet und Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einzugsgebiet der Littfe ist 50,155 km²[2] groß. Zu ihren Zuflüssen gehören bachabwärts betrachtet:[2]

Name Seite Länge
(km)[2]
Quell- Mündungs- Mündungsort Stat.[5]
(km)[6]
EZG
(km²)
GKZ
[3][7]
höhe (m ü. NHN)[1]
Langebach
(Langenbach)
rechts 2,7 515 350 Burgholdinghausen 8,50 02,641 272146-2
Limbach rechts 2,1 419 326 Littfeld 6,70 272146-34
Heimkaus
(Heiminkhaus)
links 4,7 496 325 Littfeld 6,60 08,204 272146-4
Breitenbach rechts 2,9 410 309 Krombach 5,0 272146-54
Oberseifen rechts 1,6 420 308 Krombach 4,85 272146-56
Krombach rechts 1,9 403 304 Krombach 4,40 272146-58
Hankerbach links 3,5 421 294 Eichen 3,0 272146-72
Bockenbach rechts 2,5 399 291 Eichen 2,65 02,403 272146-6
Heesbach
(Hees)
rechts 5,8 427 275 Kreuztal 0,40 12,387 272146-8

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Littfe gibt es 33 Wehre und eine zurzeit nicht in Betrieb befindliche Wasserkraftanlage. Der Bach erhielt gemäß dem Leitfaden zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in NRW die Bezeichnung DE_NRW_272146_0 und wurde als natürliches Gewässer eingestuft. Um Fischen die Wanderung im Fluss zu ermöglichen, wurden mehrere Fischtreppen hergestellt. Zudem hat die Stadt einige Maßnahmen zur Renaturierung vorgenommen.

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Deutsche Grundkarte (DGK 5) in Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  2. a b c d e f g Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. a b c Gewässerverzeichnis des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW 2010 (XLS; 4,67 MB)(Hinweise)
  4. Zwischen Krombach und Kreuztal verlief früher, bis zum Bau der B 54n, die B 54; dieser Abschnitt ist seit Jahresbeginn 2009 ein Teil der B 517.
  5. Stat. = Gewässerstationierung
  6. Mündungslage (bei/nahe) den Zuflüssen entsprechend der Fließgewässer-kilometrierung der Littfe
  7. Zur besseren Übersicht und Sortierung flussabwärts ist pro Fließgewässer in die Gewässerkennzahl (GKZ) nach der Ziffer „272146“, die für die Littfe steht, jeweils ein Bindestrich eingefügt.