Rechtsterrorismus

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Oktoberfest-Denkmal am Ort des rechtsterroristischen Anschlags, der 1980 13 Menschen das Leben kostete.

Als Rechtsterrorismus wird ein besonders gewaltbereiter Teil des Rechtsextremismus bezeichnet, der zur Verwirklichung seiner Ziele bewusst geplante und durchgeführte Sprengstoffanschläge, Morde oder andere Formen terroristischer Gewalt einsetzt. Eine allgemein anerkannte Definition gibt es nicht, gemeinsame handlungsbezogene Merkmale definieren diesen Terrorismus als „Formen von politisch motivierter Gewaltanwendung, die von nicht-staatlichen Gruppen gegen eine politische Ordnung in systematisch geplanter Form mit dem Ziel psychischen Einwirkens auf die Bevölkerung durchgeführt werden und dabei die Möglichkeit des gewaltfreien und legalen Agierens zu diesem Zweck als Handlungsoption ausschlagen sowie die Angemessenheit, Folgewirkung und Verhältnismäßigkeit des angewandten Mittels ignorieren.“[1]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staatliche Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Geschichte der staatlichen Terminologie
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Heute wird die Bezeichnung von deutschen Verfassungsschutzbehörden verwendet, um „die Schaffung eines nationalistisch, völkisch ausgerichteten Staates, u.a. durch Anschläge auf Leib, Leben und Eigentum anderer Menschen“ zu beschreiben. „Ein Kennzeichen des Terrorismus ist die Verübung dieser Straftaten durch arbeitsteilig organisierte, grundsätzlich verdeckt operierende Gruppen.“[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1919–1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beginn rechtsterroristischer Aktivitäten in Deutschland kann mit dem Mord am bayrischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner 1919 angegeben werden. Eine der aktivsten, deutschlandweit verzweigten Terrorgruppen war in den Jahren 1920 bis 1922 die Organisation Consul (O.C.), die aus der wesentlich am Kapp-Putsch beteiligten Marinebrigade Ehrhardt hervorgegangen war. Teile der Organisation waren beteiligt am Aufbau der SA. Untergruppen der O.C. ermordeten beispielsweise den Zentrumspolitiker Matthias Erzberger (1921) und den damaligen Außenminister der Weimarer Republik Walther Rathenau (1922). Nachdem die Organisation Consul durch das Republikschutzgesetz von 1922 verboten worden war, wurde der Bund Wiking, eine Art paramilitärisch organisierte „Wehrsportgruppe“ der 1920er Jahre, als Nachfolgeorganisation gegründet.[2] Im Überblick begingen Rechtsextremisten in den ersten fünf Jahren der Weimarer Republik bis zu 400 „Fememorde“, unter den Opfern der oft in Freikorps organisierten Täter waren vor allem Sozialdemokraten und Kommunisten. Nur selten wurden diese Verbrechen aufgeklärt. Die wenigen Täter, die angeklagt wurden, wurden von der Justiz in der Weimarer Republik vergleichsweise milde bestraft, wie der Statistiker Emil Julius Gumbel bereits in den frühen Jahren dieser ersten deutschen Republik nachwies.[3]

1931 und 1935 kam es auf dem Berliner Kurfürstendamm zu antisemitischen Massenaktionen der SA, den sogenannten Kurfürstendamm-Krawallen.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Rechtsterrorismus staatliche Politik.

1948–1960[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit zwischen 1948 und 1959 existierte die antikommunistische von West Geheimdiensten geduldet und finanziell geförderte "Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit". Sie verübte Sabotageakte und Anschläge.

Die Aktivitäten alter und neuer Nazis blieben auf Bewaffnungen, paramilitärische Ausbildung, Bilden von Strukturen und Planungen wie beim Bund Deutscher Jugend und dem 1957 in Franken gegründeten Bund Heimattreuer Jugend beschränkt.

seit den 60er Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) 1969 knapp den Einzug in den Bundestag verpasst hatte, zerfiel das rechtsextreme Lager in Splittergruppen. In dieser Zeit existieren rund 100 rechtsextreme Vereine und 40 Verlage und Buchdienste. Die vor allem mit dem Namen Willy Brandt verbundene neue Ostpolitik, dessen Konsequenz die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie und die Anerkennung der zwei deutschen Staaten war, traf in der rechtsextremen Szene auf erhebliche Ablehnung. Versuche der Aktion Widerstand, diese Ablehnung zur Überwindung der internen Konflikte aufzugreifen, scheiterten. Aus der Aktion Widerstand gingen eine Reihe von militanten rechtsextremen Organisationen hervor. Aktiv wurden Manfred Roeders Deutsche Aktionsgruppen, die NSDAP-Aufbauorganisation, Michael Kühnens Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten und die Wehrsportgruppe Hoffmann. Friedhelm Busse gründete die Volkssozialistische Bewegung Deutschlands / Partei der Arbeit (VSBD/PdA). Die rechtsextreme Szene militarisierte sich zunehmend.

Von diesen Gruppierungen ging ab Ende der 1970er Jahre eine erhebliche Bedrohung für die innere Sicherheit aus.[4] In den 1980er Jahren kam es zu zahlreichen Toten rechtsterroristischer Anschläge: Zu diesen zählen die am 22. August 1980 bei einem Brandanschlag der Deutschen Aktionsgruppen in Hamburg ums Leben gekommenen Ngoc Nguyen und Anh Lan Do[5] und die Opfer der tödlich verlaufenden Schießerei von Frank Schubert (VSBD/PdA) am 24. Dezember 1980, die Schießerei von Mitgliedern der VSBD/PdA am 20. Oktober 1981 in München sowie die Ermordung von Shlomo Lewin und Frida Poeschke. Beim Oktoberfestattentat wurden 13 Menschen ermordet und weitere 211 wurden verletzt. Ab 1979 unterstützte die erst seit 2011 verbotene Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige (HNG) Terroristen aus dem rechtsextremen Lager während ihrer Haftzeit und danach.

Das Bundesministerium des Innern reagierte auf die zunehmende Gewalt mit Verboten der Wehrsportgruppe Hoffmann (WSG) am 16. Januar 1980, der VSBD/PdA am 14. Januar 1982 sowie der Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten (ANS/NA) am 24. November 1983.

Die Zahl rechtsterroristischer Aktivitäten war bereits von 1980 bis 1985 gestiegen, ihre Gefahr wurde seit 1992 von den Behörden wieder höher eingeschätzt. Christian Worch drohte damals offen mit Terroranschlägen; die in den USA ansässige NSDAP/AO von Gary Lauck verbreitete eine vierbändige Anleitung zum von „revolutionären Kadern“ geleiteten Guerilla-Kampf und improvisierten Bombenbau.

Rechtsterroristische Aktivitäten, insbesondere in Form von Brandanschlägen auf Wohnhäuser (staatliche Asylunterkünfte sowie Privathäuser, in denen Vertriebene unterkommen sollen), haben 2014 und 2015 stark zugenommen. So berichtet eine Hintergrundrecherche der Zeit von über 200 Anschlägen allein im Jahr 2015.[6]

Baden-Württemberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Am 1. Oktober 2000 wurde in Schwäbisch Hall die rechtsextreme Organisation European White Knights of the Ku Klux Klan gegründet, die vermutlich Ende 2002 aufgelöst wurde. Die Gruppierung kam nach der Aufdeckung des rechtsterroristischen NSU 2011 in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass dieser auch der V-Mann Corelli des Bundesamts für Verfassungsschutz sowie zwei baden-württembergische Polizisten angehört hatten. Auffällig ist dabei, dass die beiden Beamten der gleichen Polizeieinheit angehörten wie die 2007 ermordete Michèle Kiesewetter. Verstrickungen mit dem Fall konnten bisher (Stand: Mitte 2017) nicht nachgewiesen werden.
  • Am 25. April 2007 kam es zum Polizistenmord von Heilbronn, bei dem auf einem Parkplatz auf der Heilbronner Theresienwiese ein Angriff auf eine Polizeistreife erfolgte. Die Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter starb dabei, ihr Kollege erlitt lebensgefährliche Verletzungen, die Waffen der Beamten wurden bei der Tat gestohlen. Die Tat wird dem NSU zugerechnet, da die gestohlenen Waffen im November 2011 bei den Leichen von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gefunden wurden. Laut Aussage von Beate Zschäpe im NSU-Prozess hätten diese die Tat begangen, um an die Waffen der Beamten zu kommen. Die Urheberschaft der drei bekannten NSU-Täter wurde im Laufe der Ermittlungen jedoch immer wieder in Frage gestellt. Das rechtsextreme Motiv der Tat scheint gesichert, es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Tat von anderen, nicht bekannten Personen aus dem NSU-Umfeld begangen wurde.
Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Das Oktoberfestattentat am 26. September 1980 war ein rechtsterroristischer Anschlag in München. Es starben 13 Menschen bei der Explosion einer Bombe am Haupteingang des Oktoberfests, 211 wurden zum Teil schwer verletzt.
  • Am 19. Dezember 1980 wurden Shlomo Levin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in Erlangen von einem Mitglied der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann ermordet.
  • Am 7. Januar 1984 verübt die Gruppe Ludwig einen Brandanschlag auf die Sex-Discothek Liverpool in der Münchner Schillerstraße. Acht der dreißig Gäste werden verletzt, das 20-jährige Barmädchen Corinna Tatarotti stirbt Ende April an den erlittenen schweren Verbrennungen.
  • In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 1988 steckte der 19-jährige Auszubildende Josef Saller, Mitglied der Neonazi-Organisation Nationalistische Front, aus rassistischen Gründen in der Schwandorfer Innenstadt ein Haus in Brand, in dem vorwiegend Türken wohnten. Vor Gericht sagte der 19-jährige Täter: „Ich hasse Ausländer.“ Durch den Brandanschlag verloren vier Menschen ihr Leben. Der Arbeiter Osman Can (49), seine Ehefrau Fatma (43), sein Sohn Mehmet (11) und der Akustiker Jürgen Hübener (47) verbrannten bzw. erstickten.[7]
  • Am 23. Juni 1999 explodierte in der Kneipe Sonnenschein in der Scheurlstraße in Nürnberg eine Rohrbombe, die in eine Taschenlampe eingebaut worden war. Eine Reinigungskraft entdeckte diese Lampe in einer Toilette und schaltete sie ein. Daraufhin gab das Gerät ein summendes Geräusch von sich und explodierte. Der Mann erlitt nur leichte Verletzungen, da die Bombe fehlerhaft konstruiert war. Dieser Fall wird erst seit Juni 2013 dem NSU zugerechnet, als der Beschuldigte und Zeuge Carsten S. vor dem Münchner Oberlandesgericht aussagte, einer der beiden Uwes hätte bei einem persönlichen Treffen erwähnt, dass sie eine Taschenlampe in einem »Laden« abgestellt hätten, das »Vorhaben« aber nicht geklappt hätte. Stefan Aust und Dirk Laabs halten diese Aussage für glaubwürdig, da über diesen Anschlag nur regional berichtet wurde und er in der bundesweiten Öffentlichkeit nicht bekannt war.[8] Seit Ende Juni 2013 wird von der Bundesanwaltschaft gegen Beate Zschäpe wegen dieses Sprengstoffanschlags auf eine Gaststätte in Nürnberg ermittelt. Der Besitzer der Gaststätte war türkischer Herkunft.[9][10][11]
  • Enver Şimşek, Inhaber eines Blumenhandels in Schlüchtern, wurde am 9. September 2000 am Rande einer Ausfallstraße in Nürnberg-Langwasser, wo er seinen mobilen Blumenstand in einer Parkbucht (Lage) aufgebaut hatte, mit acht Schüssen aus zwei Pistolen niedergeschossen. Er starb zwei Tage später im Krankenhaus. Şimşek war 38 Jahre alt. Er kam 1986 aus der Türkei nach Deutschland, arbeitete zunächst in einer Fabrik, eröffnete einen Blumenhandel und schließlich einen Großhandel mit angeschlossenen Läden und Ständen. Er galt als erfolgreicher Geschäftsmann.[12] Bei den Tatwaffen handelte es sich neben der in allen Fällen benutzten Česká 83 um eine Bruni Modell 315. Normalerweise lieferte Şimşek nur die Blumen an, doch an diesem Samstag betreute er den Stand, da der üblicherweise anwesende Verkäufer Urlaub hatte. Şimşek wurde das erste Opfer der Ceska-Mordserie, die der Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund zugerechnet wird.
  • Am 13. Juni 2001 wurde Abdurrahim Özüdoğru in einer Änderungsschneiderei in der Nürnberger Südstadt (Lage) mit zwei Kopfschüssen getötet. Er war 49 Jahre alt, arbeitete als Schichtarbeiter bei Siemens und half nebenberuflich in dem Ladengeschäft aus. Die kriminaltechnische Untersuchung ergab, dass die bei dem Mord an Enver Şimşek benutzte Česká 83 auch hier verwendet wurde, die weiteren Ermittlungen blieben ebenfalls ergebnislos.[13]
  • Habil Kılıç, Inhaber eines Obst- und Gemüsehandels, 38 Jahre alt, wurde am 29. August 2001 in München-Ramersdorf in seinem Geschäft (Lage) erschossen. Er gilt nach derzeitigem Stand als viertes Opfer der Ceska-Mordserie. Im Unterschied zu den drei vorherigen Taten fanden die Ermittler an diesem wie an allen weiteren Tatorten keine Patronenhülsen vor.[14]
  • 2003 konnte ein Anschlag auf die neu eröffnete Münchner Synagoge vereitelt werden. 2005 wurde die „Schutzgruppe“ des rechtsextremen Aktionsbüro Süd als terroristische Vereinigung verboten.
  • İsmail Yaşar, Inhaber eines Döner-Kebap-Imbisses, wurde am 9. Juni 2005 in seinem Verkaufscontainer in der Nürnberger Scharrerstraße (Lage) mit fünf Schüssen in Kopf und Oberkörper getötet.[15] Er war 50 Jahre alt und stammte aus Suruç. Zeugen fielen zwei sich auffällig verhaltende Männer mit Fahrrädern in der Nähe des Tatorts auf, so dass Phantombilder angefertigt wurden.[16] Nach derzeitigen Erkenntnissen wird der Mord an Yaşar der Ceska-Mordserie der Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund zugerechnet. İsmail Yaşar gilt darin als das sechste Mordopfer.
  • Theodoros Boulgarides, Mitinhaber eines Schlüsseldienstes, wurde am 15. Juni 2005 in seinem Geschäft in München-Westend (Lage) erschossen. Er war Grieche, 41 Jahre alt und hinterließ eine Frau und zwei Töchter. Das Geschäft hatte er erst am 1. Juni 2005 eröffnet. Er gilt nach derzeitigen Erkenntnissen als siebtes Opfer der Ceska-Mordserie.
  • Am 19. Oktober 2016 tötete Wolfgang P., ein Mitglied der Reichsbürgerbewegung, bei einem Schusswechsel in Georgensgmünd (Bayern) einen Polizisten und verletzte drei weitere schwer, als diese eine Hausdurchsuchung wegen illegalen Schusswaffenbesitzes vornehmen wollten.[17]
Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Am 11. April 1968 wurde Rudi Dutschke in einem Attentat von Josef Bachmann in West-Berlin lebensgefährlich verletzt und starb an Folgen 11 Jahre später. Bachmann hatte Kontakt mit Neonazis in Peine, Niedersachsen von denen er die Tatwaffe erwarb.
  • 1968 wurde von der Wehrsportgruppe Hengst das Büro der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) beschossen.[18]
  • Am 7. November 1970 schoss der Neonazi Ekkehard Weil (21) auf einen russischen Wachsoldaten am sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Tiergarten und verletzte ihn schwer. Parolen auf dem Pavilion wie “Zerschlagt die rote Korruption” und “Widerstand gegen den Ausverkauf Deutschlands” wurden mit “Europäische Befreiungsfront” unterschrieben. Weil gehörte der extrem rechten „Gemeinschaft Deutscher Jugend“ 1964–1966 und danach dem noch heute bestehenden Bund Heimattreuer Jugend an. Nach seiner Haft verübte er 1977 einen Brandanschlag auf das Büro des Parteivorstandes der „Sozialistischen Einheitspartei West-Berlin“.[19]
  • Am 19. Februar 1997 verletzte der Neonazi und spätere Polizistenmörder Kay Diesner in Berlin einen Buchhändler mit einer Pumpgun.
  • Im September[20] und im Dezember 1998 wurden auf das Grab Galinskis auf dem Jüdischen Friedhof Heerstraße in Berlin-Westend zwei Sprengstoffanschläge von unbekannten Tätern verübt. Dabei wurde der Grabstein fast vollständig zerstört.[21] Ein rechtsextremer Hintergrund wird angenommen, die Täter konnten jedoch nicht ermittelt werden.
  • Im März 2002 warfen Unbekannte eine Metallflasche mit Sprengstoff über die Mauer am Eingangsbereich des Jüdischen Friedhofs in Berlin-Charlottenburg. Sachschaden entstand unter anderem an der Trauerhalle. Die Polizei setzte eine Belohnung von 5000 Euro aus. Zeugen meldeten einen dunklen Pkw, der kurz nach dem Anschlag in falscher Fahrtrichtung durch eine Einbahnstraße gefahren sein soll. Doch die Täter wurden nie gefasst. Ein antisemitisches Motiv wird vermutet. Laufende Ermittlungen ziehen auch eine Täterschaft des NSU in Betracht.
Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Süleyman Taşköprü, Obst- und Gemüsehändler, wurde am 27. Juni 2001 in Hamburg-Bahrenfeld im Laden seines Vaters (Lage) mit drei Schüssen aus zwei verschiedenen Waffen getötet. Er war 31 Jahre alt, stammte aus Afyonkarahisar und hatte eine dreijährige Tochter. Die benutzten Pistolen konnten als die bereits im Mord an Enver Şimşek in Nürnberg verwendeten identifiziert werden, neben der Česká auch die Bruni Modell 315. Taşköprü gilt nach derzeitigen Erkenntnissen als drittes Opfer der rechtsextrem motivierten Ceska-Mordserie.
Hessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1982 verübte die Hepp-Kexel-Gruppe eine Serie von Anschlägen auf amerikanische Kasernen in Frankfurt, Darmstadt, Butzbach und Gießen, die zunächst linksradikalen Terroristen zugeordnet worden waren, obwohl das Fehlen von Bekennerschreiben gegen eine Beteiligung linksradikaler Gruppierungen sprach. 1983 wurden fünf Mitglieder der Hepp-Kexel-Gruppe festgenommen und in einem späteren Prozess zu hohen Haftstrafen verurteilt.[22][23]
  • Am 23. August 1992 wurde die aus Kroatien stammende Garderobenfrau Blanka Zmigrod in Frankfurt am Main auf offener Straße mit einem Kopfschuss hingerichtet. Das Opfer war Jüdin. Der schwedische Rechtsterrorist John Ausonius steht im Verdacht, für den Mord verantwortlich zu sein. Deutsche Ermittlungsbehörden stellten Ende 2016 einen Auslieferungsantrag an Schweden, der Prozess gegen Ausonius soll 2017 stattfinden.[24]
  • Halit Yozgat, Betreiber eines Internetcafés (Lage), wurde am 6. April 2006 in seinem Geschäft im Kasseler Stadtteil Nord-Holland durch zwei Kopfschüsse getötet. Er war 21 Jahre alt und Deutscher türkischer Abstammung. Das Café hatte er erst kurze Zeit zuvor mit von seinem Vater geliehenem Geld eröffnet. Zudem besuchte er eine Abendschule, um sein Abitur nachzumachen. Yozgat befand sich ungeplant in seinem Geschäft, er hätte bereits von seinem Vater, der sich verspätete, abgelöst worden sein sollen.[25] Zur Tatzeit war Andreas Temme, ein Mitarbeiter des Landesamtes für Verfassungsschutz Hessen, anwesend, der zeitweise als Mordverdächtiger galt und festgenommen wurde und dessen Telefon daher von der Polizei überwacht wurde.[26] Trotz der Ermittlungen gegen Temme, mehrfacher Vernehmungen von ihm als Zeugen im Münchener NSU-Prozess und in verschiedenen parlamentarischen Untersuchungsausschüssen, dem Eintreffen von Yozgats Vater kurz nach der Tat und der sekundengenauen Rekonstruktion der Todeszeitpunkts durch die Polizei ist der Anschlag bis heute nicht geklärt. Yozgat gilt als neuntes und letztes Opfer der Ceska-Mordserie.
  • Am 5. März 2010 warfen Aktivisten der rechtsextremen Anti-Antifa Wetzlar einen Molotow-Cocktail gegen die Eingangstür eines Wohnhauses eines evangelischen Pastoralreferenten, der sich aktiv gegen Neonazis engagierte. Die Täter wurden im Februar 2011 wegen Mordversuchs zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.[27]
Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Am 25. Februar 2004 wurde Mehmet Turgut an einem Döner-Imbiss (Lage) im Rostocker Ortsteil Toitenwinkel mit drei Kopfschüssen getötet. Turgut war 25 Jahre alt, kam aus der Türkei und hielt sich illegal in Deutschland auf.[28] Er war zu Besuch bei einem Freund in Rostock, für diesen hatte er spontan übernommen, den Imbiss am Vormittag zu öffnen. Bis zehn Tage vor der Tat hatte er in Hamburg gelebt.[29] Turgut gilt nach derzeitigen Erkenntnissen als fünftes Opfer der Ceska-Mordserie des NSU.
  • Am 7. November 2006 sowie am 18. Januar 2007 wurde eine Filiale der Sparkasse in Stralsund zweimal überfallen. Beide Überfälle werden inzwischen der Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund zugerechnet, die die Beute aus ihren Überfällen mutmaßlich der Planung und Durchführung von rechtsextremen Anschlägen verwendete.
Niedersachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1979 wurden im sogenannten Bückeburger Prozess erstmals Mitglieder einer dieser rechtsextremen Gruppen als Terroristen verurteilt.
  • Am 28. August 2015 warf ein rechtsextremer Täter einen Molotow-Cocktail auf ein von Flüchtlingen bewohntes Heim in Salzhemmendorf und traf das Kinderzimmer eines 11-jährigen Jungen aus Simbabwe, der jedoch in dieser Nacht im Nebenzimmer bei seiner Mutter schlief. Die Täter wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.[30]
Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Anfang 1979 hob die Polizei in Stahle und Albaxen, im Kreis Höxter eine Wehrsportgruppe aus.[31]
  • 1979 sprengte Peter Naumann, Rechtsterrorist und heute Politiker der NPD, während der Ausstrahlung der einführenden Dokumentation Endlösung zwei Sendemasten der ARD im Hunsrück und im Münsterland, um die Ausstrahlung zu verhindern.
  • Die 1991 gegründete Sauerländer Aktionsfront (SAF) war in den 1990er-Jahren eine bedeutende rechtsextreme Gruppierung, die insbesondere in den Kreisen Siegen, Olpe und Hochsauerlandkreis aktiv war. Ihr wurden mehrere Mitglieder zugerechnet, die später als Rechtsterroristen bekannt wurden, darunter die Polizistenmörder Kay Diesner und Michael Berger sowie der Dreifachmörder Thomas Adolf.
  • Am 3. Oktober 1991 warfen drei Neonazis Brandsätze auf ein von Kriegsflüchtlingen bewohntes Heim in Hünxe und trafen dabei ein Zimmer, in dem Kinder einer libanesischen Flüchtlingsfamilie schliefen. Vier Kinder wurden verletzt, wobei zwei sechs- und siebenjährige Mädchen lebensgefährliche Brandverletzungen erlitten.[32]
  • Am 29. Mai 1993 kam es zum Brandanschlag von Solingen, dabei bewarf eine Gruppe von Neonazis mit Molotow-Cocktails ein von türkischen Familien bewohntes Zweifamilienhaus in der Unteren Wernerstraße 81. Infolge des Brandes starben zwei Frauen im Alter von 27 und 18 Jahren sowie drei Mädchen im Alter von zwölf, neun und vier Jahren. Ein sechs Monate alter Säugling, ein dreijähriges Kind und ein 15-jähriger Junge wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Darüber hinaus erlitten 14 weitere Personen Brandverletzungen.
  • Am 14. Juni 2000 tötete der Dortmunder Neonazi Michael Berger die Polizisten Matthias Larisch von Woitowitz (35), Yvonne Hachtkemper (34) und Thomas Goretzki (35).[33]
  • Am 27. Juli 2000 explodierte eine mit TNT gefüllte Rohrbombe am Bahnhof Düsseldorf Wehrhahn, dabei wurden zehn Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt, eine im fünften Monat schwangere Frau verlor ihr ungeborenes Kind. Die Opfer kamen alle aus GUS-Staaten und waren jüdischen Glaubens. Auf Grund eines Bekennervideos wurde ein rechtsextremistisches bzw. antisemitisches Motiv angenommen, die Ermittlungen führten jedoch zu keinem belastbaren Ergebnis. Am 31. Januar 2017 wurde ein Tatverdächtiger mit rechtsextremem Hintergrund festgenommen.
  • Am 19. Januar 2001 kam es zu einer Sprengstoffexplosion in einem Lebensmittelgeschäft in Köln, bei der die damals 19 Jahre alte deutsch-iranische Tochter des Betriebsinhabers schwer verletzt wurde.[34] Unter der Vorgabe, er wollte einkaufen, versteckte ein als Kunde auftretender Mann unter den Waren eine Christstollendose mit mehr als einem Kilogramm Schwarzpulver.[35] In den beiden entdeckten Bekennervideos des NSU gibt es Hinweise auf die Tat.[36] Der Generalbundesanwalt hält die Terroristen daher auch für diesen Anschlag verantwortlich.[37] Nach einem Phantombild könnte ein V-Mann des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen an der Tat beteiligt gewesen sein.[38]
  • Am 7. Oktober 2003 erschoss der 45-jährige Neonazi Thomas Adolf die dreiköpfige Familie Mechthild Bucksteeg, Hartmut und Alja Nickel mit einer Pumpgun in der Anwaltskanzlei von Hartmut Nickel in Overath. Der Anwalt hatte in der Vergangenheit eine Räumungsklage gegen Thomas Adolf durchgesetzt. Wenngleich die Tat damit von einem persönlichen Motiv überlagert war, bezeichnete der Täter diese als „von mir selbst durchgeführte Maßnahme zur Gesundung des deutschen Volkes“, die „mehr als notwendig“ gewesen sei. Thomas Adolf betrachtete sich als Chef einer „SS-Division Götterdämmerung“, die vermutlich aber nur ihn selbst als Mitglied hatte. Er sprach davon, dass ihm die Organisation eine Todesliste überreicht habe mit dem Auftrag, verschiedene Politiker, Medienvertreter und Juristen zu töten. Der Täter wurde zu einem lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Diese sei nötig, da der Richter befand, dass der Angeklagte „den bewaffneten Kampf nach seiner Haftentlassung fortzusetzen gedenkt“.[39]
  • Am 9. Juni 2004 wurden bei dem Nagelbomben-Attentat in Köln 22 Menschen verletzt, vier davon schwer. Erst im November 2011 wurde der Anschlag dem Nationalsozialistischen Untergrund zugeordnet.
  • Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kubaşık, Besitzer eines Kiosks, in seinem Geschäft (Lage) in der Dortmunder Nordstadt getötet. Der Kiosk befand sich nahe einem damaligen Treffpunkt der Dortmunder Neonazis.[40] Kubaşık war 39 Jahre alt, Deutscher türkischer Herkunft und dreifacher Familienvater. Kubaşık gilt nach derzeitigen Erkenntnissen als achtes Opfer der rechtsextrem motivierten Ceska-Mordserie an türkischen Unternehmern. In einer Fernsehsendung am 13. November 2011 erklärte seine Tochter, dass die Familie immer einen rechtsextremen Hintergrund der Tat annahm.[41]
  • Am 17. Oktober 2015 griff ein mutmaßlicher Rechtsextremist die Sozialbeigeordnete, parteilose Wahlkandidatin und spätere Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie eine weitere Umstehende mit einem Messer an und verletzte beide schwer. Er begründete die Tat mit islamfeindlichen Aussagen.
Rheinland-Pfalz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1969 kam es auf der Burg Waldeck zu einem rechts motivierten Sprengstoffanschlag.[42]
Saarland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Am 9. März 1999 wurde in Saarbrücken ein Sprengstoffanschlag auf die Wehrmachtsausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung verübt, bei dem eine Bombe an der Rückseite des Ausstellungsbaus explodierte. Die rechtsextreme Szene hatte im Vorfeld gegen die Ausstellung protestiert. An dem Gebäude der Volkshochschule, die die Ausstellung beherbergte, sowie an einer benachbarten Kirche entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Mark. Die Polizei vermutete einen rechtsextremistischen Hintergrund, konnte jedoch trotz eines angeblichen Bekennerschreibens keinen Täter ermitteln. Inzwischen wird eine Täterschaft des NSU vermutet und überprüft.[43]
Sachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Die rechtsextreme Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund agierte in den Jahren von 1998 bis 2011 in Sachsen. Dabei sollen die Täter Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe zwischen 1998 und 2006 an acht Überfällen in Chemnitz und drei in Zwickau beteiligt gewesen sein. Ziel der Überfälle waren Supermärkte und Bankfilialen, die Beute aus den Überfällen wurde mutmaßlich zur Finanzierung der Anschläge der Gruppe verwendet. Am 4. November 2011, nach dem Auffliegen des NSU, sprengte Beate Zschäpe den Unterschlupf der Terrorzelle in der Frühlingsstraße 26 in Zwickau-Weißenborn.
  • Im April 2016 wurde mit der Bürgerwehr FTL/360 eine rechtsterroristische Gruppe in Freital ausgehoben, der mehrere Anschläge aus Flüchtlingsunterkünfte, ein Wohnhaus und ein Parteibüro vorgeworfen werden. Die Ermittlungen erstreckten sich bis zum versuchten Mord.
  • Am Abend des 26. September 2016 wurden zwei Sprengstoffanschläge in Dresden verübt, dabei wurde jeweils ein Molotow-Cocktail auf die Eingangstür der Dresdner Fatih-Moschee und auf das Gelände des Internationales Congress Center Dresden verübt. Videoüberwachungskameras filmten eine mit einem Motorradhelm bekleidete Person, die Generalbundesstaatsanwaltschaft leitete am 30. September mit der Veröffentlichung des Videomaterials eine Öffentlichkeitsfahndung ein.
Schleswig-Holstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Mordanschlag von Mölln: Am 23. November 1992 warfen die Neonazis Michael P. und Lars C. Molotowcocktails auf zwei von migrantischen Familien bewohnte Häuser. Ein Haus brannte dabei komplett aus, dabei kamen die zehn- und vierzehnjährigen Mädchen Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz sowie ihre 51-jährige Großmutter Bahide Arslan in den Flammen um.
  • Beim Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck in der Nacht zum 18. Januar 1996 starben infolge einer Brandanstiftung zehn Bewohner des Asylbewerberheims in der Hafenstraße 52. Ermittlungen führten zu einer rechtsextremen Tätergruppe aus dem nahegelegenen Grevesmühlen, es kam jedoch zu Ermittlungspannen und die Ermittlungen wurden schlussendlich eingestellt.
  • Nachdem er in Berlin drei Tage zuvor den 63-jährigen Buchhändler Klaus Baltruschat mit einer Schusswaffe verletzt hatte, kam der Neonazi Kay Diesner am 23. Februar 1997 auf dem Parkplatz an der A 24 im Herzogtum Lauenburg in eine Polizeikonstrolle. Er eröffnete das Feuer auf die Polizeibeamten, dabei traf er den 34-jährigen Polizeiobermeister Stefan Grage tödlich. Ein weiterer Beamter wurde bei dem Schusswechsel schwer verletzt.
Thüringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Die Mitglieder der im November 2011 bekannt gewordenen Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund kamen aus dem thüringischen Jena. Die Rolle des Verfassungsschutzes bei der Überwachung der Gruppe, insbesondere des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz und seines ehemaligen Präsidenten Helmut Roewer,[44] ist Gegenstand einer breiten politischen und medialen Debatte. Nach wie vor existieren zahlreiche Ungereimtheiten, Fragen sowie Verdachtsmomente aufgrund der zahlreichen Pannen, die im Umfeld der NSU-Observierung passierten.
  • Die letzten beiden Raubüberfälle durch den NSU erfolgten in Thüringen. Dabei wurden zwei Filialen der Sparkasse überfallen, zunächst in Arnstadt am 7. September 2011. Am 4. November 2011 fuhren Mundlos und Böhnhardt auf Fahrrädern zur Filiale der Wartburg-Sparkasse in Eisenach und überfielen diese gegen 9:30 Uhr maskiert und flüchteten mit 70.000 Euro Beute auf Fahrrädern zu ihrem in einiger Entfernung abgestellten Wohnmobil.[45] In der Nähe des Tatortes war Anwohnern am Vortag ein weißes Wohnmobil mit einem Kennzeichen aus dem Vogtlandkreis aufgefallen. Nach dem Überfall leitete die Polizei eine umgehende Fahndung ein, errichtete Straßensperren und setzte Hubschrauber ein, ohne die Täter zu finden. Diese verstauten die Fahrräder in ihrem Wohnmobil, was einem Passanten ungewöhnlich erschien. Er informierte die Polizei, welche daraufhin auch nach einem Wohnmobil fahndete. Mundlos und Böhnhardt fuhren ihr Wohnmobil in die Anliegerstraße Am Schafrain im nahegelegenen Eisenacher Stadtteil Stregda. Als sich Beamte gegen 11.30 Uhr dem verdächtigen Wohnmobil näherten, wurden sie beschossen oder hörten Schüsse.[46] Wenig später geriet das Fahrzeug in Brand. Nachdem die herbeigerufene Feuerwehr die Flammen gelöscht hatte, fand man im Inneren die Leichen von Mundlos und Böhnhardt. Außerdem fand man dort mehrere Waffen –  darunter die Dienstwaffe der 2007 in Heilbronn getöteten Polizistin sowie die ihres schwer verletzten Kollegen – und ca. 110.000 Euro in bar.[47] Der NSU nutzte die Beute aus seinen Raubüberfällen nach derzeitigen Erkenntnissen zur Finanzierung seiner Mordserie und Sprengstoffanschläge.

Nationalsozialistischer Untergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 2000 und 2007 ermordete die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) neun Migranten und die Polizistin Michèle Kiesewetter. Zunächst hatten die Thüringer Neonazis Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe Briefbombenattrappen an Vertreter von Stadtverwaltung, Polizei und Lokalpresse in Jena versandt. 1998 stellte die Polizei bei der Durchsuchung einer von ihnen genutzten Garage Rohrbomben, Sprengstoff und Propagandamaterial sicher. Daraufhin tauchte das Trio unter und ermordete in den folgenden Jahren in einer beispiellosen Serie Migranten, während die Polizei nach einem „Döner-Mörder“ fahndete und die Täter vorwiegend im Umfeld der Opfer suchte. Nach einem Banküberfall am 4. November 2011 in Eisenach brachten sich Mundlos und Böhnhardt um. Zschäpe sitzt seit dem 8. November 2011 in Untersuchungshaft und ist zusammen mit vier mutmaßlichen Gehilfen seit Mai 2013 im NSU-Prozess angeklagt, neben den Gewalttaten unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung und mehrfacher Raubüberfälle. Der Nationalsozialistische Untergrund wurde vom rechtsextremistischen Umfeld mit Geld, Wohnungen und Waffen unterstützt.[48]

Waffenfunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Anfrage der Fraktion der Partei Die Linke sprach das Bundesinnenministerium von 811 Waffen, die 2009 und 2010 in der rechtsextremen Szene beschlagnahmt wurden. Mit 331 Exemplaren gehörten Hieb- und Stichwaffen zu den häufigsten sichergestellten Waffengattungen. Dem folgen 210 Reizgaswaffen (z.B. Pfefferspray). Auch 40 Spreng- und Brandvorrichtungen, 16 Langwaffen, 15 Faustfeuerwaffen sowie acht Waffen, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen (z.B. Maschinengewehre und Handgranaten), befanden sich unter den Waffenfunden.[49]

Die folgende Liste gibt eine Übersicht über die wichtigsten Waffenfunde der vergangenen Jahre:

  • Im Oktober 2015 stellte die bayerische Polizei bei Razzien in Bamberg und Umgebung eine Vielzahl von Waffen sicher. Elf Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 21 und 36 wurden daraufhin beschuldigt, Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und Angehörige der linken Szene geplant zu haben. Laut Aussage des zuständigen Oberstaatsanwalts hätten die Beschuldigten unter anderem Sprengsätze in zwei Bamberger Unterkünfte für Flüchtlinge werfen wollen. Bei den Durchsuchungen von zwölf Wohnungen in Ober- und Mittelfranken hatten Ermittler eine scharfe Schusswaffe mit Munition beschlagnahmt, zudem mehrere nicht scharfe Schusswaffen, verbotene pyrotechnische Gegenstände, Baseballschläger, Stichwaffen und rechtsextremes Propagandamaterial. Nach Angaben der Bamberger Polizei handelt es sich bei einigen Verdächtigen um Aktivisten von Ablegern der Pegida-Bewegung und Mitglieder der rechtsextremen Partei Die Rechte, darunter die Bamberger Kreisvorsitzende der Partei, Nadine H. Einzelne Verdächtige sollen Kundgebungen des Nürnberger Pegida-Ablegers Nügida angemeldet haben. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks handelt es bei einem der Festgenommenen um den Nürnberger Nügida-Anmelder Dan E.[50]
  • Im November 2011 stellte die Polizei nach den Selbstmorden von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, den beiden Haupttätigen der Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), die gestohlenen Dienstwaffen aus dem Heilbronner Polizistenmord sicher.
  • In der ausgebrannten Wohnung von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt (NSU) in Zwickau fanden Fahnder neun Faustfeuerwaffen, ein Gewehr und eine Maschinenpistole vom Typ Česká.
  • Am 20. Januar 2009 wurden bei einer Durchsuchungsaktion im Raum Göttingen umfangreiche Waffenfunde gemacht.[51]
  • Bei einer Hausdurchsuchung im Oktober 2007 wurde in Fretterode neben einer Pistole und einer Maschinenpistole (Typ Uzi) ein Maschinengewehr sichergestellt. Thorsten Heise, ein führender thüringischer Neonazi, auf dessen Grundstück die Durchsuchung durchgeführt wurde, hatte die Waffen illegal besessen.[52]
  • 2005 nahmen die Behörden im thüringischen Ohrdruf einen Neonazi fest, der an Bomben baute.[53]

Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Auf die in der Londoner Szenestraße Old Compton Street liegende Schwulenkneipe Admiral Duncan wurde 1999 ein Anschlag mit einer Nagelbombe verübt. Dabei starben drei Personen, weitere wurden verletzt.[54] Den Anschlag hatte der britische Neonazi David Copeland ausgeführt, der später verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Er soll dabei von David Myatts Pamphlet A Practical Guide to Aryan Revolution inspiriert worden sein.[55]

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Zeit zwischen 1956 und 1969 war in Norditalien die terroristische Organisation "Befreiungsausschuss Südtirol" aktiv und verübte mehrere Anschläge.
  • In Italien ist dabei besonders der Bombenanschlag auf der Piazza Fontana, der am 12. Dezember 1969 verübt wurde, zu erwähnen. Dabei starben 14 Opfer vor Ort und weitere im Krankenhaus. Es waren über 100 Verletzte zu beklagen. Bei dem Anschlag von Bologna 1980 wurden 85 Personen getötet, als der Hauptbahnhof von Bologna in die Luft gesprengt wurde.
  • Am 13. Dezember 2011 erschoss Gianluca Casseri in Florenz zwei senegalesische Straßenhändler und verletzte drei weitere. Anschließend beging er auf der Flucht vor der Polizei Selbstmord.[56] Laut Spiegel Online soll CasaPound die „ideologische Heimat“ des Attentäters gewesen sein. CasaPound distanzierte sich von dem Attentäter.

Norwegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Anschlägen in Norwegen 2011 verübte der Rechtsextremist Anders Behring Breivik einen Anschlag auf ein Jugendcamp in Utøya und einen weiteren gegen norwegische Regierungsangestellte in Oslo. Während bei dem Anschlag gegen norwegische Regierungsangestellte acht Tote zu verzeichnen waren, starben im Jugendcamp in Utøya 69 Menschen.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Von 1993 bis 1997 verübte der mutmaßliche Einzeltäter Franz Fuchs im Namen einer sogenannten Bajuwarischen Befreiungsarmee (BBA) rassistisch motivierte Bombenanschläge gegen Migranten und Angehörige von Minderheiten in Österreich. Die Anschlagserie forderte vier Todesopfer, 15 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Am 26. Februar 2000 beging der 51-jährige Fuchs in seiner Zelle in der Justizanstalt Graz-Karlau Suizid.

Vereinigte Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einer der schwersten Anschläge in der Geschichte der USA war der Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City. Bei dem Anschlag am 19. April 1995 kamen 168 Menschen ums Leben. Das Gebäude, das durch die Detonation einer Bombe fast vollständig zerstört wurde, diente als Sitz mehrerer Regierungsbehörden. Der Anschlag stellte eine Nachahmung eines in den Turner-Tagebüchern beschriebenen Anschlags gegen den US-amerikanischen Staat dar. An das Ereignis knüpfen militante US-Neonazis an. So tauchte die Zahlenkombination 168:1 zuerst auf T-Shirts von Rechtsextremisten in den USA auf. Diese Anspielung soll die 168 Todesopfer, die der Anschlag forderte, dem Tod des Haupttäters Timothy McVeigh gegenüberstellen, der dafür am 11. Juni 2001 hingerichtet wurde.[57] McVeigh pflegte enge Kontakte zu verschiedenen rechtsextremen Organisationen und hatte Sympathien für sie; Rechtsextremisten betrachten ihn als einen der ihren.[58][59][60]

Am 20. April 1999, Adolf Hitlers Geburtstag, ermordeten Eric Harris (18) und Dylan Klebold (17) in einem Massacker in der Columbine High School in Columbine, einem nahe Littleton gelegenen Vorort von Denver im US-Bundesstaat Colorado, zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer.

Attentäter aus dem Umfeld der White Supremacy-Bewegung planten 2011 einen Bombenanschlag am Martin Luther King Day, der ebenfalls vereitelt werden konnte. Der Täter Kevin William Harpham war Mitglied in der National Alliance.[61]

Auch richten sich Anschläge gegen Einrichtungen oder vermeintliche Anhänger von nicht-christlichen Religionen. Dazu gehört beispielsweise der Anschlag auf eine Moschee in Oregon im November 2010[62] oder die durch einen Neonazi am 5. August 2012 verübte Massenschießerei im Sikh-Tempel in Oak Creek (Wisconsin). Die bekannteste und einflussreichste militante rechtsextreme und christlich-fundamentalistische Organisation, die für religiös und rassistisch motivierte Anschläge, Morde und Attentate verantwortlich gemacht wird, ist der Ku Klux Klan.

Am 12. August 2017 kam es in der Stadt Charlottesville zu einem Anschlag mit einem Fahrzeug auf eine bürgerliche Gegendemonstration. Hierbei wurde eine Frau getötet, die sich an der Demonstration gegen Rechtsextreme beteiligt hatte.[63]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Rechtsterrorismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
International
USA

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Armin Pfahl-Traughber: Geschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland. Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Januar 2012, archiviert vom Original am 31. Dezember 2013, abgerufen am 11. März 2016.
    Vgl. zur Frühgeschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland: Klaus-Henning Rosen: Rechtsterrorismus. Gruppen – Täter – Hintergründe, in: Gerhard Paul (Hg.): Hitlers Schatten verblasst. Die Normalisierung des Rechtsextremismus, Bonn 1989, S. 49–78.
  2. Martin Sabrow: Organisation Consul (O.C.), 1920–1922, in: Historisches Lexikon Bayerns
  3. Emil Julius Gumbel: Vom Fememord zur Reichskanzlei. Mit einem Vorwort von Walter Fabian, Heidelberg, Lambert Schneider 1962
  4. Weltweit Teutonic Unity. In: Der Spiegel. Nr. 14, 1981 (online30. März 1981).
  5. Frank Keil: Anschlag auf Flüchtlinge: Der blanke Hass. In: Zeit Online. 24. Februar 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  6. Blickle et al.: Es brennt in Deutschland. In: Zeit Online (Nachrichtenportal). 3. Dezember 2015, abgerufen am 3. Dezember 2015.
  7. Bericht vom Brandanschlag (Memento vom 6. Oktober 2002 im Internet Archive)
  8. Stefan Aust & Dirk Laabs: Heimatschutz, Kapitel: Der Anruf, E-Book-Version, daher ohne Seitenzahl.
  9. Neue Ermittlungen gegen Zschäpe. sueddeutsche.de, 18. Juni 2013.
  10. Weitere Ermittlungen gegen Zschäpe (Memento vom 21. Juni 2013 im Internet Archive). tagesschau.de, 18. Juni 2013.
  11. Noch ein Opfer, dem man nicht glaubte (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive). tagesschau.de, 3. Oktober 2013.
  12. Oliver Bendixen und Matthias Fink: Auf der Suche nach dem „Dönerkiller“ (Memento vom 16. September 2012 im Internet Archive) (ARD-Radio-Feature des BR von 2010; PDF; 333 kB)
  13. Es geschah am helllichten Tag, Die Süddeutsche, 6. August 2010
  14. „Halbmond“ ermittelt in Mordserie, Die Welt, 10. November 2001, abgerufen am 17. November 2011.
  15. Martin Debes: Die zehn Mordopfer des NSU: Ismail Yasar. 5. Mai 2013. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  16. Mordserie gegen türkische Kleinunternehmer, Die Süddeutsche, 10. Juni 2005
  17. Spiegel, 20. Oktober 2016: Nach Angriff eines „Reichsbürgers“: Polizist erliegt seinen schweren Verletzungen
  18. Rechtsterrorismus – Es begann im Jahr 1919 von Sven Felix Kellerhoff in Welt online, 14. November 2011
  19. (apabiz): Vor 40 Jahren: Schüsse auf Sowjetsoldat. In: Berlin Rechtsaußen (Blog). 12. November 2010, abgerufen am 11. Februar 2014.
  20. Anschlag auf Grabmal von Heinz Galinski. In: Berliner Zeitung 28. September 1998
  21. knerger.de: Das Grab von Heinz Galinski
  22. »Braune Armee Fraktion« schlug 1982 in Gießen zu. In: Gießener Allgemeine. 2. November 2011, abgerufen am .
  23. [1] Rechtsterroristische Bestrebungen in Hessen Teil 4 – Die Hepp-Kexel-Gruppe. In: Infobüro Rhein-Main, abgerufen am 24. Mai 2016
  24. Mordfall Blanka Zmigrod Rechtsextremist in Frankfurt vor Gericht, Frankfurter Rundschau, 2.Januar.2017
  25. Andrea Kinzinger: Neun tote Männer und ein mysteriöser Verfassungsschützer. In: Der Spiegel. 14. Juli 2006, abgerufen am 25. März 2015.
  26. Ralf Euler: NSU-Ausschuss: Früherer Verfassungsschützer im Kreuzverhör. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Mai 2015.
  27. Brandanschlag auf Haus von Pastoralreferenten war versuchter Mord: Hohe Haftstrafen für 17- bis 23-Jährige aus Neonazi-Szene, Rhein-Zeitung, 2.Februar 2011
  28. Stefan Aust, Dirk Laabs: Heimatschutz. Der Staat und die Mordserie des NSU. Pantheon Verlag München 2014, S. 570f
  29. Der fünfte Mord, Frankfurter Allgemeine, 15. November 2011
  30. Anschlag in Salzhemmendorf : Langjährige Haftstrafen für Brandanschlag auf Asylunterkunft, "Die Zeit", 17. März 2016
  31. Nordrhein-Westfalen : Der kleine Adolf und seine Jungs, von Nikolaus Brender, "Die Zeit", 16. Februar 1979
  32. http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/20-jahrestag-des-brandanschlags-von-huenxe-es-ist-viel-passiert-9104
  33. Jörg Diehl: Polizistenmorde in NRW: Der ewige Verdacht. In: Spiegel Online. 21. November 2011, abgerufen am 11. Februar 2014.
  34. Heinz Tutt: Terrorgruppe NSU: Weiterer Anschlag in Köln neu untersucht. In: ksta.de. 14. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  35. Anklageschrift gegen den NSU: Dokument des Grauens tagesschau.de vom 15. November 2012.
  36. Birger Menke: Videos der Zwickauer Zelle: Ermittler rekonstruieren Totenkopf-Botschaft. In: Spiegel Online. 14. Dezember 2011, abgerufen am 25. Mai 2012.
  37. Festnahme eines weiteren mutmaßlichen Unterstützers der terroristischen Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). 47/2011. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 11. Dezember 2011, abgerufen am 25. Mai 2012.
  38. Stefan Aust und Dirk Laabs: Geheimdienst-Informant soll in Mordserie verwickelt sein. In: welt.de. 14. Juni 2015, archiviert vom Original am 14. Juni 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015.
  39. Hartmut und Alja Nickel sowie Mechthild Bucksteeg, Opferfonds Cura, 7.Oktober 2003,
  40. Kioskmord 2006 nahe am Nazi-Treff „Deutscher Hof“ in der Nordstadt, Der Westen, 17. November 2011
  41. Dortmunder Nordstadt nach Mordaufklärung nicht nur beruhigt, Ruhr Nachrichten, 15. November 2011
  42. König Oelb, Der Spiegel 21. Juli 1969
  43. Spur ins Saarland Verübte NSU Anschlag auf Wehrmachtsausstellung?, Der Tagesspiegel 3. Dezember 2011
  44. Christiane Kohl: Neonazi-Anschlagsserie und der Verfassungsschutz: 24 Aktenordner – und nichts fiel auf. In: sueddeutsche.de. 14. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  45. Katja Schmidberger und Thomas Becker: Arnstädter Bankraub geklärt? In: Thüringer Allgemeine. 9. November 2009, abgerufen am 25. Mai 2012.
  46. Gothaer Polizei-Chef offenbart Details zu Eisenacher Bankraub. In: Thüringer Allgemeine. Abgerufen am 30. November 2011.
  47. Braune Landschaften in Deutschland. fr-online.de vom 8. Dezember 2011.
  48. Christian Fuchs, John Goetz: Die Zelle. Rechter Terror in Deutschland. Reinbek 2012.
  49. Rechtsextreme rüsten auf Neonazis horteten mehr als Waffen. In: Süddeutsche Zeitung. 30. November 2011, abgerufen am 11. Februar 2014.
  50. Razzia in Bamberg: Anschläge auf Flüchtlingsheime geplant, Die Zeit, 22. Oktober 2015
  51. Jan Jetter 22. Januar 2009: Nazis unter Waffen
  52. Jörg Diehl: Extremismus: Der Rechtsausleger. In: Spiegel Online. 6. März 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  53. Waffenfunde in rechtsextremer Szene keine Seltenheit. In: Thüringer Allgemeine. 21. Februar 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  54. Dozens injured in Soho nail bomb. Abgerufen am 15. April 2010 (englisch).
  55. Mark Weitzman: Antisemitismus und Holocaust-Leugnung: Permanente Elemente des globalen Rechtsextremismus. In: Thomas Greven, Thomas Grumke (Hrsg.): Globalisierter Rechtsextremismus? Die extremistische Rechte in der Ära der Globalisierung. 1. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-14514-2, S. 61 f. (Online auf Google Books [abgerufen am 15. April 2010]).
  56. Annette Langer: Die kruden Ideen des Signor Casseri. SPON, 15. Dezember 2011.
  57. Thomas Grumke, Thomas Greven: Globalisierter Rechtsextremismus? Die extremistische Rechte in der Ära der Globalisierung. Vs Verlag, 2006, ISBN 3-531-14514-2, S. 152
  58. 168:1. In: taz. 2. Dezember 2005, abgerufen am 11. Februar 2014.
  59. 11 Freunde, 18. Juli 2011: „Ein Verbot wäre irrsinnig“
  60. Johannes Radke: Rechtsextreme Codes: Die Geheimsprache der Neonazis. In: fluter. 17. März 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  61. Mark Potok: Spokane Bombing Arrest Details Emerge. In: Southern Poverty Law Center. 9. März 2011, abgerufen am 11. Februar 2014 (englisch).
  62. Molly Hottle: Update: Fire was intentionally set at Islamic Center in Corvallis where alleged bomb plot suspect attended. In: The Oregonian. 28. November 2010, abgerufen am 11. Februar 2014 (englisch).
  63. tagesschau.de: Charlottesville: FBI übernimmt Ermittlungen. Abgerufen am 17. August 2017.