Madame Rosa

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Filmdaten
Deutscher TitelMadame Rosa
OriginaltitelLa vie devant soi
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1977
Länge105 Minuten
Stab
RegieMoshé Mizrahi
DrehbuchRomain Gary
Moshé Mizrahi
ProduktionRalph Baum
Jean Bolvary
Raymond Danon
MusikDabket Loubna
Philippe Sarde
KameraNéstor Almendros
SchnittSophie Coussein
Besetzung

Madame Rosa ist ein preisgekrönter französischer Film aus dem Jahr 1977 von Moshé Mizrahi nach dem mit dem Prix Goncourt ausgezeichneten Roman Du hast das Leben noch vor dir von Romain Gary und Simone Signoret in der Titelrolle.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Madame Rosa lebt in der sechsten Etage eines Mietshauses im Pariser Vergnügungsviertel Pigalle. Die ehemalige Prostituierte, die als Jüdin das KZ Auschwitz überlebt hatte, kümmert sich als Ersatzmutter um die Kinder anderer Prostituierter. Momo, ein aus Algerien stammender islamischer Junge, ist das älteste dieser Kinder und ihr Liebling. Als dieser sie über seine Eltern befragt, antwortet sie nur ausweichend.

Mit zunehmendem Alter nimmt sie weniger Kinder unter ihre Obhut, und auch Momo muss mehr für sie tun. Zur Unterstützung des Lebensunterhalts verdingt er sich als Puppenspieler in den Straßen des Viertels. Madame Rosa nimmt von dem hübschen Jungen das Versprechen ab, dass dieser sich niemals selbst prostituiert oder als Zuhälter arbeitet.

Später befreundet er sich mit Nadine, einer Filmeditorin, und auch sein Vater tritt in sein Leben. Nachdem sich Madame Rosas Gesundheitszustand zunehmend verschlechtert, muss sich Momo um sie kümmern, da sie Angst davor hat, ihre letzten Lebenstage in einem Krankenhaus zu verbringen. In den letzten Stunden ihres Lebens hilft er ihr auch, wenn die quälenden Erinnerungen an das Konzentrationslager wiederkommen.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ein engagiertes, wenn auch etwas sentimentales Plädoyer für die Verachteten unserer Gesellschaft, inszeniert von einem fähigen jungen Israeli und in der Titelrolle vorzüglich gespielt.“

„Der eindringliche und bewegende Film des in Frankreich lebenden israelischen Regisseurs Moshé Mizrahi ist ein Plädoyer für die Ausgestoßenen der Gesellschaft. Er überzeugt insbesondere durch die herausragende Darstellungskraft von Simone Signoret.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film gewann bei der Oscarverleihung 1978 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film sowie den Los Angeles Film Critics Association Award (LAFCA Award) als bester fremdsprachiger Film. Daneben war der Film 1978 für den Golden Globe Award für den besten fremdsprachigen Film nominiert. Des Weiteren erhielt der Film einen Preis des National Board of Review für die besten ausländischen Filme.

Simone Signoret erhielt den César als beste Hauptdarstellerin sowie den David di Donatello als beste Hauptdarstellerin, wobei sie sich diesen Preis mit Jane Fonda für deren Darstellung der „Lillian Hellman“ in Julia (1977) teilte.

Außerdem war Bernard Evein für den César für das beste Szenenbild, Jean-Pierre Ruh für den César für den besten Ton nominiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Madame Rosa. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  2. wissen.de