Mandy will ans Meer

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Filmdaten
OriginaltitelMandy will ans Meer
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2012
Länge88 Minuten
AltersfreigabeFSK 0
Stab
RegieTim Trageser
DrehbuchChristian Pfannenschmidt
ProduktionGranada Produktion für Film und Fernsehen GmbH
MusikAndreas Weidinger
KameraEckhard Jansen
SchnittGisela Castronari-Jaensch
Besetzung

Mandy will ans Meer ist ein Filmdrama des Regisseurs Tim Trageser aus dem Jahr 2012. In den Hauptrollen verkörpern Anna Loos die Sterneköchin Ida Schmidt und Hanna Müller die in einem problematischen, sozial benachteiligtem Umfeld aufwachsende, elfjährige Mandy Wittmann, die einen besonderen Traum hegt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ina Schmidt, eine mehrfach ausgezeichnete Köchin und Küchenchefin in einem Berliner Nobelhotel, kann sich in ihrer von Männern dominierten Berufswelt sehr gut behaupten: Niemand von ihren Mitarbeitern kann ihr fachlich das Wasser reichen. Als „Einzelkämpferin“ hat die allein lebende Ina allerdings auch sonst keine Freunde: Ihr beruflicher Stellvertreter Norbert Jung versucht ständig, sie zu übervorteilen. Selbst zu ihrer eigenen Mutter hat Ina einen eher kühlen Kontakt. Einzig der Fahrer Tercan, dem sie ab und zu begegnet, ist in der Lage, ihr auf ihrem Niveau schlagfertige Antworten zu geben.

Eines Tages holt Tercan Lebensmittel ab, die das Hotel nicht mehr gebrauchen kann und abgeschrieben hat. Ina erfährt, dass diese, eigentlich noch intakten, Lebensmittel von Tercan zur „Barke“ gefahren werden, einer Einrichtung, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, sozial benachteiligten Jugendlichen eine Plattform zu bieten, wo sie sich untereinander austauschen und Nahrung zu sich nehmen können.

Das weckt Inas Interesse. In der sozialen Einrichtung lernt sie die elfjährige, nicht auf den Mund gefallene und freche Mandy Wittmann kennen, die von ihrem großen Traum berichtet, einmal im Leben ans Meer fahren zu können. Beeindruckt von der ihr bis dato fremden Welt, bietet Ina an, einen Kochkurs für die Kinder der Einrichtung zu halten, bei dem sie lernen können, sich gesund und günstig zu ernähren. In der Folge lernen sich Ina und Mandy besser kennen und schließen miteinander sogar eine innige Freundschaft. Aufgrund dieser neu geschlossenen Freundschaft zu Ina beginnt Mandy sich zu öffnen und beschreibt erstmals gegenüber Ina, die Welt, in der sie aufwächst. Mandy schildert nur das Gute und möchte offensichtlich den Eindruck erwecken, dass sie in einer heilen Welt aufwächst, in der alles in geregelten Bahnen läuft. Dass Mandy nicht die komplette Wahrheit sagt, ahnt Ina zunächst nur.

Im weiteren Verlauf der Handlung wird Ina klar, dass Mandy unter erbärmlichen Umständen aufwächst. Mandys Vater ist Alkoholiker, ihre Mutter leidet an schweren Depressionen und die ganze zu erledigende Arbeit, beispielsweise im Haushalt oder das Einkaufen, lastet auf Mandys Schultern.

Ina beschließt, Mandy aus dieser Situation herauszuhelfen. Dies geschieht jedoch mit unabsehbaren Folgen.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedreht wurde in Berlin, Tom Hornig war für das Szenenbild verantwortlich.

Mandy will ans Meer wurde im ZDF am 26. November 2012 erstmals ausgestrahlt.[1][2]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films bescheinigt dem Film, dass er in der Lage ist, einen ungeschönten Blick auf die soziale Wirklichkeit zu vermitteln, reklamiert jedoch, dass das Filmdrama ein allzu märchenhaftes Ende findet.[3]

Quotenmeter.de konstatiert, dass die Darsteller exzellente Leistungen abliefern.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Kritiker: «Mandy will ans Meer» – Quotenmeter.de. In: quotenmeter.de. Abgerufen am 15. September 2015.
  2. Mandy will ans Meer (TV Movie 2011) – Filming Locations – IMDb. In: imdb.com. Abgerufen am 15. September 2015 (englisch).
  3. Mandy will ans Meer. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 15. September 2015.
  4. Die Kritiker: «Mandy will ans Meer» – Quotenmeter.de. In: quotenmeter.de. Abgerufen am 15. September 2015.