Mantinghausen

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Mantinghausen
Koordinaten: 51° 42′ 17″ N, 8° 29′ 2″ O
Höhe: 83 m
Fläche: 5,66 km²
Einwohner: 1073 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 190 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 33154
Vorwahl: 02948
Karte
Lage von Mantinghausen in Salzkotten

Mantinghausen ist eine Ortschaft der Stadt Salzkotten im Kreis Paderborn, Nordrhein-Westfalen. Der Ort ist außerdem Teil des Hochstift Paderborn (Region) und der Region Paderborner Land. Die Ortschaft hat 993 Einwohner.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mantinghausen war Teil des Entenschnabels des Altkreises Büren[2] und liegt in der Lippeniederung[3], nach der heute meist benutzten Einteilung im Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands in der Untereinheit 540.20 Obere Lippetalung, die zur Teileinheit 540.2 Ostmünsterländer Sande, der Haupteinheit 540 Ostmünsterland und der Haupteinheitengruppe 54 Westfälische Bucht gehört. [4]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginnend im Norden grenzt Mantinghausen im Uhrzeigersinn an die Delbrücker Ortsteile Westenholz, Hagen und Boke, die Salzkottener Ortsteile Schwelle und Verlar, sowie die Lippstädter Ortsteile Garfeln und Rebbeke. Die Städte Delbrück und Salzkotten gehören zum Kreis Paderborn, Lippstadt zum Kreis Soest. [5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet von Mantinghausen gehört schon seit karolingischer Zeit zum Gebiet des späteren Hochstifts Paderborn (historisches Territorium).

1802 verliert das Hochstift Paderborn mit der Besetzung durch Preußen seine staatliche Selbständigkeit, fällt aber bereits 1807 für wenige Jahre an das Königreich Westfalen und 1813 nach der napoleonischen Niederlage an Preußen zurück. Mantinghausen wird der 1815 gegründeten Provinz Westfalen eingegliedert und kommt durch Erlass der Königlichen Regierung in Minden an den 1816 gegründeten Kreis Büren. Dabei bilden die vier Bauerschaften Mantinghausen, Mettinghausen, Niederdedinghausen und Rebbeke gemeinsam die Gemeinde Rebbeke. Bei Einteilung der Landkreise in Ämter kommt Rebbeke zum Amt Boke, das 1859 mit dem Amt Salzkotten zum Amt Salzkotten-Boke zusammengelegt wird. 1861 wird Mantinghausen von Rebbeke getrennt und damit eine selbständige Gemeinde.[6]

Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem 1. Januar 1975 gehört die damalige Gemeinde Mantinghausen zum Amt Salzkotten-Boke im Kreis Büren. Mit Inkrafttreten des Sauerland/Paderborn-Gesetzes an diesem Tage werden die meisten Gemeinden des Amtes Salzkotten-Boke und somit auch Mantinghausen zur neuen Stadt Salzkotten zusammengelegt und kommen mit dieser zum Kreis Paderborn.[7] Rechtsnachfolgerin des aufgelösten Amtes Salzkotten-Boke und der Gemeinde Mantinghausen ist die Stadt Salzkotten.

Mantinghausen ist ein Stadtteil Salzkottens und der von den Bürgern gewählte Stadtrat wählt für die Stadtteile Ortsvorsteher.[8]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung im 19. Jahrhundert[9]
Jahr 1818 1831 1837 1843 1849 1852 1858 1867 1871 1885 1895
Einwohner 258 257 265 317 333 337 316 297 274 290 294
Einwohnerentwicklung im 20. Jahrhundert[10]
Jahr 1905 1925 1933 1939 1946 1950 1957 1961 1965 1972 1975 1980 1985 1989 1995 2000
Einwohner 323 380 392 366 495 521 415 416 432 591 679 812 905 946 958 k.A.
Einwohnerentwicklung im 21. Jahrhundert[11]
Jahr 2005 2010 2012 2015
Einwohner k.A. 993 1013 1073

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Ortschaft Mantinghausen

Ortsvorsteher von Mantinghausen ist Wilfried Deppe.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen von Mantinghausen stellt im oberen Teil in grün die Lippewiesen dar, die durch das silberne Band der Lippe getrennt werden. Im unteren Teil wird mit einer roten Urne auf silbernem Grund auf den Urnenfund im Jahr 1960 hingewiesen.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1927 wurde der TuS-Mantinghausen gegründet. Die Vereinsfarben sind „schwarz-weiß“. Der Verein hat eine Fußballabteilung, eine Kanuabteilung, eine Jugendabteilung und eine Breitensportabteilung. Die Sportstätten sind ein Sportplatz mit Sportheim und ein Bootshaus. Die 1. Seniorenmannschaft spielt in der Kreisliga B Büren.

Die Schießsportabteilung wurde 1988 gegründet und betreibt einen Schießstand mit acht Luftgewehrbahnen im 1. Stock des Heimathaus Mantinghausen. Zusätzlich werden Kleinkaliber Wettkämpfe auf einem angemieteten Stand in Sande geschossen.

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Antoniusstein ist zum Kreisschützenfest im Jahr 2008 entstanden. Er steht an der Kreisgrenzen zu Paderborn und Soest, zu den Ortschaften Mantinghausen und Rebbeke am Römerweg. Er zeigt die herzliche Verbundenheit der beiden Orte über die Grenzen hinaus. Auf dem Stein sind die beiden Gemeindewappen und das Motto zum KSF 2008 "Grenzen überwinden, Freunde finden" verewigt.

Mantinghausen hat mit dem Lippstädter Stadtteil Rebbeke eine gemeinsame Schützenbruderschaft. Im Jahr 2008 war Mantinghausen Ausrichter des Bürener Kreisschützenfestes; Kreiskönigspaar waren Dirk und Anke Rübbelke.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Salzkotten: Statistisches Jahrbuch 2011 (PDF; 2,0 MB)
  2. Gerhard Henkel: Geschichte und Geographie des Kreises Büren. Paderborn 1974, S. 99 f.
  3. Vgl. Schulamt für den Kreis Paderborn (Hg.): Entdeckungsreise durch den Kreis Paderborn - Ein Heimat-und Sachbuch für den Kreis Paderborn. Paderborn 1992, S. 25.
  4. Sofie Meisel: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 98. Detmold. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1959.
  5. Gerhard Henkel: Geschichte und Geographie des Kreises Büren. Paderborn 1974, S. 101 f und Kartenbeilage.
  6. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 260.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 321.
  8. Stadt Salzkotten, Detlef Grothmann [Hrsg] 750 Jahre Stadt Salzkotten – Geschichte einer westfälischen Stadt. (= Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte Band 32), Paderborn 1996, S. 377 ff.
  9. Gerhard Henkel: Geschichte und Geographie des Kreises Büren. Paderborn 1974, S. 28 f.
  10. Gerhard Henkel: Geschichte und Geographie des Kreises Büren. Paderborn 1974, S. 28 f. Stadt Salzkotten: Statistisches Jahrbuch 2016. Salzkotten 2016 S. 17. Stadt Salzkotten, Detlef Grothmann [Hrsg.]: 750 Jahre Stadt Salzkotten – Geschichte einer westfälischen Stadt. Band 1 (= Friedrich Gerhard Hohmann: Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte. Band 32), Paderborn 1996, S. 395. Hans Kohlenberg [Hrsg] 1978–1980. (= Chronik der Stadt Salzkotten. Band 30), Salzkotten 1981, S.505. Hans Kohlenberg [Hrsg] 1984–1986 (= Chronik der Stadt Salzkotten. Band 32), Salzkotten 1987, S.274. Hans Kohlenberg [Hrsg] 1987–1989 (= Chronik der Stadt Salzkotten. Band 33), Salzkotten 1990, S. 557.
  11. Stadt Salzkotten: Statistisches Jahrbuch 2011 (PDF; 2,0 MB). Stadt Salzkotten: Statistisches Jahrbuch 2016. Salzkotten 2016 S. 17.