Maria Frisé

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Maria Frisé (* 1. Januar 1926 als Maria von Loesch in Breslau) ist eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria Frisé ist die Tochter eines schlesischen Großgrundbesitzers; ihre Mutter entstammte der gräflichen Familie der Zedlitz und Trützschler. Ihr Onkel war Erich von Manstein, Feldmarschall von Adolf Hitler.[1] Maria Frisé verbrachte Kindheit und Jugend auf dem elterlichen Gut in Lorzendorf. Nachdem sie 1944 die Reifeprüfung abgelegt hatte, heiratete sie am 18. Januar 1945 ihren Cousin Hans-Conrad Stahlberg; noch am gleichen Tag musste die Familie vor der heranrückenden Roten Armee fliehen. Die Nachkriegszeit verbrachte Maria Frisé mit ihrer Familie in Hamburg und Schleswig-Holstein. Nachdem ihre erste Ehe, aus der drei Söhne hervorgingen, gescheitert war, heiratete sie 1957 den Journalisten Adolf Frisé. Maria Frisé begann nun, journalistische Beiträge für Zeitungen und den Rundfunk zu liefern. Ab 1968 gehörte sie der Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an. Sie lebt heute in Bad Homburg vor der Höhe.

Maria Frisés journalistisches Werk umfasst vorwiegend Feuilletons und Rezensionen, daneben ist sie Verfasserin von Erzählungen, Essays, autobiografischen Schriften und Gedichten.

Maria Frisé ist Mitglied des deutschen PEN-Zentrums.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria Frisé wurde 1991 mit der Hedwig-Dohm-Urkunde ausgezeichnet. 1994 erhielt sie die Ehrengabe zum Andreas-Gryphius-Preis, 1996 den Sonderpreis des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hühnertag und andere Geschichten, Reinbek b. Hamburg 1966
  • Erbarmen mit den Männern, Reinbek bei Hamburg 1983
  • Montagsmänner und andere Frauengeschichten, Frankfurt am Main 1986
  • Eine schlesische Kindheit, Deutsche Verlagsanstalt GmbH, Stuttgart 1990, ISBN 3 499 33187 X
  • Allein – mit Kind, München [u. a.] 1992 (zusammen mit Jürgen Stahlberg)
  • Wie du und ganz anders, Frankfurt am Main 1994
  • Liebe, lebenslänglich, Frankfurt am Main 1998
  • Meine schlesische Familie und ich, Berlin 2004
  • Familientag, Berlin 2005

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auskünfte über das Leben zu zweit, Frankfurt am Main 1985
  • Helene von Zedlitz-Trützschler: Altmark, Berlin, Schlesien, Nachkriegsdeutschland, Bad Honnef 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Walter Hinck: Vernunft ist ansteckend. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 31. Januar 2005, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 17. August 2017]).