Mark Lubotsky

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Mark Lubotsky (russisch Марк Давыдович Лубоцкий, wiss. Transliteration Mark Davydovič Lubockij; * 18. Mai 1931 in Leningrad) ist ein russischer Geiger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mark Lubotsky besuchte die zentrale Musikschule in Moskau und später das Konservatorium, wo er Schüler von Abram Jampolski und David Oistrach war. Nachdem er mehrere internationale Musikwettbewerbe gewonnen hatte, darunter das Berliner Jugendfestival und den Mozartwettbewerb von Salzburg, trat er mit den bedeutendsten sowjetischen Orchestern auf.

Nach seiner Emigration nach Holland begann seine Karriere in Westeuropa und den USA. Er trat auch in Japan, Australien und Neuseeland auf, war Gast der Festivals von Santa Fe, Norfolk, Taukubi, Cheltenham, Aldeburgh, Bath und Dartington und arbeitete unter Dirigenten wie Benjamin Britten, Kyrill Kondraschin, Eugene Ormandy, Mstislaw Rostropowitsch, Jewgeni Swetlanow, Bernard Haitink, Gennadi Roschdestwenski und Kurt Sanderling.

Sein Interesse gilt neben dem klassisch-romantischen Repertoire vor allem der zeitgenössischen Musik. Mit Alfred Schnittke verband ihn eine lebenslange Freundschaft. Nachdem er dessen erstes Violinkonzert 1963 in Moskau uraufgeführt hatte, widmete Schnittke ihm sein zweites Violinkonzert sowie drei seiner Violinsonaten. Mit Irina Schnittke und Mstislav Rostropowitsch spielte er auch die Uraufführung von Schnittkes Klaviertrio. Unter der Leitung des Komponisten spielte Lubotsky Benjamin Brittens Violinkonzert auf LP ein; Britten erklärte: This is the performance I have been waiting for. In jüngerer Zeit widmete er sich verstärkt dem Werk des estnischen Komponisten Arvo Pärt. Auf zwei LPs legte er die ersten Einspielungen von Werken des fast vergessenen Komponisten Nikolai Roslavets vor.

Lubotskys bevorzugte Klavierpartner sind Luba Edlina, Boris Berman, Peter Frankl, Ralf Gothóni, Brenno Ambrosini und Dimitri Vinnik. Mit Katarina Andreasson und Olga Dowbusch-Lubotsky bildet er das Lubotsky-Trio.

Daneben ist Lubotsky auch ein erfolgreicher Violinlehrer: er unterrichtete am Moskauer Gnessin-Institut und nach seiner Emigration am Amsterdamer und Hamburger Konservatorium und hielt Meisterkurse an der Toho-Universität in Tokio, der University of Auckland in Neuseeland, der Guildhall School of Music and Drama in London, dem Sankt Petersburger Konservatorium, der Sibelius-Akademie in Helsinki und in Göteborg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]