Martin Hoffmann (Grafiker)

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Martin Hoffmann (* 7. Oktober 1948 in Halle (Saale)) ist ein deutscher Grafiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1967 und einer kurzen Tätigkeit als technischer Rechner an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studierte Martin Hoffmann von 1968 bis 1970 Mathematik an dieser Universität und anschließend bis 1974 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Daneben belegte er von 1972 bis 1975 einen Abendkurs an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Von 1974 bis 1975 arbeitete er in der Druckerei Graetz in Berlin. Ab 1975 ist er als freischaffender Maler und Grafiker in Berlin und ab 2008 auch in Hamburg tätig. Seine in der DDR ab 1980 selbstverlegten Plakate wurden in der Druckerei Graetz gedruckt. Ab 1975 war er Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR.

Im Herbst 1981 war er neben Ruth und Hans-Jürgen Misselwitz einer der Mitgründer und später der aktiven Teilnehmer des Pankower Friedenskreises.[1] Im Januar 1990 gehörte er zu den Initiatoren beim Aufbau der Arbeit von Amnesty International in der DDR und anschließend in den östlichen Bundesländern.[2]

Ab 1991 erweiterte er seine Arbeit durch Buchgestaltungen, Gebrauchsgrafik und Grafikdesign sowie seit 2000 um Collagen. Als Gestalter war er für das Erscheinungsbild der im Verlag Gerhard Wolf Janus press erschienenen Bücher tätig. Hoffmann gestaltete bereits in der DDR und auch nach 1990 mehrere Bücher von Christa Wolf sowie nach 1997 zahlreiche Ausstellungen.

Martin Hoffmann lebt in Berlin und Hamburg.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Böthig (Hrsg.): Reflexe aus Papier und Schatten. Graphische Arbeiten, Gespräch, Essays. 1. Auflage. Janus Press, Berlin 1996, ISBN 3-928942-40-9, S. 112.
  • Werktätige mit Faltbeutel (Rheinsberger Bogen 19). Kurt Tucholsky Literaturmuseum, Rheinsberg 2004, S. 16.
  • Gerd Lepke, Jutta Seidel, Christa Wolf u. a.: Köpfe Räume. Hrsg.: Martin Hoffmann. 1. Auflage. 2011, S. 48.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marianne Subklew-Jeutner: Der Pankower Friedenskreis. Geschichte einer Ost-Berliner Gruppe innerhalb der Evangelischen Kirchen in der DDR 1981-1989. 1. Auflage. Der Andere Verlag, Osnabrück 2004, ISBN 3-89959-145-3, S. 402.
  • Christa Wolf: Gang durch Martin Hoffmanns Räume, In: Hierzulande andernorts: Erzählungen und andere Texte 1994–1998. 1. Auflage. Luchterhand, München 1999, ISBN 3-630-86998-X, S. 222.
  • Christa Wolf: Köpfe – Ein Gespräch mit Martin Hoffmann. In: Rede, daß ich dich sehe. Essays, Reden, Gespräche. Suhrkamp, Berlin 2012, ISBN 978-3-518-42313-4, S. 147–152.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Hoffmann: Es ging nicht ums Recht haben. In: Marianne Subklew (Hrsg.): Ich wurde mutiger. Der Pankower Friedenskreis – politische Selbstbehauptung und öffentlicher Widerspruch. Katalog zur Ausstellung (Texte: Marianne Subklew, Gestaltung: Martin Hoffmann). Berlin 2003 (Neubearbeitung 2009), S. 100–101
  2. Marlies Menge: Aus meinem Notizbuch – Das Vereinsfieber grassiert. In: Die Zeit, Nr. 22/1990