Marvin Oppong

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Marvin Oppong, 2019

Marvin Oppong (* 1982 in Münster) ist ein deutscher Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oppong wurde 1982 in Münster geboren. Sein Vater ist Ghanaer, die Mutter Deutsche.[1] Er begann 2002 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, ging 2004 für ein Jahr an die Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und setzte es dann an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit dem Schwerpunkt Völker- und Europarecht fort. Er ist seit 2000 als freier Journalist tätig.

Eine von Oppongs Recherchen betraf den Rundfunkrat des WDR und die WDR mediagroup. Er übersandte dem WDR 2006 eine Liste mit Unternehmen und fragte an, mit welchen der WDR im geschäftlichen Kontakt stehe. Ziel war es, mögliche Verbindungen von Rundfunkratsmitgliedern mit den Unternehmen aufzudecken. Die Weigerung des WDR führte zu einem Rechtsstreit, den der Sender in dritter Instanz vor dem Bundesverwaltungsgericht verlor,[2] woraufhin die Auskunft erteilt werden musste. 2014 erhielt Marvin Oppong für sein Blog zu diesem Vorgang den Sonderpreis Medienkritik beim Alternativen Medienpreis.[3]

Oppong war von 2009 bis 2010 ein Autor des Blogs Carta. 2014 veröffentlichte Oppong, wie mehrere andere Journalisten, eine Arbeit über den Einfluss von bezahlten Auftragsautoren in der deutschsprachigen Wikipedia.[4] Die Studie wurde in den Medien verbreitet,[5][6][7] allerdings auch inhaltlich und methodisch kritisiert.[8][9][10] Der Pressesprecher von Wikimedia Deutschland bestätigte gegenüber dem Magazin Cicero, dass es Versuche gebe, verdeckte PR in die Wikipedia einzubringen, kritisierte aber, dass es zu neun der zehn von Oppong vorgeschlagenen Lösungsansätzen bereits „bestehende Projekte“ innerhalb der Wikipedia gebe.[8]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein strahlendes Land – Mit dem Geigerzähler durch Deutschland, Dokumentarfilm, D 2019, 74 min.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marvin Oppong – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Textland | Marvin Oppong. Abgerufen am 8. Dezember 2021.
  2. Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 27. Mai 2013 (Akz. 7 B 30.12); Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 9. Februar 2012 (Akz. 5 A 166/10); Christoph Degenhart: Anmerkung zu OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 9. Februar 2012 – 5 A 166/10, ZUM, 2012 S. 521; Verwaltungsgericht Köln, Urteil vom 19. November 2009 (Akz. 6 K 2032/08).
  3. Preisträger 2014, Webseite des Alternativen Medienpreis. Abgerufen am 6. Februar 2017.
  4. Verdeckte PR in Wikipedia – Das Weltwissen im Visier von Unternehmen. In: Otto Brenner Stiftung (Hrsg.): OBS-Arbeitsheft 76. 2014 (otto-brenner-stiftung.de [PDF]).
  5. Gefälschtes Wissen – Journalist fordert mehr Transparenz bei Wikipedia. In: Deutschlandradio Kultur. (deutschlandfunkkultur.de [abgerufen am 8. Februar 2017]).
  6. INTERNET: Verdeckte PR bei Wikipedia. In: Der Spiegel 3/2014. Abgerufen am 8. Februar 2017.
  7. Studie der Otto Brenner Stiftung: Verdeckte PR in Wikipedia. In: LobbyControl. (lobbycontrol.de [abgerufen am 8. Februar 2017]).
  8. a b Wikipedia – Das Werkzeug der Spin Doctoren. In: Cicero Online. (cicero.de [abgerufen am 8. Februar 2017]).
  9. Leonhard Dobusch: Studie der Otto-Brenner-Stiftung: „Verdeckte PR in Wikipedia“. In: netzpolitik.org. 14. Januar 2014, abgerufen am 6. Februar 2017.
  10. “Verdeckte PR in Wikipedia” – die Studie im Faktencheck. In: Wiki-Watch-Blog. 14. Februar 2014, abgerufen am 8. Februar 2017.
  11. Ein strahlendes Land. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 12. November 2021.