Mathias Götz

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Mathias Götz mit dem Alien Ensemble auf dem Heimatsound Festival 2015

Mathias Götz (* 6. Dezember 1972 in Waibstadt) ist ein deutscher Jazzmusiker (Posaune und Komposition), der seit 2004 in München lebt.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Götz stammt aus einer musikalischen Familie: Sein Vater leitete die örtliche Musikkapelle in der zweiten Generation, sein Onkel spielte dort Posaune, seine beiden Brüder waren ebenfalls Mitglieder. Mit acht Jahren begann er, Posaune zu lernen. Neben der Volks- und der konzertanten Blasmusik interessierte ihn bald auch der Jazz. Er besuchte in Sinsheim die Max-Weber-Schule (Wirtschaftsgymnasium) und von 1990 bis 1993 die Friedrich-Hecker-Schule (technisches Gymnasium), spielte nun in einer Schul-Big-Band und besuchte die Workshops von Joe Viera. Von 1994 bis 1996 absolvierte er die Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher, um dann in diesem Beruf zu arbeiten. Daneben war er Mitglied im Landesjugend-Jazzorchester Baden-Württemberg und anschließend im Bundesjazzorchester (Focus on Vocals, 1997). Er entschied sich für die Musikerlaufbahn und studierte bis 2001 am Richard-Strauss-Konservatorium München Jazzposaune bei Hermann Breuer, Komposition bei Thomas Zoller sowie klassische Posaune bei Thomas Horch (Soloposaunist des Münchner Rundfunkorchesters).

Nach einem einjährigen Aufenthalt in Wien ist Götz als freischaffender Musiker in München aktiv. Er spielte in zahlreichen Projekten; darunter die Unterbiberger Hofmusik und die Jazz-Formationen Allotria Jazzband, Claus Raible Bop-Chestra, Earforce oder Das Rote Gras. Das Septett Windstärke 4 mit, wie der Name andeutet, vier Bläsern in der Frontline war zunächst die wichtigste Formation, für die er komponierte. 2007 veröffentlichte er zusammen mit Robert Alonso eine LP des Projekts RoBErT GoEtZ, die nur aus seiner Stimme entstanden ist. Derzeit beschäftigt ihn das Soloprojekt Le Millipede; er war auch für das Tied and Tickled Trio tätig und ist auf den Alben von Efterklang, Ballon Pilot, sowie von Carl Oesterhelt/Johannes Enders (The Anatomy of Melancholy) zu hören.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Besprechung Süddeutsche Zeitung 12. Juni 2015
  2. Hochzeitskapelle: The World is full of songs | gutfeeling records. In: www.gutfeeling.de. Abgerufen am 2. Dezember 2016.
  3. Martin Pfnür: Komplettentfesselung. In: sueddeutsche.de. 2017, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 1. November 2017]).