Maurice Müller (Politiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Maurice Müller (2019)

Maurice Müller (* 6. März 1983 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen) und Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Müller wuchs in Kassel auf und legte dort sein Abitur ab. Seinen Zivildienst absolvierte er in einer Behindertenschule mit der Einzelbetreuung eines behinderten Kindes. Müller studierte an staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt und schloss dort 2006 den Bachelor of Arts ab. Müller absolvierte den Masterstudiengang Politische Kommunikation an der Universität Bielefeld sowie an der Sciences Po in Paris. Schwerpunkt des Studiums in Bielefeld ist die Analyse politischer und weiterer gesellschaftlicher Kommunikationssysteme auf Basis der Systemtheorie Niklas Luhmanns. Im Rahmen des universitären Qualifikationsprogramms Europa Intensiv absolvierte Müller ein Praktikum in der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union in Brüssel. An der Sciences Po Paris studierte Müller "Affaires Européennes" mit den Schwerpunkten Europarecht, Europäische Wirtschaftspolitik und PR. Er absolvierte zudem im Rahmen des Campus of Excellence ein Projekt zur Kommunikation der Stiftungen der Commerzbank in Frankfurt am Main.

Er ist seit 2011 beim Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme in Bremerhaven als Qualitäts- und Kommunikationsmanager angestellt.

Müller studierte berufsbegleitend von 2013 bis 2014 an der Hochschule Bremerhaven Digitale Medienproduktion.

Müller ist verheiratet und wohnt im Stadtteil Geestemünde in Bremerhaven.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Müller war seit 2009 Mitglied und später Beisitzer der Grüne Jugend in Kassel und wurde Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. 2012 wechselte er zum Kreisverband Bremerhaven und ist seit 2013 Beisitzer in deren Kreisvorstand.

Stadtrat in Bremerhaven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 wurde er zum Stadtrat für Umwelt und damit in den Magistrat der Seestadt Bremerhaven gewählt.[1] Müller eröffnete in dieser Funktion ein Klimastadtbüro[2] und unterstützte die Gründung des ersten Jugendklimarats in Bremerhaven.[3] Im September 2014 wurde Bremerhaven unter der Führung des Umweltschutzamts zusammen mit Bremen Fairtrade Stadt.[4] Zusammen mit dem Jugendklimarat eröffnete Müller im Dezember 2014 das erste Repair-Café in Bremerhaven.[5]

Nach den Wahlen in Bremen 2015 wurde er Stadtrat für Gartenbau.[6] Das Gartenbauamt sanierte im Rahmen seiner Dezernatsleitung den Holzhafen Geestemünde[7] und wertete den Grünbereich um den Holzhafen auf.[8] Das Gartenbauamt schuf zudem im Rahmen des Wettbewerbs "Stadtgrün naturnah" mehr Wildblumenwiesen[9] und Blühstreifen[10] und führte über einen gemeinsamen Wettbewerb die Schulgärten in Bremerhavener Schulen, zusammen mit dem Schulamt, wieder ein.[11]

Müller war bis 2019 Stadtrat für Gartenbau.

Kandidatur zum Deutschen Bundestag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2016 wurde Müller von den Bremer Grünen für die Bundestagswahl 2017 sowohl zum Direktkandidat im Wahlkreis 55 Bremen II Bremerhaven als auch auf Platz 2 der Landesliste der Grünen hinter Kirsten Kappert-Gonther gewählt.[12]

Bremische Bürgerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2019 wurde Müller in die Bremische Bürgerschaft gewählt. Er ist Sprecher der Grünen-Fraktion für Innovation und Technologie sowie Sprecher für Häfen, Fischerei und Schifffahrt.

Müller ist Vorsitzender des Ausschusses für die Angelegenheiten der Häfen im Lande Bremen sowie Mitglied in der Deputation für Arbeit und Wirtschaft, im Ausschuss für Wissenschaft, Medien, Datenschutz und Informationsfreiheit, im Controllingausschuss und im Petitionsausschuss.

Müller wurde 2020 Mitglied der ersten Enquete-Kommission der Bürgerschaft zur Erarbeitung einer Klimaschutzstrategie für das Land Bremen.[13]

Weitere Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maurice Müller: Keine Angst vor Digitalisierung In: Ingrid Kadisch (Hrsg.): Wertefundierte Organisationsentwicklung Methoden, Ansätze, Wirkfaktoren. 1. Auflage, tredion, Bielefeld 2019, ISBN 3748214278, S. 165–189 (Buch auf Google Books).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Maurice Müller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neuer Umweltstadtrat: Maurice Müller einstimmig von Stadtverordnetenversammlung gewählt – Bremerhaven.de. 16. Mai 2014, abgerufen am 5. August 2019.
  2. Bremerhaven macht wichtigen Schritt auf dem Kurs Klimastadt: Klimastadtbüro wird eröffnet – Bremerhaven.de. 24. November 2014, abgerufen am 16. Januar 2020.
  3. Jugendklimarat wächst zusammen - klimastadt-bremerhaven.de. Abgerufen am 5. August 2019.
  4. Bremerhaven wird Fairtrade Stadt. Senat Bremen https://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.102218.de&asl=bremen146.c.25714.de
  5. Jugendklimarat eröffnet eigenes Repair Café - klimastadt-bremerhaven.de. Abgerufen am 5. August 2019.
  6. Neuer Magistrat steht - Veränderungen in einigen Dezernaten – Bremerhaven.de. 3. Juli 2015, abgerufen am 16. Januar 2020.
  7. Holzhafen – Bremerhaven.de. 20. August 2018, abgerufen am 5. August 2019.
  8. 2. Bauabschnitt am Holzhafen - Umgestaltung der Grünanlage – Bremerhaven.de. 22. Mai 2019, abgerufen am 16. Januar 2020.
  9. NABU pflanzt Staudenbeet am Elbinger Platz – Bremerhaven.de. 13. November 2018, abgerufen am 16. Januar 2020.
  10. Label „Stadtgrün naturnah“ startet in neue Runde – Treffpunkt Kommune. Abgerufen am 5. August 2019 (deutsch).
  11. Siegerehrung des 1. Bremerhavener Schulgarten-Wettbewerbs – Heinrich-Heine-Schule Bremerhaven. Abgerufen am 5. August 2019.
  12. Antje Stürmann: Maurice Müller auf Platz zwei. Abgerufen am 5. August 2019.
  13. Grüne Mitglieder für Klimaschutz-Enquete-Kommission nominiert | Grüne Bremen. Abgerufen am 30. Januar 2020.