Maximilian Preibisch

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Maximilian Preibisch (* 23. November 1877 in Prasseditz, Böhmen; † 10. Januar 1940 in Boizenburg/Elbe; auch: Max Preibisch) war ein in Deutschland lebender Bildhauer mit österreichischer Staatsbürgerschaft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximilian Preibisch wurde in dem kleinen böhmischen Ort Prasseditz bei Teplitz geboren. Als österreichischer Staatsbürger studierte er von 1902 bis 1908 an der Akademie für Bildende Künste Wien bei Edmund von Hellmer und Hans Bitterlich. Dann verließ er Österreich, um in Hamburg ein erstes Atelier zu gründen. Er heiratete 1913 die Malerin Therese Preibisch-Lemm (* 1893 Boizenburg; † 1972 Lüdenscheid).[1] Beide führten in Hamburg-Bergedorf ein gemeinsames Atelier, das der Vater der Frau, Eigentümer der F. Lemm Schiffswerft Boizenburg, bis 1917 finanzierte. Danach siedelte das Paar in die beschauliche Kleinstadt Boizenburg über.[1] Hier gründeten sie 1923 den Boizenburger Kunstverein. Therese Preibisch-Lemm verließ verbittert 1959 die damalige DDR und verzog nach Lüdenscheid.

Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowohl Maximilian Preibisch als auch seiner Frau gelang es nicht, sich in einer für Künstler schwierigen Zeit eine einträgliche künstlerische Karriere zu erarbeiten. Sein Wirken blieb trotz einiger bemerkenswerter Arbeiten regional begrenzt, ihres bis heute weitgehend unbekannt.

Werkauswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grabrelief für Paul Georg Rolfs, Friedhof Boizenburg, nach 1918
  • Kriegerdenkmal mit Bronzemedaillon auf dem FriedhofZahrensdorf, Bronzemedallion mit der Darstellung eines betenden Soldaten, Einweihung 19. Oktober 1920[2]
  • Gedenktafel der 1914–18 gefallenen Lehrer und Schüler des Heinrich-Hertz-Realgymnasiums Hamburg, März 1921
  • Ehrenmal der Groszheim'schen Realschule auf dem Vorwerker Friedhof zu Lübeck, Enthüllt am 22. Dezember 1922
  • Grabmal für Anton Pretschendörfer, Friedhof Boizenburg, um 1923
  • „Mutter mit Kind“, Grabplastik Grab Louise Ziegert, Friedhof Boizenburg, von 1926
  • Kriegerdenkmal 1914–18, Friedhof Boizenburg, errichtet 1926
  • Kriegerdenkmal 1914–18 Kiel
  • Schwerin, Schloßstraße 32–34, 8 Figuren als Bauschmuck, von 1928
  • Büste Georg Adolf Demmler im Demmlerhof, Schwerin, um 1928 (Zuschreibung)
  • Tierreliefs am Haus An der Quöbbe Nr. 20 in Boizenburg, im Auftrag des Tierarztes Wilhelm Brumm
  • Zwei Figuren und vier Reliefs, ehemaliges Landratsamt in der Hagenstraße in Hagenow, von 1928/29
  • Wappenrelief am Rathaus Zarrentin, von 1934
  • Reichsadler für die NSDAP-Gauschule in Schwerin, von 1936
  • Wandrelief „Arbeit in Boizenburg“ in der Empfangshalle des Bahnhofs (heute Gaststätte) der Stadt- und Hafenbahn Boizenburg, Vor dem Mühlentor 14, von 1937/38
  • Sechs überlebensgroße allegorische Wandfiguren für das Hansa-Filmtheater in der Maßmannstraße in Rostock, von 1937[3]
  • Relief mit Allegorischen Figuren, Schwanheider Weg Nr. 20 in Boizenburg, Wohnhaus Otto Allmeling, von 1938

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katalog: 200 Jahre Boizenburger Bildende Künstler, Ausstellung im Heimatmuseum Boizenburg vom 11. Oktober bis 31. Dezember 1998
  • V. Probst u. H. Lorenzen (Hrsg.): Bildende Kunst in Mecklenburg (Begleitbuch zur Ausstellung „Schönheit pur. Mecklenburg - ein Land für Künstler 1900 bis 1945“, Güstrow u. Rostock 2010). Rostock 2010 (ISBN 978-3-356-01406-8)
  • Uwe Wieben: Maximilian Preibisch - ein Bildhauer in Boizenburg. (Hrsg.): Boizenburger Museumsfreunde, Boizenburg 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maximilian Preibisch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Uwe Wieben: Therese Preibisch Lemm. In: Boizenburger Biographien. Neuer Hochschulschriftenverlag, Rostock 1998, ISBN 978-3-929544-42-8, S. 46–53.
  2. Uwe Wieben: Menschen in Boizenburg: Ihr Wirken in Politik und Kultur, im Handwerk, in der Werft und in der Plattenfabrik im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Akademische Verlagsanstalt Leipzig, Leipzig 2013, S. 83.
  3. Knuth Wolfgramm (Hrsg.): Jeder Mensch ein Künstler (Beuys). 200 Jahre Boizenburger bildende Künstler. Neuer Hochschulschriftenverlag, Rostock 1998, ISBN 978-3-929544-71-8, S. 12 f.