McDonald’s Kinderhilfe

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Ronald-McDonald-Haus („Hundertwasser-Haus“) in Essen
Ronald-McDonald-Haus in Bad Oeynhausen
Ronald-McDonald-Haus in Tübingen
Ronald-McDonalds-Haus in Huddinge, Schweden

Die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung baut und betreibt „Ronald McDonald Häuser“ und „Ronald McDonald Oasen“ und steht im Bezug zur Schnellrestaurant-Kette McDonald’s. Die Stiftung kümmert sich um Familien schwer kranker Kinder und setzt sich für sie ein. Die Stiftung wurde im Jahre 1987 als Ronald McDonald Kinderhilfe gegründet und erhielt im Jahre 1997 ihren heutigen Namen. Die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung ist eine Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Stiftung Ronald McDonald House Charities. Sie kooperiert in Deutschland eng mit McDonald’s und dient der Mutterfirma auch als Werbeträger.

Die erste Aufsichtsratsvorsitzende war die SPD-Politikerin und frühere Bundestagspräsidentin Annemarie Renger. Ihre Nachfolgerin wurde im Jahre 1997 Rita Süssmuth.[1]

Ronald McDonald Häuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ronald McDonald Häuser sind die nach dem McDonald’s-Maskottchen Ronald McDonald benannten Einrichtungen der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung. Sie dienen dazu, Familien schwer kranker Kinder während einer Krankenhausbehandlung in unmittelbarer Nähe ihres kranken Kindes unterzubringen und so die emotionale Belastung für alle zu reduzieren. Ronald McDonald Häuser befinden sich in der Nähe von großen Kinderkrankenhäusern, die eine überregionale Bedeutung haben. Es gibt in Deutschland 22 solcher Häuser. Im Regelfall unterstützen die in der jeweiligen Region tätigen Franchisenehmer von McDonald’s „ihre“ lokalen Häuser und engagieren sich zu ihrem Unterhalt.

Das erste Ronald McDonald Haus wurde im Jahre 1974 in Philadelphia, Pennsylvania, USA, eröffnet. In Deutschland eröffnete das erste Ronald McDonald Haus in der Stadt Kiel. Aktuell stehen Häuser in Aachen, Bad Oeynhausen, Berlin-Buch, Berlin-Wedding, Cottbus, Erlangen, Essen – das Hundertwasser-Haus im Grugapark, Hamburg-Eppendorf, Hamburg-Altona, Homburg, Jena, Kiel, Köln, Leipzig, Lübeck, Mainz, München-Großhadern, München am Deutschen Herzzentrum, Oldenburg (Oldb.), Passau und Sankt Augustin. Die drei neuesten Häuser wurden in Sankt Augustin, Tübingen, Hamburg-Altona und Passau eröffnet. Seit der Gründung 1987 investierte die Stiftung über 110 Millionen Euro in Projekte für schwer kranke Kinder in Deutschland. Seit 1974 wurden weltweit über 440 Millionen Dollar von der Mutter-Organisation in soziale Projekte investiert.

Ronald McDonald Oasen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ronald McDonald Oasen“ sind Rückzugsorte direkt in der Klinik, in die sich Kinder und ihre Angehörigen zurückziehen können, während die Kinder in ambulanter Behandlung sind. Es gibt deutschlandweit fünf solcher Ronald McDonald Oasen. Sie liegen in Sankt Augustin, Erlangen, Köln, Hamburg-Altona und Passau.

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz gibt es jeweils ein Haus in Basel, Bellinzona, Bern, Luzern, St. Gallen und zwei in Genf.[2]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gemeinnützigen Einrichtungen erfüllen auch einen werbestrategischen Nutzen. Dies wird bereits durch den Namensbezug und das Logo deutlich.[3]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In den USA wurde unter der Schirmherrschaft der amerikanischen McDonald’s Kinderhilfe der Film Comic-Stars gegen Drogen produziert.
  • Bereits 1986 wurde in Gießen ein Ronald McDonald-Haus eröffnet.[4] Nachdem die Zusammenarbeit mit McDonalds beendet wurde, wird das Haus als Familienzentrum für krebskranke Kinder weitergeführt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willy Schneider: McMarketing - Einblicke in die Marketing-Strategie von McDonald’s. Gabler, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8349-0160-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ronald McDonald House Charities – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Kuratorium der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung (abgerufen am 28. Oktober 2012).
  2. Neue Ronald McDonald Häuser im Tessin und in Genf. Abgerufen am 8. Juni 2011.
  3. Siegfried Pater: Zum Beispiel McDonald’s. Lamuv, 2. Auflage 2003, ISBN 3-88977-595-0, S. 32–34.
  4. Mehr als eine Übernachtungsmöglichkeit (abgerufen am 4. Februar 2017).