Melpers

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Melpers
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Melpers hervorgehoben
Koordinaten: 50° 33′ N, 10° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs­gemeinschaft: Hohe Rhön
Höhe: 490 m ü. NHN
Fläche: 2,83 km²
Einwohner: 85 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98634
Vorwahl: 036946
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 043
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hintere Dorfstr. 2
98634 Melpers
Webpräsenz: www.vgem-hoherhoen.de
Bürgermeisterin: Anja Schmuck
Lage der Gemeinde Melpers im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
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Melpers ist die kleinste Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Kaltensundheim hat.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Melpers liegt in der Rhön sechs Kilometer südlich von Kaltensundheim und drei Kilometer nördlich von Fladungen an der Grenze von Thüringen nach Bayern. Die Gemarkung liegt im Tal der Streu, die über die Fränkische Saale dem Main zufließt und ist vom Rest Thüringens durch einen rund 600 Meter aufragenden Höhenzug getrennt, der im 662 Meter hohen Stellberg gipfelt und die Wasserscheide zwischen Main und Werra/Weser darstellt. Die Bundesstraße 285 ist die einzige überörtliche Straße, die Melpers erschließt. Sie überwindet den Höhenzug westlich des Stellbergs mit einem Anstieg auf 597,7 Meter.

Evangelische Kirche, 1587

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde die Gemeinde im Jahr 1317 als Albrechtis erwähnt. Im 14. Jahrhundert war das Dorf völlig verschwunden und wurde erst im Jahr 1555 neu gegründet, nachdem die Söhne des sächsischen Herzogs Friedrichs des Großmütigen das Amt Lichtenberg erworben hatten.[2] Der Ort gehörte seitdem zu dessen Vordergericht, von dem es territorial durch das würzburgische Amt Fladungen getrennt war. 1587 wurde die Dorfkirche erbaut, die noch steht.

Die Würzburger Landwehr auf den Höhen nördlich von Melpers, ein etwa 30 Meter breiter mittelalterlicher Befestigungsstreifen aus Wall und Graben, später Gebiet des Königreichs Bayern, trennte die zum Amtsgerichtsbezirk Ostheim gehörende Exklave vom Stammland Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.[3][4]

Während die Exklave Ostheim seit 1945 der amerikanischen Besatzungszone angegliedert wurde und somit zu Bayern kam, lag Melpers auf der thüringischen Seite Jahrzehnte lang unmittelbar an der Innerdeutschen Grenze in der Sperrzone der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR. Der innere Grenzzaun schloss teilweise an die Hausgärten an. Seit der Wiedervereinigung ist ein Teil der Gemarkung Melpers wegen dieser Grenzlage Teil des Grünen Bandes Deutschland. Die Bundesstraße 285 endete auf bayerischer Seite bis 1989 als Parkplatz vor einem zugeketteten Tor mit einem Blick auf Melpers.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus dem Bürgermeister sowie sechs weiteren gewählten Gemeinderatsmitgliedern.

  • Wählergemeinschaft Melpers 6 Sitze

(Stand: Kommunalwahl 2014)[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Nachfolgerin für die ehrenamtliche Bürgermeisterin Sonja Bittorf wurde in der Stichwahl am 19. Juni 2016 der bisherige Vizebürgermeister Manuel Tügend gewählt.[6] Dieser nahm die Wahl allerdings nicht an, so dass der Ort seit dem 1. Juli 2016 von einem Beauftragten geführt wurde.[7] Am 16. Oktober 2016 wurde in einer weiteren Stichwahl Anja Schmuck zur Bürgermeisterin gewählt.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Melpers im Rhönlexikon
  3. Ausstellung „Grenzen trennen – Grenzen verbinden 20 Jahre Wiedervereinigung“ in Bad Neustadt a.d.Saale eröffnet, Meldung des Bayerischen Landesamtes für Vermessung und Geoinformation vom 30. März 2011
  4. Bayernatlas: Amtliche Karte historisch
  5. wahlen.thueringen.de, abgerufen am 20. August 2016
  6. Wahlen Thüringen, abgerufen am 20. August 2016
  7. Beauftragte statt Bürgermeister, aufgerufen am 20. August 2016
  8. Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön: Ergebnisse der Bürgermeister-Stichwahlen vom 16.10.2016, aufgerufen am 21. Oktober 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Melpers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien