Michael Ebmeyer

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Michael Ebmeyer in der Urania (Berlin, 2017)

Michael Ebmeyer (* 10. Januar 1973 in Bonn) ist ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Übersetzer.

Er wuchs in Bielefeld auf, studierte in Tübingen und Barcelona und lebt derzeit in Berlin. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Tübingen, bevor er sich als Schriftsteller selbständig machte. 2001 debütierte er mit dem Erzählband Henry Silber geht zu Ende. Seither hat er unter anderem die Romane Plüsch, Achter Achter, Der Neuling und Landungen, aber auch Sachbücher wie die Gebrauchsanweisung für Katalonien verfasst.

Michael Ebmeyer ist außerdem Mitglied der literarisch-musikalischen Gruppe „Fön“, zusammen mit den Autoren Tilman Rammstedt und Florian Werner und dem Musiker Bruno Franceschini. Von 2005 bis 2008 schrieb Ebmeyer Kolumnen für das Magazin Neon. Sein Roman Der Neuling ist die Vorlage für die Filmkomödie Ausgerechnet Sibirien, zu der Ebmeyer gemeinsam mit Minu Barati auch das Drehbuch verfasste.

Seit 2015 veröffentlicht Michael Ebmeyer in unregelmäßigen Abständen kürzere Essays bei "Freitext" auf ZEIT Online.[1] Seine Themenschwerpunkte dabei sind das Lachen, die Propagandastrategien der sogenannten "neuen Rechten", der Zustand der deutschen Linken, die katalanische Unabhängigkeitsbewegung sowie aktuelle politische Entwicklungen in Lateinamerika, vor allem in Bolivien.

Er ist Co-Autor von Heiko Maas' Buch Aufstehen statt wegducken. Eine Strategie gegen Rechts (2017) und von Stephan A. Jansens Die Befreiung der Bildung (2018).

Als Moderator und Dolmetscher gestaltete er zweisprachige Lesungen und Diskussionsveranstaltungen unter anderem mit Jordi Puntí, Pep Guardiola und Lluís Llach.

Für diverse Verlage, Medien und Museen übersetzt Ebmeyer aus dem Englischen, Spanischen und Katalanischen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Fön

  • K.L. McCoy: Mein Leben als Fön. Abenteuerroman, kollektiv verfasst. Piper, München 2004, ISBN 3-492-27079-4.
  • Wir haben Zeit. Audio-CD. Traumton (Indigo), 2004.
  • Ein bisschen plötzlich. Audio-CD. Traumton (Indigo), 2007.

Drehbuch

Als Co-Autor

  • Heiko Maas unter Mitarbeit von Michael Ebmeyer: Aufstehen statt wegducken. Eine Strategie gegen Rechts. Piper, München 2017, ISBN 978-3-492-05841-4.
  • Stephan A. Jansen mit Michael Ebmeyer: Die Befreiung der Bildung. Nicolai, Berlin 2018, ISBN 978-3-96476-001-2.

Als Übersetzer

  • J. H. Fraser, M. Vishniac-Kohn, A. Pomerance (Hrsg.): Roman Vishniacs Berlin. Aus dem Englischen von Michael Ebmeyer. Nicolai, Berlin 2005, ISBN 3-89479-256-6.
  • Jordi Puntí: Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz. Roman. Aus dem Katalanischen von Michael Ebmeyer. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2013, ISBN 978-3-462-04523-9.
  • Néstor Mendoza: Sprengkopf. Gedichte. Aus dem venezolanischen Spanisch von Michael Ebmeyer. hochroth, Heidelberg 2020, ISBN 978-3-903182-52-3.
  • Jordi Puntí: Messi. Eine Stilkunde. Aus dem Katalanischen von Michael Ebmeyer. Kunstmann, München 2020, ISBN 978-3-95614-361-8.
  • Rery Maldonado Galarza: Chaosforschung. Gedichte. Aus dem bolivianischen Spanisch von Michael Ebmeyer. hochroth, Heidelberg 2020, ISBN 978-3-903182-66-0.
  • Najat El Hachmi: Eine fremde Tochter. Roman. Aus dem Katalanischen von Michael Ebmeyer. Orlanda, Berlin 2020, ISBN 978-3944666655.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datenbanken
Inhaltliches

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Ebmeyer – Schriftsteller. In: Die Zeit. Abgerufen am 29. Februar 2020 (Essays von Michael Ebner in Die Zeit).
  2. Gespräch von Christoph Bock (parapluie) mit dem Autor über sein Buchdebüt
  3. Menschen im Aufbruch Michael Ebmeyer: "Landungen", Rezension von Olga Hochweis beim Deutschlandradio Kultur vom 25. November 2010.