Michael Hüther

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Michael Hüther (2011)

Michael Hüther (* 24. April 1962 in Düsseldorf) ist ein deutscher Wirtschaftsforscher und Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hüther studierte Wirtschaftswissenschaften sowie Mittlere und Neuere Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der University of East Anglia in Norwich. 1990 wurde er im Fach Volkswirtschaftslehre zum Dr. rer. pol. promoviert (summa cum laude) mit einer Dissertation zum Thema „Integrierte Steuer-Transfer-Systeme für die Bundesrepublik Deutschland. Normative Konzeption und empirische Analyse“.

Wissenschaftliche Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1987 bis 1991 war Hüther Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft der Universität Gießen. Von 1990 bis 1995 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stab und von 1995 bis 1999 als Generalsekretär sowie Leiter des wissenschaftlichen Stabes des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Wiesbaden. Von 1999 bis 2004 war er Chefvolkswirt und von 2001 bis 2004 Bereichsleiter Volkswirtschaft und Kommunikation der DekaBank Deutsche Girozentrale in Frankfurt. Seit 1995 war er Dozent und seit 2001 Honorarprofessor an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel. Außerdem ist er seit Juli 2004 Direktor und Mitglied des Präsidiums des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Marketing-Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2009 wurde Hüther als Testimonial für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft aktiv.[1] Er engagierte sich im Rahmen einer PR-Kampagne für die Aussage „Soziale Marktwirtschaft macht’s besser… weil sie aus Wettbewerb Wohlstand generiert.“[2]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 wurde Michael Hüther mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Entstehung und Ausbau der landesherrlichen Steuer im spätmittelalterlichen Bayern: ein Beitrag zur Finanzgeschichte. Gießen 1986.
  • Der Dreißigjährige Krieg als fiskalisches Problem: Lösungsversuche und ihre Konsequenzen. Gießen 1987.
  • Microsimulation of alternative tax and transfer systems for the Federal Republic of Germany. Gießen 1989.
  • Probleme der Tarifgestaltung in integrierten Steuer-Transfer-Systemen. Gießen 1989.
  • Geistesgeschichtliche Ursachen für die Entstehung der Nationalökonomie: Adam Smith, Aufklärung und Theodizee. Gießen 1989.
  • Integrierte Steuer-Transfer-Systeme für die Bundesrepublik Deutschland: normative Konzeption und empirische Analyse. Berlin 1990.
  • Zum aktuellen Integrationsbedarf in der deutschen Steuer- und Sozialpolitik. Gießen 1990.
  • mit Friedrich Hinterberger: Selbstorganisation: Märkte, Staat und Institutionen; zu Herkunft und Bedeutung der Idee der Selbstorganisation in der Nationalökonomie. Gießen 1991.
  • mit Hans-Georg Petersen: Taxes and transfers: financing German unification. Gießen 1991.
  • Aufkommens- und Verteilungswirkungen von Grundeinkommensvorschlägen. Gießen 1991.
  • Ist die Finanzpolitik noch zu retten? Gießen 1992.
  • Integration der Transformation: Überlegungen zur Wirtschaftspolitik für das vereinigte Deutschland. Gießen 1992.
  • mit Hubertus Bardt: Angebotsorientierte Umweltpolitik: Positionsbestimmung und Perspektiven. Köln 2006.
  • Die disziplinierte Freiheit. Eine neue Balance von Markt und Staat. Murmann, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86774-130-9.
  • mit Hubertus Bardt: Verhaltensökonomik und Ordnungspolitik. Zur Psychologie der Freiheit. IW Medien, Köln 2011, ISBN 978-3-602-24147-7.
  • Wir dürfen Deutschland nicht überfordern. (zur Euro-Krise, 12. Juni 2012, zeit.de)

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michael Hüther – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. INSM-Kampagne „Soziale Marktwirtschaft macht’s besser“, 13. Dezember 2009, unter Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft International, sowie Motive zur Kampagne "Soziale Marktwirtschaft macht’s besser", insm.de.
  2. vgl. INSM-Kampagne „Soziale Marktwirtschaft macht’s besser“, 13. Dezember 2009, unter Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft International, sowie Motive zur Kampagne "Soziale Marktwirtschaft macht’s besser", insm.de.
  3. vgl. INSM-Kampagne „Soziale Marktwirtschaft macht’s besser“, 13. Dezember 2009, unter Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft International, sowie Motive zur Kampagne "Soziale Marktwirtschaft macht’s besser", insm.de.