Michael Mietke

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Cembalo im Schloss Charlottenburg

Michael Mietke (* 1671; † 1729) war ein norddeutscher Cembalo- und Harfenbauer. Die korrekte Schreibweise des Familiennamens lautet Miedtke, man findet für seinen Familiennamen phonetisch bedingte andere Schreibweisen wie Mietke, Miethke, Miedecke, Midecke, Medicke [1]. Seine Söhne Michael (1702–1754) und Georg (1704–1770) wurden gleichfalls Instrumentenbauer, ebenso Georgs Sohn Friedrich (1746–1805).

Offenbar lebte Michael Miedtke sein ganzes Leben lang in Berlin; spätestens ab 1695 baute er dort Instrumente. 1707 folgte er Christoph Werner als preußischer Hoflieferant. Er baute 1718 auf persönliche Bestellung von Johann Sebastian Bach ein Cembalo für den Köthener Hof – vielleicht das Instrument, für das Bach das 5. Brandenburgische Konzert komponierte. Bach gab es nicht nur bei Miedtke persönlich in Auftrag, sondern reiste 1719 wieder nach Berlin und holte das Instrument persönlich ab.[2]

Drei der Instrumente Michael Miedtkes sind bis heute erhalten. Zwei stehen im Schloss Charlottenburg, Berlin (ein einmanualiges Cembalo, unsigniert, ehemals Eigentum von Königin Sophie Charlotte, und ein zweimanualiges Cembalo, auch dieses unsigniert), das dritte im Hälsingland-Museum, Hudiksvall (ein einmanualiges Cembalo, signiert Berlin 1710).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nachgewiesen in der wissenschaftlichen Forschungsarbeit, die auf Originaldokumenten beruht, von Renkewitz, Werner und Jan Janca: Geschichte der Orgelbaukunst in Ost- und Westpreußen von 1333 bis 1944. Band 1. Würzburg: Verlag Weidlich 1984, S. 219
  2. http://www.bachueberbach.de/johann-sebastian-bach/die-bachst%C3%A4dte-und-bachorte-a-b-c-d/die-bachst%C3%A4dte-berlin-dresden-gera-c/