Mitsui O.S.K. Lines

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Mitsui O.S.K. Lines, Ltd.
Logo
Rechtsform Kabushiki kaisha (Aktiengesellschaft)
ISIN JP3362700001
Gründung 1872
Sitz Minato, Tokio, Japan
Leitung Junichiro Ikeda (CEO)
Mitarbeiter 10.508[1]
Umsatz 1.817,07 Mrd. JPY[1]
14,09 Mrd. EUR[2]
Branche Schifffahrt
Website www.mol.co.jp
Stand: 31. März 2015

Containerschiff MOL Endowment in Bremerhaven

Die Mitsui O.S.K. Lines, Ltd. (jap. 株式会社商船三井 Kabushiki kaisha Shōsen Mitsui; MOL), gelistet im Nikkei 225, ISIN JP3362700001, ist eine der größten Reedereien der Welt mit Sitz in Tokio (Japan). Vor mehr als 120 Jahren als Teil des Mitsui-Zaibatsu (Konglomerat im Familienbesitz) gegründet, ist die Firma heute ein selbständiger Bestandteil der Mitsui-Keiretsu (Unternehmensgruppe).

1964 erfolgte die Fusion der Mitsui Lines und der Osaka Shosen Kaisha zur Mitsui OSK Line (MOL).

MOL und ihre Tochtergesellschaften verfügen zusammen über eine Flotte von mehr als 700 Schiffen, die u. a. Containerschiffe, Massengutfrachter, Autotransporter, Kreuzfahrtschiffe, Fährschiffe und Schlepper umfasst. Zur MOL gehören u. a. auch eine Logistik- sowie eine Hafenbetriebsgesellschaft.

In Japan betreibt MOL ein dichtes Netz von Fährlinien, die alle wesentlichen Häfen des Landes miteinander verbinden. Im Bereich der Containerschifffahrt zählt MOL zu den 20 größten Reedereien der Welt, die mit ihren Schiffen zahlreiche Linien vor allem in Ostasien, nach Europa und zur amerikanischen Westküste bedient. Hierfür werden u. a. die derzeit weltgrößten Containerschiffe mit jeweils über 20.000 TEUR eingesetzt (Stand Mai 2017).

Zusammen mit den Reedereien APL/NOL (Singapur) und Hyundai Merchant Marine (Südkorea) bildet MOL das Konsortium The New World Alliance (TNWA).

Im Mai 2016 wurde mit Hapag Lloyd, Nippon Yūsen, “K” Line, Yang Ming Line und Hanjin Shipping „The Alliance“ gegründet.[3][4]

Die drei größten japanischen Containerreedereien NYK, MOL und K-Line vereinbarten im Oktober 2016, ihre Containeraktivitäten zusammenzulegen und als gemeinsames Unternehmen zu betreiben.[5] NYK erhielt mit einer Stellplatzkapazität von 592.000 TEU einen 38-prozentigen Anteil, K-Line mit 358.000 TEU und MOL mit 491.000 TEU jeweils 31 %.[6] Am 7. Juli 2017 wurde die neue Gesellschaft Ocean Network Express (ONE) gegründet und nahm ihre Arbeit am 1. April 2018 auf.[7][8] Sie steht mit einem Marktanteil von 6,6 % und einer Containerkapazität von 1.440.000 TEU an sechster[9] Stelle der größten Containerreedereien.[10]

In Deutschland ist MOL mit Niederlassungen in Bremen, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart vertreten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mitsui O.S.K. Lines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b MOL 2015 Annual Report, abgerufen am 30. Juli 2016.
  2. Umgerechnet zum Kurs am Bilanzstichtag, dem 31. März 2015.
  3. The Alliance. Abgerufen am 31. Mai 2017.
  4. Sebastian Reimann: Hapag-Lloyd gründet Großallianz, DVZ, 13. Mai 2016.
  5. Chris Cooper, Kiyotaka Matsuda: Japanese Shipping Companies to Merge Container Operations. In: gCaptain, 30. Oktober 2016 (englisch).
  6. Shock for Japanese shipping lines as merger plan is rejected by US FMC. In: The Loadstar, 3. Mai 2017 (englisch).
  7. Notice of Business Commencement of Ocean Network Express. Pressemitteilung. Ocean Network Express, 2. April 2018, abgerufen am 3. April 2018.
  8. Inauguration of Ocean Network Express. Ocean Network Express, abgerufen am 3. April 2018.
  9. Dienststart bei ONE, THB – Deutsche Schiffahrts-Zeitung, 3. April 2018.
  10. K Line, MOL und NYK taufen Joint Venture. In: Hansa – International Maritime Journal, 31. Mai 2017.