Mix Markt

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MIX Markt

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Rechtsform GmbH
Gründung 1997
Sitz Herrenberg, Deutschland
Mitarbeiterzahl ca. 1600 (Gesamtkette, Stand: 2016)[1]
Umsatz 418 Mio. (2019)[2]
Branche Lebensmitteleinzelhandel
Website www.mixmarkt.de

Mix Markt ist eine Supermarktkette in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern, die auf den Vertrieb von Frischware und Lebensmitteln für die mittel- und osteuropäischen Länderküchen spezialisiert ist. Das Unternehmen bietet ein Sortiment, das aus Lebensmitteln und Lebensmittelspezialitäten verschiedener, meist osteuropäischer Länder sowie Produkten des täglichen Bedarfs besteht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Mix Markt, eröffnet 1997 in Oerlinghausen

Der erste Markt wurde 1997 in Oerlinghausen (Nordrhein-Westfalen) eröffnet. Zugrunde lag die Idee von Artur Steinhauer (* 1959), Peter Schuju (* 1966) und Waldemar Völker (1949–2009), Einkaufsmöglichkeiten für die in Deutschland lebenden Personen aus dem ehemaligen Ostblock mit einem darauf abgestimmten Sortiment zu bieten.

Konzeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wesentlichen unterscheidet sich das Konzept eines Mix Marktes von üblichen Lebensmittelmärkten durch die spezifische Zusammensetzung des Sortimentes und durch eine Mischung der üblichen Vertriebsformen (Discount-, Super-, Groß- und Spezialitätenmarkt). Zielgruppe sind neben Endverbrauchern, die sich für die Länderküchen aus Mittel- und Osteuropa interessieren auch die Gastronomie und andere Kunden, die frische Lebensmittel (Fisch, Gemüse, Fleisch) in großen Mengen weiter verarbeiten.

In den Märkten werden Lebensmittel teilweise in relativ groß dimensionierten Verpackungen angeboten, die sonst eher in Großmärkten üblich sind, so z. B. Kartoffeln oder Zwiebeln in 10–20 kg Säcken. Frischer Fisch wird meistens unfiletiert verkauft, und Fleisch wird „geschlachtet“ in größeren Teilstücken angeboten und erst auf Wunsch zugeschnitten.

Sortiment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 40 % des Sortiments besteht aus Frischkost (Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse), 50 % aus Räucherware (Fisch, Wurst), Konserven (Gemüse-, Fisch-, Obsterzeugnisse und Salate), Tiefkühlware, Milchprodukten, Getränken und Alkoholika. Die restlichen 10 % bestehen aus Geschenkartikeln, russischem Schmuck und Haushaltswaren, wie beispielsweise die in Osteuropa verbreiteten Kochgeräte Mantowarka und Mangal.

Eingelegte Tomaten in einer Mixmarkt-Filiale

Aufgrund der Konzeption und der Zielgruppe werden unter anderem Lebensmittelspezialitäten aus Polen, dem Baltikum (Estland, Lettland und Litauen), Russland, der Ukraine, Moldawien, Kasachstan, Transkaukasien (Armenien, Georgien und Aserbaidschan), Ungarn, dem Balkanraum (Bulgarien, Rumänien, Serbien, Slowenien) und der Türkei angeboten. Mehr als die Hälfte aller vertriebenen Artikel stammt jedoch aus Deutschland. Berücksichtigung finden dabei insbesondere Lebensmittel, die in den jeweiligen Länderküchen von Mittel- und Osteuropa verwendet werden.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Mix Markt in Düren

Mix Markt ist eine Vertriebsmarke der Monolith-Gruppe. Die Märkte sind lizenzierte Partnerschaftsbetriebe in der Rechtsform der offenen Handelsgesellschaft. Die Zentrale Mix GmbH Lebensmittelhandel hat ihren Sitz in Herrenberg.

Beliefert werden die Märkte vor allem von der Unternehmensgruppe Monolith, einem Zusammenschluss der Großhandelsbetriebe Monolith Süd GmbH und Monolith International GmbH aus Herrenberg, Monolith West GmbH aus Bergheim, Monolith Nord GmbH aus Hamburg, der Monolith Mitte GmbH aus Borchen, Monolith Frost aus Leopoldshöhe und Monolith Fleisch- und Teigwarenfabrik GmbH aus Schwabach, Monolith Ost GmbH aus Roth; sowie zusätzlich von rund 100 Vertragslieferanten und Zulieferbetrieben. Bis zu 60 Prozent des Sortiments stammt von der Monolith-Gruppe.

Es gibt 190 Filialen in Deutschland. Auch im westeuropäischen Ausland (Belgien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Montenegro, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien und Zypern) wurden über 125 Märkte eröffnet.[2][1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Schwäbische Zeitung (PDF). (Nicht mehr online verfügbar.) In: Unternehmenswebsite. 8. Mai 2017, archiviert vom Original am 3. Februar 2018; abgerufen am 8. Mai 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mixmarkt.eu
  2. a b [1] In: Die Top-30-Unternehmen des deutschen Lebensmittelhandels, erstellt von Nielsen Tradedimensions.