Moritz zu Hohenlohe-Schillingsfürst

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Moritz Karl Viktor zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst, auch Moritz zu Hohenlohe-Schillingsfürst (* 6. August 1862 in Lindau im Bodensee; † 27. Februar 1940 in Schillingsfürst) war ein deutscher Staatsmann. Von 1915 bis 1940 war er Chef des Hauses Hohenlohe-Schillingsfürst.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moritz war der zweitälteste Sohn von Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1819–1901) und Marie zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1829–1897), Enkelin des russischen Generalfeldmarschalls Ludwig Adolf Peter zu Sayn-Wittgenstein und der älteste Tochter Fürst Ludwig Adolf Friedrich zu Sayn-Wittgenstein-Sayn. Fürst Moritz trat nach Absolvierung des Gymnasiums in Wiesbaden und rechts- und staatswissenschaftlichen Studien an den Universitäten Graz, Wien und Leipzig 1885 in das preußische Heer ein.

Von seinem Bruder Philipp Ernst erbte er 1915 die Standesherrschaft Schillingsfürst und die böhmische Herrschaft Podebrad (Podebrady), die nach dem Ersten Weltkrieg verkauft werden musste. Die Verwaltung der Standesherrschaft Schillingsfürst übertrug er 1924 seinem ältesten Sohn Franz Josef, ein bedeutender Genealoge, der im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche in der Fachwelt hochgelobte genealogische Werke verfasste.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1893 verheiratete er sich mit der Prinzessin und Altgräfin Rosa zu Salm-Reifferscheidt-Krautheim und Dyck, mit der er nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst meist in Altaussee (Steiermark) und München lebte. Das Paar hatte folgende fünf Kinder:

⚭ 1924 Aglae Prinzessin von Schönburg-Hartenstein (1891–1965)
  • Maria Anna zu Hohenlohe-Schillingsfürst (* 19. August 1895; † 23. März 1978)
⚭ 1916 Eugen Fürst zu Oettingen-Wallerstein (1885–1969)
  • Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst (* 30. Juli 1897; † 3. Mai 1968)
⚭ 1927 Mabel Taylor (1886–1968)
⚭ 1946 Mercedes von Krüger (1909–1996)
  • Elisabeth zu Hohenlohe-Schillingsfürst (* 18. August 1900; † 18. August 1900)
  • Philipp Ernst zu Hohenlohe-Schillingsfürst (* 17. September 1902; † 17. September 1902)

Memoiren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Denkwürdigkeiten des Fürsten Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst (Friedrich Curtius, Hrsg.), Stuttgart 1906, 2 Bände (englische Ausgabe: Memoirs of Prince Chlodwig of Hohenlohe-Schillingsfürst, London 1907). 3. Band: Denkwürdigkeiten der Reichskanzlerzeit (K. A, von Müller, Hrsg.), Stuttgart 1931.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]