Multiple Chemikalien-Sensitivität

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Klassifikation nach ICD-10
T78.4 Allergie, nicht näher bezeichnet
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Die Multiple Chemikalien-Sensitivität oder Vielfache Chemikalienunverträglichkeit (abgekürzt MCS von englisch Multiple Chemical Sensitivity) ist eine chronische Multisystem-Erkrankung mit z. T. starken Unverträglichkeiten von vielfältigen flüchtigen Chemikalien, wie z. B. Duftstoffen, Zigarettenrauch, Lösemitteln oder Abgasen. Die Konzentrationen dieser symptomauslösenden Stoffe liegen weit unterhalb der Schwellkonzentration, die bei gesunden Personen Reizungen oder toxische Wirkung ausweisen.

Definition und Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synonym oder im gleichen Zusammenhang werden Bezeichnungen wie Multiple Chemical Sensitivity-Syndrom (MCS-Syndrom), multiple Chemikaliensensitivität, multiple Chemikalienunverträglichkeit, multiple Chemikalienüberempfindlichkeit, vielfache Chemikaliensensitivität, chemische Mehrfachempfindlichkeit, Idiopathic Environmental Intolerances (IEI), idiopathische umweltbezogene Unverträglichkeiten, idiopathische Umwelt-Unverträglichkeit, idiopathische Chemikaliensensitivität, Umweltkrankheit, Ökosyndrom benutzt.

Aus dem Jahr 1999 stammen die MCS-Konsensus-Kriterien nach Bartha et al.[1]

  1. Die Symptome sind reproduzierbar mit wiederholten chemischen Expositionen.
  2. Der Krankheitsverlauf ist chronisch.
  3. Symptome werden durch niedrige Expositionsniveaus ausgelöst, die von anderen Personen im Allgemeinen toleriert werden bzw. vor Beginn der Erkrankung toleriert wurden.
  4. Die Symptome bessern sich oder vergehen ganz, wenn die Auslöser gemieden bzw. entfernt werden.
  5. Die Auslösung der Symptome erfolgt durch verschiedene chemisch miteinander nicht verwandte Stoffe.
  6. Mehrere Organe oder Organsysteme sind von Symptomen betroffen. [Hinzugefügt 1999]

Nach Martin Pall sind die von Cullen festgelegten Kriterien zu überarbeiten. So stehen heutzutage zahlreiche diagnostische Labortests zur Verfügung. Auch sollten die durch Überempfindlichkeit des zentralen Nervensystems ausgelösten Symptome berücksichtigt werden.[2]

Der Krankheitsverlauf gliedert sich in zwei Phasen: Während der Sensibilisierungsphase I kommt es durch Einwirkung einer oder mehrerer Chemikalien zu einer unspezifischen Herabsetzung der Empfindlichkeit zu Chemikalien. In der Sensibilisierungsphase II treten Symptome bei erneuter Exposition bereits bei geringen Chemikalienkonzentrationen auf. Die Dauer vom ersten Kontakt bis zur Krankheit kann 2 bis 4,3 Jahre beantragen. Die auslösenden Substanzen von Phase I und II müssen nicht identisch sein. Phase I kann durch einen Stoff hoher Konzentration oder mehrere niedrig konzentrierte Stoffgemische initialisiert werden. Objektivierbare Laborbefunde können mittels Basophilen-Degranulations-Test oder dem Lymphozytentransformationstest ermittelt werden.

Krankheitsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MCS-Betroffene haben meist eine Vielzahl unspezifischer Beschwerden wie Atemnot, Augenbrennen, diffuse Schmerzen, Haut- und Schleimhautprobleme, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, chronische Müdigkeit, Muskelschwäche, Ödeme, Verlust an Merkfähigkeit, Schwindel, Angstgefühle oder Depressionen. Hinzu kommen häufig Geruchsempfindlichkeit, Geschmacksstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus), abnehmendes Leistungsvermögen sowie Erschöpfungsgefühl. Die Beschwerden dauern über 6 Monate an. In der Regel nehmen die Symptome mit der Zeit zu, ebenso die Anzahl der Substanzen, die von den Betroffenen als auslösend wahrgenommen werden.[3]

In Studien zeigte sich bei MCS-Erkrankten eine höhere Infektanfälligkeit, Textil-Unverträglichkeiten sowie eine signifikant gesteigertes Belästigungsgefühl durch Emissionen von Baumaterialien, Wand- und Bodenbelägen, Anstrichen, Möbel, Dentalwerkstoffe, Bedarfsgegenstände samt Umweltchemikalien an als die Kontrollgruppe. Eine psychosoziale Ursache wurde seitens der Patienten negiert.

Unverträglichkeiten gegenüber flüchtigen und gasförmigen Arzneimittel führen zu einer Einschränkung der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten. So werden Narkosemittel und Anästhetika wie Thiopental, Lidocain oder Morphin schlecht bzw. gar nicht vertragen. Die Applikation dieser Stoffe kann daher zu Verengung der oberen Luftwege mit Atemnot, Störungen im Herz-Kreislauf-System, orthostatische Intoleranz, länger andauernde Panikattacken, Schüttelanfälle, Muskel- und Extremitätenschmerzen, Müdigkeit, Schwächegefühl, Erschöpfungsgefühl sowie Übelkeit mit Brechreiz führen. Um diese Symptome zu umgehen wird mit verminderter Dosis operiert und die erhöhte Schmerzbelastung des Patienten zwangsweise in Kauf genommen.

MCS kann in vier Schweregrade eingeteilt werden, wobei zu beachten gilt, dass Symptome dennoch sehr unterschiedlich stark ausgeprägt vorliegen können. Beim höchsten Schweregrad treten Symptome wie schwere Erschöpfung, allgemeine Schwäche, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie Muskelschmerzen in den Vordergrund. Die Patienten sind in diesem Stadium arbeitsunfähig und im täglichen Lebensunterhalt stark eingeschränkt. Sind die Patienten, z. B. aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, ihr Umfeld . insb. die Wohnung - entsprechend, teils mehrfach zu sanieren, kann dies dazu führen, dass tägliche Dinge wie Einkaufen, Essenszubereitung und Körperhygiene nicht mehr selbstständig durchgeführt werden können. Dieses Endstadium entspricht Pflegestufe II bis III. in diesem Zusammenhang ist von einer erhöhten Suizidalität auszugehen.

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Risikofaktoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Kontakt mit vielfältigen, umweltbedingten Expositionsfaktoren kommt es zu einer gesteigerten Häufigkeit an chronisch entzündlichen Erkrankungen wie MCS. Neben Schadstoff- und Schimmelpilzbelastungen kommen zunehmend elektromagnetische Felder durch den Mobilfunkausbau in Spiel.

Einige Bereiche im Alltag bergen ein besonderes gesundheitliches Risiko:

  • chemisch ungebundene Weichmacher (hauptsächlich Phthalate) in Lebensmittelverpackungen, Spielwaren für Kinder oder medizinischen Utensilien wie Infusionsbesteck oder Katheter. Als Weichmacher in Verpackungsfolien lagern sich Phthalate leicht in Lebensmittel mit hohem Fettgehalt ein.
  • Begasung von Frachtcontainern bei Überseetransporten mit Pestiziden / halogenierten Kohlenwasserstoffen wie Dibromethan oder Dichlorethan
  • Anwendung von Insektiziden / Pyrethroide im privaten Bereich aber auch in Flugzeugkabinen oder Bahnwaggons
  • einfacher Zugang zu toxischen Pestiziden, Desinfektionsmitteln und Bioziden in Reinigungsmitteln in SUper- und Drogeriemärkten
  • Belastung von Lebensmitteln mit bis zu 16 verschiedenen Pestiziden, um die Grenzwerte einzuhalten. Dennoch kommt es oft zur Überschreitung dieser Grenzen.
  • synthetische Duftstoffe in Seifen, Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln
  • Computer samt elektronischen Geräten mit Flammschutzmitteln wie Diphenylether, Tetrabrom-Bisphenol-A oder Trialkylphosphate, die beim Betrieb ausgasen
  • ausgasende Flammschutzmittel, Insektizide und Fungizide sowie Weichmacher und Kunststoff-Monomere in Bodenbelägen, Möbeln und Textilien. Beispielsweise sind Phthalate chemisch ungebunden, gasen daher in geringen Mengen ständig aus und können sich ähnlich wie PCB oder Dioxine anreichern bzw. an Wandoberflächen niederschlagen. Bei ansteigenden Temperaturen (z. B. Heizen im Winter) verdampfen sie wieder und führen zu einer kurzzeitig hohen Exposition.
  • zunehmender Anteil an Aromastoffen, Emulgatoren, Farbstoffen, synthetischen Süßstoffen und Zucker in industriellen Lebensmitteln
  • Ausbau an Müllverbrennungsanlagen sowie Verbrennung von Sondermüll in Müllheizkraftwerken, welche im Idealfall die Grenzwerte gerade noch einhalten. Geringe Abgabemengen von chlorierten Dioxinen und Biphenylen an die Umwelt sind zwar erlaubt, jedoch kommt es auf ein Jahr hochgerechnet auf Anreicherungen im Grammbereich. Die Stoffe lagern sich beim Menschen im Fettgewebe ein, die Akkumulation wird durch die chemische Stabilität begünstigt und sie haben zudem eine hohe Halbwertszeit.
  • Herstellung und Verwendung persistenter organischer Schadstoffe sowie CMR-Stoffe
  • Holzschutzmittel (Lindan) im Wohnraum

Es gibt eine Vielzahl von Studien zur MCS-Prävalenz in Kollektiven, die nach erhöhten Schadstoffexpositionen erkrankten. Die prozentualen Anteile von Personen mit nachfolgenden chemischen Intoleranzen bzw. MCS lagen in diesen Kollektiven zwischen 25 % und 60 %[4].

MCS tritt häufiger bei Personen mit zusätzlichen chronischen Erkrankungen auf. Hier wird eine Vulnerabilität der Betroffenen vermutet:

  • Asthma und hyperreagibles Bronchialsystem
  • allergische Disposition
  • andere Intoleranzen (Nahrungsmittel, Medikamente)
  • posttraumatische Belastungsstörung
  • psychosozialer Stress
  • ängstliche Disposition oder Angststörungen
  • weibliches Geschlecht

Das MCS-Risiko ist überproportional erhöht, wenn mehrere der Risikofaktoren vorliegen (z. B. Lösemittel-Exposition, allergische Disposition und Stress).[5] Einkommen, soziale Stellung oder ethnische Zugehörigkeit beeinflussen die MCS-Häufigkeit dagegen nicht.[6]

Arbeits- oder umweltbedingte Störung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MCS als arbeits- oder umweltbedingte Störung (mit möglicher genetischer Beteiligung), wie: Vergiftung, Fehlfunktion von Nerven-, Immun-, Hormonsystem oder Atemwegen, Herabsetzung nervlicher Auslöseschwellen für Missempfindungen, Schmerzen und Fehlfunktionen. Chemische Auslöser von MCS können u. a. Lösungsmittel, Pestizide, bestimmte Metalle und ihre Legierungen, Verbrennungsprodukte und andere Schadstoffgemische sein.[7]

Multifaktorielle und mehrstufige Störung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Initialexposition gegenüber meist neurotoxischen Schadstoffen treten zunächst oft unspezifische Symptome einer neurotoxischen Wirkung auf (z. B. Lösemittel-Syndrom), dieser Effekt sollte nach Expositionsende überwiegend reversibel sein. Durch zusätzliche Stressoren (z. B. psychosozialer Stress, Angst) oder bei empfindlichen Bevölkerungsgruppen (z. B. multiple Allergien, Asthma) und langen Expositionszeiten geht die Störung über Jahre in eine chronische Form über, bei der zunehmend weniger Chemikalien ausreichen, um die Symptome zu erzeugen (= bio-psycho-soziales Modell).[7][5]

Psychogenes Modell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dass umweltmedizinische Patienten so oft psychiatrische Diagnosen erhalten, liegt in der Natur der Exposition begründet. So führen neurotoxische Schadstoffe, und das sind die häufigsten in unserem direkten Umfeld, den o. g. unspezifischen Symptomen, welche aber auch zu hohen Scores in psychometrischen Fragebögen führen. Die Frage „Umweltmedizin oder Psychiatrie“ wurde daher schon vielfach diskutiert.[8][9][10][11]

Studien zeigen eine hohe psychosomatische Komorbidität von langjährigen MCS-Patienten.[12][13][14] Allerdings leiden die Patienten im Durchschnitt schon mehr als 8 bis 10 Jahre an ihren Symptomen, bevor MCS erkannt wird. Es ist also die Frage, ob die MCS durch psychische Störungen (mit)verursacht wird oder ob die schwere Belastung durch die MCS die Ursache für nachfolgende psychische Störungen ist (oder beides).[15]

Studien mit Personen mit beginnenden chemischen Intoleranzen fanden lediglich eine leichte Erhöhung für ängstliche Tendenzen bei den Betroffenen. Jedoch haben die Betroffenen häufiger Asthma, ein hyperreagibles Bronchialsystem und Allergien. Nach Caress u. a. wiesen vor der Entwicklung der MCS nur 1,4 % der Betroffenen eine manifeste psychische Erkrankung auf.[16][17][18][19][20][21]

Unter kontrollierten Bedingungen durchgeführte Provokationstests erlauben keine auf spezifische Chemikalieneinwirkung zurückgehende Unterscheidung zwischen langjährig von MCS betroffenen Patienten und Vergleichspopulationen.[22][23] Dies konnte jedoch bei noch gesunden Probanden mit chemischer Sensitivität nachgewiesen werden.[24]

Prävalenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurden für mehrere Länder Prävalenzen für Überempfindlichkeiten gegenüber Chemikalien publiziert. In den meisten Studien wurde zwischen einer „Chemikalien-Intoleranz“ (CI) mit moderatem gesundheitlichen Einfluss und der schweren Ausprägung mit täglichen Symptomen und weitreichenden gesundheitlichen Auswirkungen (MCS) unterschieden. Die Angaben für die Prävalenz der MCS liegen zwischen 0,5 % und 3,9 %.[25][26]

  • 5 % (Deutschland)
  • 0,9 % (Australien)
  • 3,7 % (Schweden)
  • 3,8 % (Japan)
  • 3,9 % (USA)

Vor allem in den USA gab es Studien zur Abklärung und Abgrenzung vom MCS mit symptomatisch ähnlichen Krankheitsbildern wie chronisches Erschöpfungssyndrom, chronische Virusinfektionen, Fibromyalgie oder andere rheumatische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Allergien und Asthma.

Moderate Chemikalien-Intoleranzen treten bei 9 bis 33 % der untersuchten Bevölkerungen auf. Die Ergebnisse von drei Studien liegen mit 15 bis 16 % sehr dicht beieinander. Die Zahlen decken sich auch mit Angaben von Jugendlichen.[27]

Diagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die umweltmedizinische Diagnostik besteht aus folgenden drei Abschnitten:

1. Umweltmedizinische Sozialanamnese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hierbei wird das gesamte Umfeld des Patienten in Bezug auf Schadstoff-Exposition näher betrachtet. Dazu gehört das Wohn-, Arbeits bzw. Ausbildungsumfeld, Zahnwerkstoffe im Dentalbereich (auch Implantate und Wurzelfüllmaterialien), Genussmittelkonsum (Rauchen, Alkohol), Ernährungsgewohnheiten, Freizeitverhalten bzw. Sport/körperliche Betätigung und sonstige Faktoren wie soziale Verhältnisse, Einkommen, Familie oder mögliche Stressfaktoren.

2. Ausschlussdiagnostik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Symptome, welche eine andere als umweltbedingte Ursache haben, müssen von entsprechenden Fachärzten (z. B. Internisten, Neurologen, Psychiater, Kardiologen, HNO-Ärzte, Urologen etc.) untersucht werden. Erst wenn Umweltfaktoren als Ursache nicht ausgeschlossen werden können, erfolgt die umweltmedizinische Labordiagnostik; zur Beurteilung des gesamten Krankheitsbildes sind die Ergebnisse anderer medizinischer Fachrichtungen dennoch wichtig und erforderlich.

3. Umweltmedizinisches Monitoring und Labordiagnostik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Punkt wird in mehrere Teilbereiche untergliedert:

  • äußere Belastung: Analytik/Umweltmonitoring; qualitativer und quantitativer Nachweis von Schadstoffen im Umfeld des Patienten
  • innere Belastung: Analytik/Biomonitoring: Nachweis von Fremd- und Schadstoffen samt deren Metaboliten in Körperproben des Patienten (Blut, Serum, Speichel, Urin, Haare, Fettgewebe etc.)
    Leider liefert das Biomonitoring häufig keine aussagekräftige Ergebnisse. Dafür gibt es mehrere Gründe:
    • Metabolite sind oft nur wenige Tage nach Exposition nachweisbar. Daher wird versucht, chemisch veränderte Proteine nachzuweisen, was auch noch Monate nach einer Exposition möglich ist. Eine länger zurückliegende Exposition kann nicht mehr erfasst werden.
    • Fettlösliche Stoffe können sich im Fettgewebe und/oder Gehirn zu hohen Konzentrationen anreichern, ohne im Blut oder Urin nachweisbar zu sein
    • Für viele Schadstoffe (z. B. etwa 50 % der Pestizide, die in der Landwirtschaft genutzt werden) gibt es noch keine Analyseverfahren. Aufgrund des fehlenden Nachweises kann hierbei statt MCS fälschlicherweise eine psychische Erkrankung diagnostiziert werden.
    • Auch ohne Überschreitung toxikologischer Grenz- und Richtwerte kann eine chronische Exposition der Schadstoffe zu nachhaltigen Störungen funktioneller Regelkreise führen.
Aus diesen Gründen sollte - sofern begründeter Verdacht auf eine chronische Langzeiteinwirkung von Chemikalien besteht - dem Effektmonitoring Vorrang gewährt werden.

Provokationstests[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Provokationstests werden Patienten einer niedrigen Chemikalien-Exposition ausgesetzt und mit nicht sensibilisierten Kontrollprobanden verglichen. Alternativ misst man Neuropeptide und Zytokine, die infolge einer Chemikalieneinwirkung im Blut nachweisbar sind. Bei betroffenen Patienten ist der Blutwert signifikant höher als bei den Kontrollpersonen. So zeigt sich beispielsweise bei flüchtigen organischen Verbindungen eine Erhöhung der Serum-Konzentration der Entzündungsmarker Substanz P, vasoaktives intestinales Peptid, Nerven-Wachstumsfaktor und Histamin.

Die Vorgehensweise dieser Testart ist jedoch aus medizinethischer Sicht kritisch zu betrachten, da hierbei den Teilnehmern der Untersuchung Schaden hinzugefügt werden muss.

Immunologische In-vitro-Testsysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenüber den Provokationstests haben diese Testsystem den Vorteil, dass man die Reaktion von Zellen des Immunsystems analysieren kann, ohne den Patienten selbst den Schadstoffen aussetzen zu müssen. Es gibt verschiedene Arten von Tests, den Immuntoleranztest (ITT) und den Lymphozytentransformationstest (LTT).

Beim Immuntoleranztest wird die Reaktion der Immunzellen eines Patienten auf diverse Stressoren getestet, indem man sie einem Schadstoffgemisch als Marker sowie einem Influenza-Virus-Antigen als Kontrolle aussetzt und die dadurch freigesetzte Menge an Zytokinen Il-2, IFN-𝛾, Il-10, TNF-𝞪 und IL-1β. MCS-Patienten weißen hierbei einen signifikanten Anstieg von IFN-𝛾 und/oder TNF-𝞪 auf. Der ITT eignet sich somit als Basistest zur Erkennung einer Immunregulationsstörung. Ebenso kann MCS von CFS abgegrenzt werden: Bei MCS liegt eine hohe Konzentration an IFN-𝛾 sowie eine geringe an Il-2; bei CFS genau umgekehrt.

Zur Differentialdiagnostik wird der Lymphozytentransformationstest empfohlen. Zeigen sich im ITT und LTT auf eine bestimmte Chemikalie positive Ergebnisse, ist von einer chronisch-allergischen Typ-IV-Sensibilisierung auszugehen. Sollte jedoch nur der ITT positiv, liegt MCS als Erkrankung vor.

Stufendiagnostik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Anwendung der Stufendiagnostik kann mittels klinisch-internistischen sowie Entzündungsparametern MCS gegenüber verschiedenen Allergien und Infektionskrankheiten abgegrenzt werden. Die Stufen umfassen:

  1. Stufe: Differentialblutbild, Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit, Immunelektrophorese der Serum-Eiweiße, quantitative Immunglobuline mit IgE und Urinstatus
  2. Stufe: C-reaktives Protein (CRP), Malondialdehyd, Homocystein, IgG-Subklassen und TNF-𝞪
  3. Stufe: LTT, ITT, Zytokine, Autoantikörper und Neopterin

Stufen 1 und 2 dienen zur Differenzierung zwischen akuter und chronischer Entzündung sowie bakterielle oder virale Infektion. Bei Verdacht auf eine entsprechende Infektion sind Bakterien bzw. Virusspezifische Erregernachweise durchzuführen. Stufe 3 grenzt das umweltmedizinische Krankheitsbild ein.

Behandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wirksamste Behandlungsmethode ist die Expositionskarenz. Sofern eine ausreichende Aufnahme von Glutathion, Vitamin E, Vitamin C, α-Li-ponsäure, Riboflavin, Pyridoxin, Folsäure, Coenzym Q10, langkettigen Omega-3-Fettsäuren, Curcumin, Vitamin B12, Vitamin D durch eine ausgewogene Ernährung nicht garantiert werden kann, sollte die antioxidative Therapie mittels Substitution angestrebt werden.[28] Bei Amalgamfüllungen in Zähnen oder ähnlicher Schwermetallbelastung sollte die Quelle beseitigt und mit einer Chelattherapie (mit DMSA, DMPS, Tiopronin o. Ä.) begonnen werden.[29]

Allgemein wird weiterhin eine verständnisvolle und unterstützende Behandlungsweise empfohlen. Psychologisch-psychiatrische Therapieansätze eignen sich bei psychischen Folgeerkrankungen. Patienten bewerteten eine stützende psychotherapeutische Behandlung dann als wirksam, wenn sie die Vermittlung von Bewältigungsstrategien zum Ziel haben. Als „eher schädigend“ wird aufgrund von Intoleranzreaktionen die Einnahme von Psychopharmaka beschrieben. Für die Patienten steht oft die Informationsvermittlung als Hilfe zum „Coping“ sowie die Vermittlung verträglicher Therapien für Begleiterkrankungen und eine verträgliche Ernährung im Vordergrund.

Studien zum Nachweis der Wirksamkeit alleiniger Psychotherapie stehen bisher aus.[30][31][32]

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im fortgeschrittenen Stadium führt MCS zur völligen Arbeitsunfähigkeit sowie zum weitgehend vollständigem Verlust sämtlicher Lebensqualität. Der Krankheitsverlauf ist chronisch und geht oft mit Intoleranzen gegenüber Nahrungsmitteln und Medikamenten einher. Zum einen führt dies zu Fehl-/Mangelernährung, zum anderen können dadurch Begleiterkrankungen ggf. nicht richtig behandelt werden. Dies kann zu Missbrauch von Schmerztabletten und schließlich zur Medikamentenabhängigkeit führen.

MCS führt, auf Grund von entgegengebrachtem Unverständnis, in der Familie, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz zu Konflikten, in schwersten Formen zu sozialer Isolation.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem in den 1980er und 1990er Jahren polarisiert darüber diskutiert worden war, ob die MCS der Toxikologie oder der Psychosomatik zuzuordnen sei, setzte sich damals ein multifaktorielles Störungsmodell durch, welches Aspekte beider Felder in einem „bio-psycho-sozialen“ Modell berücksichtigt. Hier halfen insbesondere Studien weiter, in denen die Risikofaktoren der MCS in ihrer frühen Form untersucht wurden. Die voll ausgeprägte MCS zieht eine Vielzahl an Problemen nach sich, die eine Verzerrung von Studienergebnissen bewirkt.[16][33][34]

Zur Abgrenzung von MCS gegenüber psychosomatischen Störungen galten bis 1993 die von Cullen 1987 festgelegten Kriterien[35][36]:

  1. Die Störung tritt im Zusammenhang mit einer dokumentierbaren Umweltexposition, Verletzung oder Krankheit auf,
  2. die Symptome betreffen mehr als ein Organsystem,
  3. Symptome treten als Reaktion auf vorhersagbare (Umwelt-)Reize auf und lassen wieder nach,
  4. Symptome werden durch Exposition gegenüber Chemikalien unterschiedlicher Strukturklassen und toxikologischer Wirkmechanismen hervorgerufen,
  5. Symptome werden durch nachweisbare Expositionen ausgelöst (wenn auch auf niedrigem Niveau),
  6. Expositionen, die Symptome hervorrufen, müssen sehr niedrig sein, d. h., weit unterhalb der durchschnittlichen Expositionsmenge, von der bekannt ist, dass sie beim Menschen eine schädliche Wirkung hat
  7. Kein allgemein akzeptierter labormedizinischer Test der Organfunktion kann die Symptome erklären [bis dato, 1987]

Einige Autoren, welche eine psychische Genese der MCS vermuten, schlugen die Bezeichnung idiopathic environmental intolerances“ (IEI), „idiopathische (d. h. ohne erkennbare Ursache entstandene), umweltbezogene Unverträglichkeiten“ vor. Dieser Begriff umfasse über die bisher MCS zugeordneten Symptome hinaus eine Reihe ähnlicher gesundheitlicher Störungen und vermeide eine Festlegung bezüglich der vermuteten Ursache, die durch den wissenschaftlichen Kenntnisstand nicht gerechtfertigt sei.[31]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dr. Hans-Ulrich Hill, Prof. Dr. med. Wolfgang Huber, Dr. med. Kurt E. Müller: Multiple Chemikalien-Sensitivität (MCS). Ein Krankheitsbild der chronischen Multisystemerkrankungen (CMI). Umweltmedizinische, toxikologische und sozialpolitische Aspekte – Ein Blick auf den aktuellen Forschungsstand. 3. Auflage. Shaker-Verlag, Aachen 2010, ISBN 978-3-8322-9046-7.
  • NICNAS (Australian Government Department of Health and Aging): A scientific review of multiple chemical sensitivity: Working Draft report, November 2008.(online)
  • A. Bauer, E. Schwarz, C. Mai: Multiple Chemical Sensitivity (MCS): Ein Update. In: Umwelt Medizin Gesellschaft. (2008); 21(4), S. 9–15 (online; PDF; 25 kB)
  • N. A. Ashford, C. S. Miller: Chemical exposures. Low levels and high stakes. 2. Auflage. Van Nostrand Reinhold, New York 1998.
  • S. M. Caress, A. C. Steinemann, C. Waddick: Symptomatology and etiology of multiple chemical sensitivities in the southeastern United States. In: Arch Environ Health. (2002); 57, S. 429–436.
  • S. Reid, M. Hotopf, L. Hull, K. Ismail, C. Unwin, S. Wessely: Multiple Chemical Sensitivity and Chronic Fatigue Syndrome in British Gulf War Veterans. In: Am J Epidemiol. (2001); 153, S. 604–609.
  • R. Kreutzer, R. R. Neutra, N. Lashuay: Prevalence of people reporting sensitivities to chemicals in a population based survey. In: Am J Epidemiol. (1999); 150, S. 1–12.
  • W. J. Meggs, K. A. Dunn, R. M. Bloch u. a.: Prevalence and nature of allergy and chemical sensitivity in a general population. In: Arch Environ Health. (1996); 51, S. 275–282.
  • A. L. Davidoff, P. M. Keyl, W. Meggs: Development of multiple chemical sensitivities in laborers after acute gasoline fume exposure in an underground tunneling operation. In: Arch Environ Health. (1998); 53, S. 183–189.
  • Stellungnahme des Vorstandes des dbu („Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner“) zur MCS-Multicenter-Studie (PDF, 80 KB) vom 4. September 2003
  • Martin L. Pall: Explaining „Unexplained Illnesses“. Disease Paradigm for Chronic Fatigue Syndrome, Multiple Chemical Sensitivity, Fibromyalgia, Post-Traumatic Stress Disorder, Gulf War Syndrome, and Others. Harrington Park Press/ Haworth Press, New York/ London 2007, ISBN 978-0-7890-2388-9.
  • William J. Rea: Chemical Sensitivity. Volume 1–4, Lewis Publishers; Volume 1, ISBN 0-87371-541-1; Volume 2, ISBN 0-87371-963-8; Volume 3, ISBN 0-87371-964-6; Volume 4, ISBN 0-87371-965-4.
  • Innenraumbelastungen und Sick Building Syndrom. UNI-Saarland (PDF, 1,4MB)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. L. Bartha, W. Baumzweiger, D. S. Buscher, T. Callender, K. A. Dahl u. a.: Multiple Chemical Sensitivity: A 1999 consensus. In: Arch Environ Health. (1999); 54(3), S. 147–149.
  2. Ein kurzer Überblick über den Vortrag von Prof. Dr. Martin Pall: MCS – Toxikologische Entstehungsmechanismen und therapeutische Annäherungsversuche
  3. Thomas Eikmann, Caroline Herr: Multiple Chemical Sensitivity Syndrome (MCS). Hessisches Zentrum für Klinische Umweltmedizin, Universitätsklinikum Gießen und Marburg (PDF, 29 KB@1@2Vorlage:Toter Link/www.helmholtz-muenchen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.).
  4. Übersicht bei: Ashford und Miller 1998, Maschewsky 1996
  5. a b E. Schwarz, A. Bauer, U. Martens: Allergien, Stress und Schadstoffe als Risikofaktoren für chemische Intoleranzen und „Multiple Chemical Sensitivity“ (MCS). In: Allergo Journal. (2006); 15, S. 139–140.
  6. Buchwald und Garrity 1994, Kreutzer u. a. 1999.
  7. a b Nicholas Ashford, Claudia Miller: Chemical Exposures. John Wiley & Sons, 1998, ISBN 0-471-29240-0.
  8. A. L. Davidoff, L. Fogarty, P. M. Keyl: Psychiatric inferences from data on psychologic/psychiatric symptoms in multiple chemical sensitivities syndrome. In: Arch Environ Health. (2000); 55, S. 165–175.
  9. A. Bauer, E. Schwarz, U. Martens: Patienten mit multiplen Chemikalienintoleranzen – Umweltmedizin oder Psychosomatik? In: Zeitschrift für Allgemeinmedizin (ZFA). (2007); 83, S. 442–446.
  10. A. Bauer, E. Schwarz, C. Mai: Environmental medicine or Psychiatry? In: International Journal of Hygiene and Environmental Health. (2009); 212, S. 569–570 doi:10.1016/j.ijheh.2008.12.004
  11. F. Fiedler, C. Maccia, H. Kipen: Evaluation of chemical sensitive patients. In: JOM. (1992); 34, S. 529–538.
  12. Zucco G. M. u. a.: Discriminating between organic and psychological determinants of multiple chemical sensitivity: A case study. In: Neurocase. 2008; 14(6), S. 485–493. PMID 19012169.
  13. D. Eis u. a.: The German Multicentre Study on Multiple Chemical Sensitivity (MCS). In: Int J Hyg Environ Health. 2008 Oct;211(5–6), S. 658–681. PMID 18502687.
  14. C. Hausteiner u. a.: Dysfunctional cognitions in idiopathic environmental intolerances (IEI)–an integrative psychiatric perspective. In: Toxicol Lett. 2007 Jun 15;171(1–2), S. 1–9. PMID 17548174.
  15. A. Bauer, E. Schwarz: Welche Aussagekraft hat die MCS-Multicenterstudie? Eine Stellungnahme des Deutschen Berufsverbands der Umweltmediziner (dbu). In: Umwelt Medizin Gesellschaft. (2007); 20 (4), S. 289–296.
  16. a b K. Osterberg u. a.: Personality, mental distress, and subjective health complaints among persons with environmental annoyance. In: Hum Exp Toxicol. 2007; Mar;26(3), S. 231–241, PMID 17439926.
  17. S. M. Caress, A. C. Steinemann, C. Waddick: Symptomatology and etiology of multiple chemical sensitivities in the southeastern United States. In: Arch Environ Health. (2002); 57, S. 429–436.
  18. L. Andersson, A. Johansson, E. Millqvist, S. Nordin, M. Bende: Preva-lence and risk factors for Chemical Sensitivity and sensory hyperreactivity in teenagers. In: Int J Hyg Environ Health. 2008, 211, S. 690–697.
  19. A. Johansson, E. Millqvist, S. Nordin, M. Bende: Relationship between self-reported odor intolerance and sensitivity to inhaled capsaicin: proposed definition of airway sensory hyperreactivity and estimation of its prevalence. In: Chest. (2006); 129, S. 1623–1628.
  20. I. R. Bell, C. M. Baldwin, L. G. Russek, G. E. Schwartz, E. E. Hardin: Early life stress, negative paternal relationships, and chemical intolerance in middle-aged women: support for a neural sensitization model. In: Journal of women's health. (1998); 7(9), S. 1135–1147.
  21. I. R. Bell, C. S. Miller, G. E. Schwartz, J. M. Peterson, D. Amend: Neuropsychiatric and somatic characteristics of young adults with and without selfreported chemical odor intolerance and chemical sensitivity. In: Arch Environ Health. (1996); 51, S. 9–21.
  22. J. Das-Munshi u. a.: Multiple chemical sensitivities: A systematic review of provocation studies. In: J Allergy Clin Immunol. 2006;118, S. 1257–1264. PMID 17137865.
  23. S. Bornschein u. a.: Double-blind placebo-controlled provocation study in patients with subjective Multiple Chemical Sensitivity (MCS) and matched control subjects. In: Clin Toxicol. 2008;46, S. 443–449. PMID 18568800.
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