Nalanda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nalanda Mahavihara*
UNESCO-Welterbe
UNESCO-Welterbe-Emblem

Nalanda.jpg
Stupa von Sariputta bei Nalanda
Staatsgebiet: IndienIndien Indien
Typ: Kultur
Kriterien: iv, vi
Referenz-Nr.: 1502
Region: ª Asien
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 2016  (Sitzung 40)

* Der Name ist auf der Welterbe-Liste aufgeführt.
ª Die Region ist von der UNESCO klassifiziert.

Nalanda (Hindi: नालन्दा, Nālandā) ist eine 15 km nördlich von Rajgir (im heutigen indischen Bundesstaat Bihar) gelegene Ruinenstadt. Hier befand sich die größte buddhistische Universität (gegründet im 5. Jh.), an der über 10.000 Studenten und 1.000 Professoren studierten und lehrten. Zu ihr gehörten 9-stöckige Bauten, 6 Tempel und 7 Klöster. Die Bibliothek soll 9 Millionen Bücher umfasst haben. Sie war damit zugleich das größte Lehrzentrum der antiken Welt überhaupt. Die Universität wurde Ende des 12. Jahrhunderts im Zuge der islamischen Eroberung Indiens und der damit verbundenen Dezimierung des Buddhismus zerstört. Ein Lehrzentrum gleichen Namens wurde 1351 in Tibet errichtet.

Neben den archäologisch gut gepflegten Anlagen der Klöster und Tempel, ziehen insbesondere das Museum, das Multimedia-Museum und die etwas nördlich gelegene neu errichtete Gedenkstätte für den in Nalanda im 7. Jahrhundert lehrenden Xuanzang Pilger und Touristen aus aller Welt an. Im Juli 2016 nahm die UNESCO Nalanda in die Liste des Weltkulturerbes auf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August J. Bernet Kempers: The Bronzes of Nalanda and Hindu-Javanese art. Brill, Leiden 1933 (Zugl. Dissertation, Universität Leiden 1933).
  • Chandra Mani (Hrsg.): The heritage of Nalanda. Aryan Books International, New Delhi 2008, ISBN 978-81-7305-330-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nalanda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Koordinaten: 25° 8′ N, 85° 27′ O