Niedaltdorf

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Niedaltdorf
Ortswappen Niedaltdorf
Koordinaten: 49° 20′ 30″ N, 6° 35′ 27″ O
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66780
Vorwahl: 06833
Niedaltdorf (Saarland)
Niedaltdorf

Lage von Niedaltdorf im Saarland

Niedaltdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Rehlingen-Siersburg im Landkreis Saarlouis (Saarland).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niedaltdorf liegt am Ufer der Nied, einem Zufluss der Saar, und unmittelbar an der Grenze zu Frankreich (Département Moselle, Lothringen). Nach Norden und Süden erstreckt sich der Saargau.

Sehenswert ist die Niedaltdorfer Tropfsteinhöhle, die 1880 bei Ausschachtungsarbeiten für ein neues Haus entdeckt wurde. Zunächst wurde der entdeckte Höhleneingang wieder zugeschüttet. Erst 1927 wurde die Höhle ein zweites Mal entdeckt und mit einer Treppe zugänglich gemacht.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 833 mm. Der Niederschlag liegt im oberen Drittel der Messstellen des Deutschen Wetterdienstes. 69 % zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der April; am meisten regnet es im November. Im niederschlagreichsten Monat fällt ca. 1,4-mal mehr Regen, als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im unteren Drittel. In nur 3 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.
Niederschlag

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende 1973 war Niedaltdorf eine eigenständige Gemeinde. Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform wurde Niedaltdorf am 1. Januar 1974 ein Ortsteil der Gemeinde Rehlingen[1], die später in Rehlingen-Siersburg umbenannt wurde.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der neogotischen Pfarrkirche St. Rufus befindet sich eine der ältesten Nachbildungen der Mariengrotte von Lourdes auf deutschem Boden, sie wurde 1890 durch den Weihbischof in Trier, Heinrich Feiten eingeweiht. Ferner besitzt die Kirche eine Nachbildung des Turiner Grabtuches.

Auf der Empore befindet sich das original erhalten gebliebene Opus 1 des damaligen Saarlouiser Orgelbauers Mamert Hock aus dem Jahre 1901. Die Orgel verfügt über rein pneumatisch gesteuerte Kegelladen und hat 14 Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. Das Werk wurde in zwei Schritten 2005 (Spieltisch) und 2007 (restliches Orgelwerk) durch die Orgelbaufirma Günter Hardt & Sohn aus Möttau restauriert.

Kindergarten und Grundschule teilt sich Niedaltdorf mit dem Nachbarort Hemmersdorf.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niedaltdorf ist von Dillingen aus mit der Bahn zu erreichen. Auf der Niedtalbahn verkehren neben den Personenzügen, die fast ausschließlich aus Triebwagen der Baureihe 628/928 gebildet werden, auch noch Güterzüge zwischen Dillingen/Saar und dem französischen Bouzonville. Am Karfreitag verkehren zum dortigen Markt auch grenzüberschreitende Personenzüge, die sich einer großen Beliebtheit erfreuen. Ein geplanter Sonntagsverkehr wurde bisher noch nicht realisiert.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Niedaltdorf gibt es den Rundwanderweg Druidenpfad, ein Prädikatswanderweg, der zu den Traumschleifen gehört. Überregional bekannt ist die Niedaltdorfer Tropfsteinhöhle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niedaltdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 807.