Bouzonville

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Bouzonville
Wappen von Bouzonville
Bouzonville (Frankreich)
Bouzonville
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle
Kanton Bouzonville
Gemeindeverband Bouzonvillois-Trois Frontières
Koordinaten 49° 18′ N, 6° 32′ OKoordinaten: 49° 18′ N, 6° 32′ O
Höhe 192–310 m
Fläche 13,82 km²
Einwohner 3.923 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 284 Einw./km²
Postleitzahl 57320
INSEE-Code

Abteigebäude Heilig Kreuz am Hochufer der Nied

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Bouzonville (deutsch Busendorf, lothringisch Busendroff) ist eine französische Gemeinde mit 3923 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle und zum Kanton Bouzonville. Die Einwohner nennen sich Bouzonvillois.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kleinstadt Bouzonville liegt am Ufer der Nied im Niedland (Pays de Nied), etwa 18 Kilometer westlich von Saarlouis und 30 Kilometer östlich von Thionville.

Zu Bouzonville gehören die Ortsteile Heckling, Benting und Aidling.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1033 stifteten die Grafen von Metz hier eine Benediktinerabtei. Der Ort selbst wird 1106 als Buosonis villa urkundlich erwähnt. Die deutsche Namensform erscheint 1176 als Bosendorph. Im Bestimmungswort steht der Personenname Boso. Gelegentlich wird als Namensgeber des Ortes König Boso von Vienne genannt, der sich hier einen Landsitz habe errichten lassen.[1][2]

1766 kam Bouzonville mit dem Herzogtum Lothringen zum Königreich Frankreich. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 und dem darauf folgenden Frieden von Frankfurt am 10. Mai 1871 gehörte Bouzonville als Ort im Reichsland Elsaß-Lothringen zum neugegründeten Deutschen Reich. Durch den Versailler Vertrag wurde Bouzonville vom Deutschen Reich abgetrennt. In den Jahren 1926–1939 wurde die Umgebung durch den Bau der französischen Maginot-Linie geprägt. Ab dem Jahr 1940 bis zur alliierten Rückeroberung im Jahr 1944 war es wieder deutsch besetzt und gehörte zum Gau Westmark.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2018
Einwohner 3306 3763 4232 4285 4148 4117 4178 3923

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hl. Kreuz, barocke Klostergebäude am Kirchvorplatz

Die Klosterkirche der ehemaligen Abtei Sainte-Croix de Bouzonville (Abtei Heilig Kreuz) ist eine querhauslose gotische Pseudobasilika mit offener Vorhalle. Der Turm erhielt in der Barockzeit eine Welsche Haube. Das Chorgestühl mit figürlichen Schnitzereien entstammt der Barockzeit. Der Chorabschluss der Kirche verfügt über zwei für Lothringen typische Chorflankentürme. Das Mittelschiff ist 17 m hoch, die Seitenschiffe erreichen eine Höhe von 10 m. In den Blattkapitellen der Säulen des Triumphbogens erscheinen Menschen und Tiere. Die Schlusssteine der Gewölbe zeigen neben dem Osterlamm mehrere Adels- und Abtswappen.

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1979 besteht eine Partnerschaft zur benachbarten saarländischen Gemeinde Rehlingen-Siersburg.

Rathaus (Hôtel de ville) von Bouzonville

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Bouzonville

Der Bahnhof Bouzonville liegt an der Bahnstrecke Völklingen–Thionville und der Bahnstrecke Dillingen–Bouzonville.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bouzonville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abgedruckt bei Georges Boulangé: Les sépultures Lorraines à Bouzonville. In: L'Austrasie, Metz 1855, S. 331–354; hier S. 343 ff.
  2. Uwe Anhäuser: Lothringen, Zwischen Vogesen und Champagne, an Maas und Mosel, Köln 1998, S. 79.
  3. Uwe Anhäuser: Lothringen, Zwischen Vogesen und Champagne, an Maas und Mosel, Köln 1998, S. 44.