Viviane Obenauf

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Viviane Obenauf (* 25. Oktober 1986 in Rio de Janeiro, Brasilien) ist eine brasilianisch-schweizerische Profiboxerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obenauf wuchs in Sao Geraldo und Juiz de Fora (Brasilien) als Viviane de Jesus Costa auf.[1] Sie spielte früh Fussball. Dem strengen Elternhaus wollte sie zweimal entfliehen, was ihr nicht gelang. De Jesus Costa erreichte jedoch, dass sie vorzeitig als volljährig erklärt wurde und von zuhause ausziehen konnte.[1] Den Lebensunterhalt bestritt sie vorerst als Hotelangestellte. Sie zog 2008 nach Europa und heiratete ein Jahr später den Österreicher Christian Obenauf, welchen sie in der Schweiz kennengelernt hatte. Zwei Jahre später bekam sie einen Sohn. Nach dieser Schwangerschaft baute sie ihr Übergewicht mit Boxtraining ab. Mit ihrem Mann zusammen wechselte sie den Wohnsitz nach der Steiermark. Nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hatte, kehrte sie 2013 mit ihrem Kind zusammen in die Schweiz zurück wo sie die Wirtefachprüfung in Basel ablegte. Sie arbeitete bis 2018 in der Gastronomie. Es gelang ihr, in Interlaken ein eigenes Box-Gym zu eröffnen und zu betreiben. Nun lebt sie in Oberried am Brienzersee im Berner Oberland.[1] Ihre Beziehungen zum Heimatland Brasilien hat sie nicht abgebrochen. So setzt sie sich für das Projekt Esporte e Vida für arme Kinder in der kleinen brasilianischen Stadt Sao Geraldo ein wo sie aufgewachsen ist.[2][3]

Boxkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obenauf nahm an mehreren Amateurkämpfen in der Schweiz teil. In 2012 wurde sie Schweizer Meisterin im Leichtgewicht. Im Jahr 2013 kämpfte sie im österreichischen Kader. Anfang 2014 wechselte sie ins Profiboxteam Thun im (Kanton Bern). Seit 2014 hat sie mehrere Kämpfe als professionelle Boxerin in der Gewichtsklasse Leichtgewicht und Superfedergewicht absolviert. Eine Auflistung der bisherigen Kämpfe findet sich auf Women Boxing Records.[4] Die WBA-Rangliste des Frauenboxens im Superfedergewicht kann eingesehen werden.[5]

Kämpfe mit Pressekommentaren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Obenauf siegte gegen die Polin Karina Kopinska am 1. Oktober 2016 in Bern.[6]
  • Obenauf verlor gegen Weltmeisterin Katie Taylor in Manchester am 10. Dezember 2016.[7]
  • Obenauf kämpfte gegen Chantelle Cameron aus Northampton in Leicester (England) am 12. Dezember 2017 um den WM-Titel der IBO im Leichtgewicht und verlor.[7]
  • Sieg in Cardiff (Wales) am 4. August 2018 gegen Natasha Jonas (6 Kämpfe, 5 KO-Siege) in der vierten Runde. Damit holte Obenauf den WBA-Titel International im Superfedergewicht.[8][9][2]
  • Obenauf trat am 4. Dezember 2018 in Paris gegen die bisher ungeschlagene Weltmeisterin Maiva Hamadouche in einem IBF-Titelkampf an und musste aufgeben, nachdem sie zwei Finger gebrochen hatte.[10]
  • Nach ihrer Verletzung in Paris organisierte Obenauf am 27. April 2019 ein Box Meeting Schweiz gegen Polen in Interlaken. Ihr Wiedereinstieg in das Profiboxkampfgeschehen gelang.[11]

Mediale Beachtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Christian Bürge: Viviane Obenauf - Bei uns stand Disziplin über allem. Schweizer Illustrierte, 7. April 2019, abgerufen am 7. August 2019
  2. a b Calvin Stettler: Leg dich bloss nicht mit Viviane an. Tages-Anzeiger, 23. September 2018, abgerufen am 2. Dezember 2018
  3. Die andere Seite von Viviane Obenauf. Jungfrau Zeitung, 11. August 2018, abgerufen am 2. Dezember 2018
  4. Boxing Results for Viviane Obenauf. womenboxingrecords.com, abgerufen am 2. Dezember 2018.
  5. Runner-up WBA Super Featherweight. World Boxing Association, aufgerufen am 2. Dezember 2018
  6. Ane Hebeisen: Blutvergiessen im Stadttheater. Der Bund, 2. Oktober 2016, abgerufen am 2. Dezember 2018
  7. a b Patrick Mäder: Obenauf kämpft gegen Box-Sensation. Blick, 2. Dezember 2017, abgerufen am 2. Dezember 2018
  8. «The Golden Girl» sorgt in Wales für Überraschung. swissboxing, 4. August 2018, abgerufen am 2. Dezember 2018
  9. Patrick Mäder: Schweizer Boxerin vermöbelt «Miss GB». Der Blick, 6. August 2018, abgerufen am 2. Dezember 2018
  10. Patrick Mäder: Kampf verloren, zwei Finger gebrochen, Boxverbot für tapfere Obenauf. Blick, 5. Dezember 2018, abgerufen am 5. Dezember 2018
  11. Ueli E. Adam: Profi-Meeting in Interlaken. swissboxing, 28. April 2019, abgerufen am 11. Mai 2019