Oberreißen

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Oberreißen
Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße
Oberreißen führt kein Wappen
Koordinaten: 51° 5′ 14″ N, 11° 24′ 48″ O
Höhe: 240 m ü. NHN
Eingemeindung: 31. Dezember 2013
Postleitzahl: 99510
Vorwahl: 036373
Karte
Lage von Oberreißen in Ilmtal-Weinstraße
Ansicht von Oberreißen
Ansicht von Oberreißen

Oberreißen ist ein Ortsteil der Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße im Nordosten des Landkreises Weimarer Land.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obereißen liegt nördlich von Apolda im fruchtbaren Thüringer Becken kurz vor Buttstädt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. Juni 1262 wurde der Ort erstmals urkundlich genannt.[1] Der Ort entstand aus dem Zusammenschluss der Orte Crellwitz und Reißen, deren natürliche Grenze der Hohndorfer Bach war.[2] Reißen besaß eine eigene Kirche, wogegen Crellwitz nur eine Kapelle besaß. Beide Orte hatten ihren eigenen Friedhof.

Oberreißen lag bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einem südlichen Ausläufer des kursächsischen Amts Eckartsberga, der in das Herzogtum Sachsen-Weimar hineinragte. Er war nur über den zum Amt Wendelstein gehörigen Ort Willerstedt mit dem restlichen Thüringer Kreis des Kurfürstentums Sachsen verbunden. Durch die Auswirkungen des Wiener Kongresses kam Oberreißen mit weiteren südlichen Orten des Amts Eckartsberga im Jahr 1815 an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und wurde 1817 dem Amt Buttstädt angegliedert, welches 1850 im Verwaltungsbezirk Apolda des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach aufging. 1920 kam der Ort zum Land Thüringen.

Am 31. Dezember 2013 wurde Oberreißen in die neue Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße eingegliedert.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An beiden Ortseingängen von Oberreißen befinden sich die markanten Bauten der Gemeinde. Im Süden steht die Dorfkirche Oberreißen, deren Turm im Jahre 1715 neu errichtet wurde und im Norden die ehemalige Windmühle, die um 1700 erbaut wurde und später durch Feuer zerstört wurde. 1822 erbaute man sie im Holländer–Stil neu.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Bergmann (1881–1951), Politiker (SPD, USPD), Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft 1919–1928, Reichstagsabgeordneter 1928–1932

Personen mit Bezug zum Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hugo Ganske (1869–1939), Schriftsteller, wirkte im Ort

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberreißen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 208.
  2. Oberreißen. auf: ilmtal-weinstrasse.de
  3. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013