Zum Inhalt springen

Obersteirischer Industrieraum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als obersteirischen Industrieraum bezeichnet man das wirtschaftliche Zentrum der Steiermark entlang der Mur und der Mürz (Mur-Mürz-Furche). Er gilt mit rund 500.000 Einwohnern nach dem Grazer Becken als zweitgrößter Ballungsraum der Steiermark und ist bekannt für seine Schwerindustrie. Das Zentrum ist Leoben mit rund 26.000 Einwohnern.

Das Hüttenwerk in Leoben-Donawitz
Blick auf Leoben, rechts sieht man den Hauptbahnhof, welcher eine wichtige Drehscheibe im Fernverkehr darstellt

Industriebetriebe

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nennenswerte Standorte

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leoben-Donawitz:

Das Hüttenwerk Donawitz der voestalpine ist nach dem Werk in Linz das zweitgrößte Eisenwerk Österreichs und produziert mit 120 Metern die längsten Eisenbahnschienen der Welt.

Auch gibt es ein modernes 2007 eröffnetes Drahtwalzwerk.[1]

Mürzzuschlag:

In Mürzzuschlag, der nordöstlichsten Stadt im obersteirischen Industrieraum, befindet sich der Sitz der Böhler Bleche GmbH.

Kapfenberg:

Ein weiterer bedeutender Standort der Böhlerwerk GmbH befindet sich in Kapfenberg. 1926 wurde die Produktion von Schweißdrähten aufgenommen. 1950 entstand eine Stranggussanlage und 1967 baute man ein Sonderstahlwerk. In mehreren Etappen wurde der Standort immer wieder um moderne Schmelzöfen und Werkstoffproduktionsanlagen erweitert. Im Jahr 2003 wurde die Kapazität deutlich erweitert.

Der Ort ist mit 23.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Obersteiermark und befindet sich ebenfalls im Zentrum des obersteirischen Industrieraums. Dort ging im Oktober 2023 das bis dato modernste Edelstahlwerk der Welt in Betrieb.[2] Der neue Arbeitgeber wird und 3000 Arbeitsplätze liefern.[3]

Industrieachse Mur-Mürz

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Industrieachse Mur-Mürz verbindet die politischen Bezirke Bruck-Mürzzuschlag, Leoben und Murtal.

Im Obersteirischen Industrieraum leben rund 500.000 Menschen. Das Zentrum ist Leoben mit rund 26.000 Einwohnern, die Stadt ist einer von sechs steirischen Universitätsstandorten (Montanuniversität Leoben) mit rund 4.000 Studenten.

Schienenverkehr

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Großraum Leoben leben rund 110.000 Menschen. Der Bahnhof Leoben Hauptbahnhof ist Systemhalt von vielen internationalen Fernverbindungen wie beispielsweise GrazZürich oder Graz – Frankfurt am Main.

Weitere Fernzughalte sind Mürzzuschlag, Kapfenberg, Bruck an der Mur, Knittelfeld und Judenburg. Die ersten beiden sind Systemhalt der stündlichen Fernzugverbindungen Prag/WienGraz und letztere zwei der Fernverbindungen im 2-Stunden-Takt Wien – Villach (-Venedig). In Bruck hält jede der genannten Zugverbindungen. Ebenso ist jeder der genannten Bahnhöfe in das Netz der S-Bahn Steiermark eingebunden.

Entsprechend der vielen Unternehmen und Fabriken gibt es viel Schienengüterverkehr. In den meisten größeren Bahnhöfen werden täglich mehrere Wagen-Garnituren beigestellt, beladen, abgezogen und anschließend zum Weitertransport nach Bruck an der Mur Frachtenbahnhof, dem Drehpunkt aller Wagen gebracht.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Drahtwalzwerk Leoben-Donawitz. voestalpine, 27. September 2017, abgerufen am 12. November 2017.
  2. ZIB 7:00 vom 19.10.2023 um 07:00 Uhr. 19. Oktober 2023, abgerufen am 19. Oktober 2023.
  3. Voestalpine baut neues Edelstahlwerk in Kapfenberg. Die Presse, 27. September 2017, abgerufen am 12. November 2017.