Odorheiu Secuiesc

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Odorheiu Secuiesc
Oderhellen
Székelyudvarhely
Wappen von Odorheiu Secuiesc
Odorheiu Secuiesc (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Harghita
Koordinaten: 46° 19′ N, 25° 18′ OKoordinaten: 46° 18′ 41″ N, 25° 17′ 59″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 390 m
Fläche: 47,79 km²
Einwohner: 34.257 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 717 Einwohner je km²
Postleitzahl: 535600
Telefonvorwahl: (+40) 02 66
Kfz-Kennzeichen: HR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Munizipium
Bürgermeister: Arpád Gálfi (MPP-EMNP)
Postanschrift: Piața Primăriei, nr. 5
loc. Odorheiu Secuiesc, jud. Harghita, RO–535600
Website:

Odorheiu Secuiesc (rumänisch umgangssprachlich Odorhei; deutsch Oderhellen, ungarisch Székelyudvarhely) ist eine Stadt im Kreis Harghita in Siebenbürgen, Rumänien.

In dialektischen Varianten wird die Stadt auch manchmal Odderhällen oder Hofmarkt genannt.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odorheiu Secuiesc liegt östlich des Siebenbürgisches Beckens, in den Westausläufern des Harghita-Gebirges (Munții Harghita), ein Gebirgszug der Ostkarpaten. An der Mündung des Baches Sărat in den Oberlauf der Târnava Mare, der Bahnstrecke Vânători–Odorheiu Secuiesc und dem Drum național 13A, befindet sich die Stadt etwa 50 Kilometer südwestlich von der Kreishauptstadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg) entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odorheiu Secuiesc ist das kulturelle Zentrum des Szeklerlandes. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt erfolgte im Jahr 1330 in einem päpstlichen Pflichtregister, besiedelt ist die Gegend aber schon seit der Steinzeit. Die Burg Udvarhely („Hofstelle“) ist seit dem 13. Jahrhundert das Zentrum der Szekler im Westen des Harghita-Gebirges.[2]

Im August 2005 waren Odorheu Secuiesc und einige umliegende Dörfer von schweren Überschwemmungen betroffen.

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[3] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1850 4.789 117 4.355 71 246
1920 11.554 211 11.015 154 174
1941 13.550 52 13.311 130 57
1977 28.738 866 27.688 47 137
1992 39.959 837 38.937 39 146
2002 36.948 1.077 35.357 25 489
2011[1] 34.257 861 31.665 9 1.722 (509 Roma)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Jesus-Kapelle stammt nicht wie angenommen aus dem 13. Jahrhundert, sondern aus dem 16. Jahrhundert.[2] Es ist eine Vierpass-Kirche, damit ein seltenes Denkmal romanischen Stils in Siebenbürgen und steht unter Denkmalschutz.[4]
  • Haáz Rezsõ Museum
  • Wissenschaftliche Bibliothek, die Grundlagen konnten aus Buchspenden von Fürst Apafi Mihály und seinem Kanzler, dem Schulgründer Bethlen János, gelegt werden.
  • Zahlreiche Gebäude in den Straßen Bethlen Gábor, Cetății, Kossuth Lajos und Tompa László im 18. und 19. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz.[4]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der HC Odorheiu Secuiesc spielt seit 2007 in der ersten rumänischen Handball-Liga.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odorheiu Secuiesc pflegt Partnerschaften mit der serbischen Stadt Subotica, der slowakischen Stadt Dunajská Streda, und den ungarischen Ortschaften Barcs, Békéscsaba, Cegléd, Hajdúdorog, Keszthely, Tatabánya, Tihany, Törökbálint, Vác als auch dem Budapester Burgviertel sowie dem Bezirk Soroksár.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Städte in Rumänien

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Odorheiu Secuiesc – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. a b Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  3. E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Harghita laut Volkszählungen von 1850–2002 (ungarisch; PDF; 675 kB)
  4. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB)
  5. Angaben zu Städtepartnerschaften auf der Website Odorheis