Open Range – Weites Land

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Filmdaten
Deutscher Titel Open Range – Weites Land
Originaltitel Open Range
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2003
Länge 133 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 12[1]
Stab
Regie Kevin Costner
Drehbuch Craig Storper
Produktion Kevin Costner
Jake Eberts
David Valdes
Musik Michael Kamen
Kamera James Muro
Schnitt Michael J. Duthie
Miklos Wright
Besetzung
Synchronisation

Open Range – Weites Land ist ein 2003 veröffentlichter US-amerikanischer Western, der auf dem Roman The Open Range Men von Lauran Paine beruht. Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller ist Kevin Costner.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1882 haben die Zäune der Zivilisation den Westen der USA noch nicht erreicht. Als Freegrazer treibt Boss Spearman seine Rinderherde von einem freien Weideland („Open Range“) zum nächsten. Für ihn arbeiten der Bürgerkriegsveteran Charley Waite, der ebenso massige wie sanftmütige Mose und der junge und unerfahrene Mexikaner Button. Zusammen bilden sie eine Art Familie. Der Frieden endet, als Mose in die Stadt Harmonville reitet, um dort Vorräte einzukaufen. Die Stadt wird von Denton Baxter tyrannisiert, dem größten Rancher der Gegend und Besitzer der halben Stadt. In Baxters Saloon wird Mose von Baxters Leuten verprügelt und danach vom korrupten Marshal Poole als angeblicher Verursacher der Schlägerei verhaftet. Als Mose von Boss und Charley dort abgeholt wird, verzichtet der Marshal auf eine Geldstrafe, wenn sie die Gegend schnell verlassen. Der ebenfalls anwesende Baxter äußert deutlich seinen Hass auf Freegrazer, deren Rinder das Gras auf freiem Weideland abfressen, das er für seine eigenen Rinder nutzt. Dabei lässt er auch durchblicken, das er bereits andere Freegrazer erschossen hat.

Nachdem die drei Cowboys wieder bei ihrem Lager sind, erfahren sie von Button, dass maskierte Männer bei ihrer Herde sind. Baxters Männer weichen jedoch einem offenen Kampf aus, darum folgen Boss und Charley ihnen und überwältigen sie bei ihrem Nachtlager. Weitere Männer von Baxter haben jedoch inzwischen ihr Camp überfallen, dabei Mose erschossen und Button lebensgefährlich verletzt. Sie bringen den Jungen zum Arzt Barlow, in dessen Schwester Sue sich Charley verliebt.

Anschließend kommt es mitten im Ort zu einem Showdown, bei dem sich Boss Spearman und Charley Waite dem Rancher und seinen vier Männer gegenübersehen. Drei weitere Männer sollen über Seitengassen den Cowboys in den Rücken fallen. Der kriegserfahrene Charley kann den Mörder von Mose mit einem blitzschnellen Kopfschuss ausschalten. Es kommt zu einer ausgedehnten Schießerei, bei der auch der korrupte Marshal mit vier weiteren Männern auf der Seite des Ranchers kämpft. Die anfänglich noch vom Rancher eingeschüchterten Dorfbewohner schlagen sich während des Kampfes auf die Seite der Freegrazer. Nachdem Boss schließlich Baxter stellen kann, üben sie blutige Selbstjustiz an Baxters überlebenden Schergen.

Charley bittet Sue nach Ende des Kampfes trotz aller Selbstzweifel um ihre Hand. Sie willigt ein und verabschiedet sich von ihm, da er zuerst mit Boss die Herde veräußern will, damit sie mit diesem Geld den örtlichen Saloon kaufen können. Er verspricht jedoch, zurückzukehren.

Deutsche Synchronfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dialogbuch der deutschen Synchronbearbeitung verfasste Klaus Bickert, Synchronregie führte Joachim Tennstedt.[2]

Darsteller Deutscher Sprecher[2] Rolle
Kevin Costner Frank Glaubrecht Charley Waite
Robert Duvall Friedrich Georg Beckhaus Boss Spearman
Annette Bening Traudel Haas Sue Barlow
Sir Michael Gambon Otto Mellies Denton Baxter
Kim Coates Udo Schenk Butler
James Russo Ronald Nitschke Marshal Poole
Abraham Benrubi Tilo Schmitz Mose
Diego Luna Nico Mamone Button
Michael Jeter Rainer Gerlach Percy
Dean McDermott Thomas Nero Wolff Doc Barlow
Peter MacNeill Klaus Sonnenschein Mack
Cliff Saunders Stefan Krause Ralph
Tim Koetting Bernd Rumpf Barkeeper Bill

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Atemberaubend fotografierter melancholischer Spätwestern mit Sympathie für seine konservativen Helden, die nostalgischen Tugenden huldigen und ihren Überlebensmut allein aus der Tatsache schöpfen, dass sie nichts mehr zu verlieren haben. Überzeugend inszeniert und gespielt, nutzt der Film das Genre, um über den Niedergang von Traditionen und Werten nachzudenken.“

Lexikon des internationalen Films[3]

„Aufrechte Cowboys, saftiges Weideland, Lagerfeuer-Romantik, böse Rinderbarone, korrupte Sheriffs, Shoot-Outs à la Zwölf Uhr mittags, am Rande auch noch ein bisschen Liebe: Die Klischeekiste für Western ist schnell rappelvoll. Überraschend an Kevin Costners Open Range – Weites Land ist nicht, dass nichts davon weggelassen wurde. Sondern dass sein Film im besten Sinne unaufdringlich ist und keine ungewollte Selbstparodie. […] Es ist wunderbar altmodisches Kino für die ruhigeren Momente im Leben, ein wehmütiges Wildwest-Drama, das noch nach Freiheit und Abenteuer riecht.“

Cinema[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film gewann im Jahr 2004 den Western Heritage Award. Annette Bening wurde 2004 für den Golden Satellite Award nominiert. Diego Luna wurde 2004 für den MTV Movie Award nominiert. Der Film wurde 2004 für den Motion Picture Sound Editors Award nominiert. Der Stuntman Chad Camilleri wurde bei den Taurus Awards 2004 in der Kategorie Bester Stunt eines Mannes (Best Overall Stunt By A Stunt Man) nominiert.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast die Hälfte des Budgets von insgesamt 26 Millionen US-Dollar wurde von Kevin Costner, Jake Eberts und David Valdes selbst aufgebracht. Obwohl das Genre des Westerns als aufgebraucht galt, erwies sich der Film mit einem Einspielergebnis von 58 Millionen US-Dollar allein in den USA als Überraschungserfolg.

Der Film wurde in der kanadischen Provinz Alberta gedreht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alterskennzeichnung für Open Range – Weites Land. Jugendmedien­kommission.
  2. a b Open Range – Weites Land in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 14. September 2014.
  3. Open Range – Weites Land im Lexikon des internationalen Films
  4. Kritik Cinema