Open Range – Weites Land
| Film | |
| Titel | Open Range – Weites Land |
|---|---|
| Originaltitel | Open Range |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2003 |
| Länge | 139 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Kevin Costner |
| Drehbuch | Craig Storper |
| Produktion |
|
| Musik | Michael Kamen |
| Kamera | James Muro |
| Schnitt | |
| Besetzung | |
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| → Synchronisation | |
Open Range – Weites Land ist ein US-amerikanischer Western nach Lauran Paines Roman The Open Range Men. Regie, Produktion und Hauptrolle übernahm Kevin Costner. Der Film erschien 2003 und entwickelte sich zum Achtungserfolg bei Kritik und Publikum.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1882 haben die Zäune der Zivilisation den Westen der USA noch nicht erreicht. Als Freegrazer treibt Boss Spearman seine Rinderherde von einem freien Weideland („Open Range“) zum nächsten. Für ihn arbeiten der Bürgerkriegsveteran Charley Waite, der ebenso massige wie sanftmütige Mose und der junge und unerfahrene Mexikaner Button. Zusammen bilden sie eine Art Familie. Der Frieden endet, als Mose in die Stadt Harmonville reitet, um dort Vorräte einzukaufen. Die Stadt wird von Denton Baxter tyrannisiert, dem größten Rancher der Gegend und Besitzer der halben Stadt. In einem Gemischtwarenladen ('General Store') wird Mose von Baxters Leuten verprügelt und danach vom korrupten Marshal Poole als angeblicher Verursacher der Schlägerei verhaftet. Als Mose von Boss und Charley dort abgeholt wird, äußert der ebenfalls anwesende Baxter deutlich seinen Hass auf Freegrazer, deren Rinder das Gras auf freiem Weideland abfressen, das er für seine eigenen Rinder nutzt. Dabei lässt er auch durchblicken, dass er einen anderen Freegrazer bereits erschießen ließ. Auf Anordnung von Baxter lässt der Marshal den schwer verwundeten Mose mit der Auflage frei, dass die Gruppe mit ihrer Herde das County umgehend zu verlassen habe.
Nachdem die drei Cowboys wieder bei ihrem Lager sind, erfahren sie von Button, dass maskierte Männer bei ihrer Herde sind. Baxters Männer weichen jedoch einem offenen Kampf aus. Darum folgen Boss und Charley ihnen und überwältigen sie bei ihrem Nachtlager. Weitere Männer von Baxter haben jedoch inzwischen ihr Camp überfallen und dabei nicht nur Charleys Hund, sondern auch Mose erschossen und Button lebensgefährlich verletzt. Boss und Charley bringen den Jungen zum Arzt Barlow, in dessen Schwester Sue sich Charley verliebt.
Anschließend kommt es mitten im Ort zu einem Showdown, bei dem Boss und Charley dem Rancher und vier seiner Männer gegenüberstehen. Drei weitere sollen über Seitengassen den Cowboys in den Rücken fallen. Der kriegserfahrene Charley kann den Mörder von Mose mit einem überraschenden Kopfschuss ausschalten. Es kommt zu einer ausgedehnten Schießerei, bei der auch der korrupte Marshal mit vier weiteren Männern auf der Seite des Ranchers kämpft. Die anfänglich noch vom Rancher eingeschüchterten Dorfbewohner schlagen sich während des Kampfes auf die Seite der Freegrazer. Nachdem Boss schließlich Baxter hat stellen können, üben sie blutige Selbstjustiz an Baxters überlebenden Schergen.
Charley bittet Sue nach Ende des Kampfes trotz aller Selbstzweifel um ihre Hand. Sie willigt ein und verabschiedet sich von ihm, da er zuerst mit Boss die Herde veräußern will, damit sie mit diesem Geld den örtlichen Saloon kaufen können. Er verspricht, zurückzukehren.
Entstehung und Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hauptdarsteller
Open Range wurde in der kanadischen Provinz Alberta gedreht.[3] Synchronregie der deutschen Synchronfassung führte Joachim Tennstedt nach einem Dialogbuch von Klaus Bickert.[4] Der Film startete am 15. August 2003 in den US-Kinos und am 29. Januar 2004 in Deutschland.
Fast die Hälfte des Budgets von insgesamt 22 Millionen US-Dollar wurde von Kevin Costner, Jake Eberts und David Valdes selbst aufgebracht. Obwohl das Genre des Westerns als aufgebraucht galt, erwies sich der Film mit einem Einspielergebnis von 58 Millionen US-Dollar allein in den USA als Überraschungserfolg.[5]
| Darsteller | Rolle | Deutscher Sprecher[4] |
|---|---|---|
| Kevin Costner | Charley Waite | Frank Glaubrecht |
| Robert Duvall | Boss Spearman | Friedrich Georg Beckhaus |
| Annette Bening | Sue Barlow | Traudel Haas |
| Sir Michael Gambon | Denton Baxter | Otto Mellies |
| Kim Coates | Butler | Udo Schenk |
| James Russo | Marshal Poole | Ronald Nitschke |
| Abraham Benrubi | Mose | Tilo Schmitz |
| Diego Luna | Button | Nico Mamone |
| Michael Jeter | Percy | Rainer Gerlach |
| Dean McDermott | Doc Barlow | Thomas Nero Wolff |
| Peter MacNeill | Mack | Klaus Sonnenschein |
| Cliff Saunders | Ralph | Stefan Krause |
| Tim Koetting | Barkeeper Bill | Bernd Rumpf |
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 79 %[6] |
| Metacritic (Metascore) | 67/100[7] |
| AllMovie | |
| CinemaScore | A–[9] |
Open Range erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend freundliche Besprechungen und ordnet den Film damit als „Verbrieft Frisch“ ein.[6.1] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.[7.1]
„Atemberaubend fotografierter melancholischer Spätwestern mit Sympathie für seine konservativen Helden, die nostalgischen Tugenden huldigen und ihren Überlebensmut allein aus der Tatsache schöpfen, dass sie nichts mehr zu verlieren haben. Überzeugend inszeniert und gespielt, nutzt der Film das Genre, um über den Niedergang von Traditionen und Werten nachzudenken.“
„Aufrechte Cowboys, saftiges Weideland, Lagerfeuer-Romantik, böse Rinderbarone, korrupte Sheriffs, Shoot-Outs à la Zwölf Uhr mittags, am Rande auch noch ein bisschen Liebe: Die Klischeekiste für Western ist schnell rappelvoll. Überraschend an Kevin Costners Open Range – Weites Land ist nicht, dass nichts davon weggelassen wurde. Sondern dass sein Film im besten Sinne unaufdringlich ist und keine ungewollte Selbstparodie. […] Es ist wunderbar altmodisches Kino für die ruhigeren Momente im Leben, ein wehmütiges Wildwest-Drama, das noch nach Freiheit und Abenteuer riecht.“
Der Film gewann 2004 den Western Heritage Award. Annette Bening wurde 2004 für den Golden Satellite Award nominiert. Diego Luna wurde 2004 für den MTV Movie Award nominiert. Der Film wurde 2004 für den Motion Picture Sound Editors Award nominiert. Der Stuntman Chad Camilleri wurde bei den Taurus Awards 2004 in der Kategorie Bester Stunt eines Mannes (Best Overall Stunt By A Stunt Man) nominiert.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Open Range – Weites Land bei IMDb
- Open Range – Weites Land ( vom 6. April 2016 im Internet Archive) im Dirk Jasper FilmLexikon
- Open Range bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Open Range bei Metacritic (englisch)
- Open Range – Weites Land in der Online-Filmdatenbank
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Freigabebescheinigung für Open Range – Weites Land. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 96606/VDVD; abgerufen am 17. April 2026).
- ↑ Alterskennzeichnung für Open Range – Weites Land. Jugendmedienkommission.
- ↑ Drehorte auf imdb.com
- 1 2 Open Range – Weites Land. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 14. September 2014.
- ↑ Einspielergebnis auf boxofficemojo.com
- ↑ Open Range – Weites Land. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 7. Oktober 2021 (englisch, aggregiert aus 184 Kritiken).
- ↑ “Certified Fresh”
- ↑ Open Range – Weites Land. In: Metacritic. Abgerufen am 2. März 2024 (englisch, aggregiert aus 40 Kritiken).
- ↑ “Generally Favorable”
- ↑ Perry Seibert: Kritik zu Open Range – Weites Land ( vom 27. Juni 2019 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)
- ↑ Datenbankabfrage bei cinemascore.com
- ↑ Open Range – Weites Land. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
- ↑ Open Range – Weites Land. In: cinema. Abgerufen am 18. März 2022.