Opisthokonta

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Opisthokonta
Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae), infiziert mit dem Pilz Pandora neoaphidis. Beide Arten gehören den Opisthokonta an.

Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae),
infiziert mit dem Pilz Pandora neoaphidis.
Beide Arten gehören den Opisthokonta an.

Systematik
Klassifikation: Lebewesen
Domäne: Eukaryoten (Eukaryota)
ohne Rang: Amorphea
Supergruppe: Opisthokonta
Wissenschaftlicher Name
Opisthokonta
Caval.-Sm.1987, emend. Adl et al. 2005

Die Opisthokonta (griechisch für „Hinterpolige“, wegen der Position der Geißel) sind eine der Gruppen von Eukaryoten, also Lebewesen mit Zellkernen. Zu ihnen gehören vor allem die Vielzelligen Tiere (Metazoa) und die Pilze (Fungi) sowie einige Gruppen einzelliger Organismen.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Opisthokonta zeichnen sich morphologisch durch Zellen mit einem einzelnen dorsal (oder posterior) liegenden Cilium ohne Mastigonema aus, welches zumindest in einem Entwicklungsstadium vorhanden ist. Bei einzelnen Taxa kann dieses sekundär vollständig verloren gegangen sein. Außerdem besitzen die Zellen ein Paar Kinetosomen oder Zentriolen, die abgewandelt sein können.

Innere Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstbeschrieben wurde das Taxon 1987 von Thomas Cavalier-Smith, der Name wurde vorher einige Male von diesem Autor (gemeinsam mit Ema Chao) erwähnt, aber nicht formal beschrieben, der Name war vorher (1956) schon einmal von Herbert Copeland als Name für die Chytridiomycetes im weiteren Sinne verwendet worden. Im Jahr 2005 wurde er von einer Arbeitsgruppe (Adl und Kollegen) in ihr Referenzwerk für die Phylogenie der Eukaryoten, das weithin als Standardwerk akzeptiert ist, übernommen, im Sinne der phylogenetischen Systematik wurde darin auf klassische Rangstufen verzichtet. Die Gruppe gliederte die Opisthokonta noch direkt in vier Gruppen:[1]

In einer Folgebearbeitung 2012 revidierten die Autoren die Gruppe jedoch mit dem Ergebnis der Neubeschreibung zweier neuer Taxa, in welche die bisherigen Gruppen einsortiert wurden, parallel wurde die Gruppe der Mesomycetozoa aufgespalten:[2]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adl SM, Simpson AGB, Farmer MA, Andersen RA, Anderson OR, Barta JA, Bowser SS, Bragerolle G, Fensome RA, Fredericq S, James TY, Karpov S, Kugrens P, Krug J, Lane CE, Lewis LA, Lodge J, Lynn DH, Mann DG, McCourt RM, Mendoza L, Moestrup Ø, Mozley-Standridge SE, Nerad TA, Shearer CA, Smirnov AV, Spiegel FW, Taylor MFJR: The New Higher Level Classification of Eukaryotes with Emphasis on the Taxonomy of Protists. In: Journal of Eukaryotic Microbiology. 52, 2005, S. 399-451. PMID 16248873.
  2. Adl, S. M., Simpson, A. G. B., Lane, C. E., Lukeš, J., Bass, D., Bowser, S. S., Brown, M. W., Burki, F., Dunthorn, M., Hampl, V., Heiss, A., Hoppenrath, M., Lara, E., le Gall, L., Lynn, D. H., McManus, H., Mitchell, E. A. D., Mozley-Stanridge, S. E., Parfrey, L. W., Pawlowski, J., Rueckert, S., Shadwick, L., Schoch, C. L., Smirnov, A. and Spiegel, F. W.: The Revised Classification of Eukaryotes. Journal of Eukaryotic Microbiology, 59: 429–514, 2012, PDF Online