Orit Arfa

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Orit Arfa (geboren in Los Angeles, USA[1]) ist eine US-amerikanisch-israelische Buchautorin und Journalistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orit Arfa wuchs als Tochter eines US-amerikanischen Vaters und einer israelischen Mutter in Los Angeles auf. Ihre Großeltern sind Holocaust-Überlebende, ihr Vater wurde in einem Lager für Displaced Persons in Deutschland geboren.[2][3] Sie ist Autorin mehrerer Bücher und veröffentlicht Beiträge unter anderem bei der Jerusalem Post[4], dem Magazin fluter[5], der Zeitschrift Cicero[6] und der Achse des Guten.[7]

1999 ging Arfa nach Israel und wurde durch viral verbreitete Parodien auf Musikvideos von Miley Cyrus bekannt, die sie zu Hymnen für rechtsgerichtete Siedlungsaktivisten umgedichtet hatte. Später erfand sie die Girlgroup The Gaza Girls, deren drei Mitglieder alle von ihr gespielt wurden, und die den Titel „Stop and Kill All the Jews!“ sang. Die Medienbranche zeigte sich verunsichert, ob es sich um eine Parodie oder eine ernst gemeinte Veröffentlichung handelte.[3]

Die Handlung ihres Buches The Settler spielt im Kontext von Israels Abzug aus dem Gazastreifen. Laura Kelly rezensierte in der Jerusalem Post, das Buch erkunde Nuancen des modernen Israel und seiner Menschen, die in der internationalen Presse übertüncht würden. Jeder der Charaktere stehe für eine andere Facette der israelischen Gesellschaft, national-religiös, ehemals religiös, säkular, einer Minderheit zugehörig, Kibbuz-Mitglied oder Partyvolk aus Tel Aviv. Keiner könne einfach kategorisiert werden und die Autorin zeige einmal mehr, dass Menschen viel komplizierter seien, als sie schienen.[3]

Ihr Buch Underskin: A German-Israeli Love Story beschreibt die Beziehung einer israelischen Architektin und eines deutschen Friedensaktivisten in Tel Aviv und deren Umgang mit dem Holocaust. Ellis Shuman nannte das Buch in der Times of Israel eine unkonventionelle Liebesgeschichte, die ein sehr schweres Thema auf leichtherzige und erotische Art erschließe.[8] Die Jerusalem Post veröffentlichte einen Auszug des Buches.[9]

Orit Arfa lebt in Berlin.[2]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Spinoza & Ayn Rand: How to Reconcile Spinoza's God with Rand's Atheism, Route 60 Press, 2014.
  • The Settler: A novel of modern Israel, Route 60 Press, 2015.
  • Ayn Rand and Esther: How The Fountainhead Can Illuminate Our Understanding of Esther, Israel and the Jews, Route 60 Press, 2015.
  • Underskin: A German-Israeli Love Story, Route 60 Press, 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Selbstporträt auf Orit Arfas offiziellem Internetauftritt
  2. a b Sandra Sperling: Bloß keine politische Diskussion im Club!, Jetzt, 8. September 2017.
  3. a b c Laura Kelly: The humans behind the headlines, Jerusalem Post, 12. August 2015.
  4. Beiträge von und über Orit Arfa in der Jerusalem Post
  5. Beiträge von und über Orit Arfa bei fluter
  6. Beiträge von und über Orit Arfa bei Cicero
  7. Beiträge von und über Orit Arfa bei der Achse des Guten
  8. Ellis Shuman: Review of Underskin by Orit Arfa, Times of Israel, 7. November 2017.
  9. Orit Arfa: Can an Israeli kiss a German?, Jerusalem Post, 18. November 2017.