Haste (Osnabrück)

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Osnabrücker Rad.svg
Haste
Stadtteil von Osnabrück
Karte:
Karte
Basisdaten
Fläche: 7,95 km²
Einwohner: 6.383 Stand: 31. Dezember 2014
Bevölkerungsdichte: 803 Einwohner/km²
Postleitzahl: 49090
Vorwahlen: 0541
Gliederung
Stadtteilnummer:

07

Haste ist ein Stadtteil im Norden der Stadt Osnabrück in Niedersachsen, mit 794,9 Hektar Fläche[1] der fünftgrößte der Stadt. Die zuvor eigenständige Gemeinde wurde im Jahr 1940 nach Osnabrück eingemeindet. In Haste leben (Stand 12/2014) rund 6400 Menschen.[2]

Räumliche Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nordwesten grenzt Haste an den Stadtteil Pye, im Norden an die Gemeinde Wallenhorst, im Osten an die Gemeinde Belm, im Süden an die Stadtteile Dodesheide und Sonnenhügel und im Westen an den Stadtteil Hafen. Der Fluss, der durch den Stadtteil fließt, ist die Nette.

Die Stadtteilgrenze von Haste verläuft von der Kreuzung Bramscher Straße/Vehrter Landstraße (Haster Mühle) entlang der Straße An der Netter Heide und des Fürstenauer Wegs, knickt dann nach Nord-Osten ab und bildet nördlich und östlich von Haste die Stadtgrenze zwischen Osnabrück und Wallenhorst bzw. Belm. Entlang der Vehrter Landstraße und später der Nette verläuft die Stadtteilgrenze wieder zurück zur Haster Mühle.[3] Damit liegen auch Teile des heutigen Landschaftsparks Piesberg auf dem Gebiet von Haste.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bis dahin selbstständige Gemeinde Haste wurde am 1. April 1940 in die Stadt Osnabrück eingemeindet. Grund hierfür war, dass die Wehrmacht die im Haster Gemeindegebiet befindliche Winkelhausenkaserne infrastrukturell nach Osnabrück eingebunden haben wollte. Viktor Lutze, der Oberpräsident der Provinz Hannover, verfügte im Einvernehmen mit der NSDAP, der Stadt Osnabrück und der Wehrmacht die Eingliederung.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1922 – 1940 Ferdinand Hardinghaus

Am 18. September 1922 wurde Ferdinand Hardinghaus als Nachfolger von Heinrich Hanesch vereidigt.[4] Das Amt behielt er bis zur Eingemeindung am 1. April 1940.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als bedeutende Straße in Haste führt die Bundesstraße 68 durch den Stadtteil und stellt damit eine wichtige Verbindung zwischen Osnabrück und der A 1 dar. Heute fahren in Haste Stadt- und Regionalbuslinien der Stadtwerke Osnabrück. Bis 1959 endete hier die Osnabrücker Straßenbahnlinie 2, welche von der Station „Haste“ in der Bramstraße über die Bramscher Straße, Hasetor, Nikolaiort, Neumarkt in Richtung Schölerberg fuhr.

Bildung, Religion und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angelaschule an der Bramstraße
Nackte Mühle an der Nette

Bildungseinrichtungen im Stadtteil sind die Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück (umgangssprachlich häufig schlicht „Gartenbauschule“ genannt), das katholische Gymnasium und ehemalige Internat Angelaschule, die katholische Oberschule Thomas-Morus-Schule (beide in Trägerschaft des Bistums Osnabrück), die Berufsbildenden Schulen Osnabrück-Haste des Landkreises Osnabrück und die städtische Grundschule Haste.

Religiöse Einrichtungen in Haste sind die ev.-luth. Paul-Gerhardt-Kirche (erbaut von dem einheimischen Architekten Max H. Berling, siehe auch Paul-Gerhardt-Kirchen), die kath. Christus-König-Kirche (siehe auch Christkönigskirchen), das Kloster Nette der „Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens“ sowie der Haster Friedhof.

Haste verfügt über eine eigene freiwillige Ortsfeuerwehr der Feuerwehr Osnabrück. Seit 1981 bietet der Stadtteiltreff Haste unter Trägerschaft der Katholischen Familien-Bildungsstätte e.V. einen Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien. Seit 2006 steht Eltern und Senioren das Mehrgenerationenhaus offen. An der bekannten Wassermühle „Nackte Mühle“ am Östringer Weg finden im Sommer häufig Lern- und Freizeitangebote für Kinder statt. Die Stadtteilbibliothek Haste ist wegen der schwierigen finanziellen Situation der Stadt 2012 geschlossen worden. Auf Haster Gebiet liegt außerdem der heutige Standort des traditionsreichen Musikclubs Hyde Park.

Die kostenlose Bürgerzeitung Haste-Dodesheide-Sonnenhügel-Töne erscheint in den drei aneinandergrenzenden Stadtteilen im Norden Osnabrücks.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Haste existieren zwei Sportvereine, der TuS Haste und die Spielvereinigung Haste. Das städtische Sport- und Freizeitbad Nettebad liegt direkt an der Grenze zu Haste, gehört jedoch zum Stadtteil Sonnenhügel.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bildhauer Fritz Szalinski wurde 1905 in Haste geboren.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmal Östringer Steine

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haste (Osnabrück) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Osnabrück, -Statistik- Größe der Stadtteile und Statistische Bezirke 11/2011 (PDF-Datei)
  2. Stadt Osnabrück, -Statistik- Bevölkerung nach Stadtteilen 12/2014 (PDF-Datei)
  3. Karte der Osnabrücker Stadtteile, Stadt Osnabrück - Fachdienst Geodaten, abgerufen am 19. Januar 2017.
  4. https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/4646/strassenkunde-in-osnabruck-die-hardinghausstrasse-erinnert-an-den-letzten-haster-burgermeister#gallery&0&0&4646 NOZ am 7. November 2012:"Straßenkunde in Osnabrück: Die Hardinghausstraße erinnert an den letzten Haster Bürgermeister"; abgerufen am 7. Mai 2018

Koordinaten: 52° 18′ N, 8° 3′ O