Wallenhorst

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wallenhorst (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wallenhorst
Wallenhorst
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wallenhorst hervorgehoben
Koordinaten: 52° 21′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osnabrück
Höhe: 88 m ü. NHN
Fläche: 47,18 km²
Einwohner: 23.001 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 488 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49134
Vorwahl: 05407
Kfz-Kennzeichen: OS
Gemeindeschlüssel: 03 4 59 033
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausallee 1
49134 Wallenhorst
Webpräsenz: www.wallenhorst.de
Bürgermeister: Otto Steinkamp (parteilos)
Lage der Gemeinde Wallenhorst im Landkreis Osnabrück
Nordrhein-Westfalen Landkreis Cloppenburg Landkreis Diepholz Landkreis Emsland Landkreis Vechta Osnabrück Alfhausen Ankum Bad Essen Bad Iburg Bad Laer Bad Rothenfelde Badbergen Belm Berge (Niedersachsen) Bersenbrück Bippen Bissendorf Bohmte Bramsche Dissen am Teutoburger Wald Eggermühlen Fürstenau Gehrde Georgsmarienhütte Glandorf Hagen am Teutoburger Wald Hasbergen Hilter am Teutoburger Wald Melle Kettenkamp Menslage Merzen Neuenkirchen (Landkreis Osnabrück) Nortrup Ostercappeln Quakenbrück Rieste Voltlage WallenhorstKarte
Über dieses Bild
Die Alte St.-Alexander-Kirche in Wallenhorst
Die gotische Annakapelle
Nivellementpunkt an der neuen
St.-Alexander-Kirche in Wallenhorst
Helmichsteine in Rulle an der Straße der Megalithkultur

Wallenhorst ist eine Selbständige Gemeinde im Landkreis Osnabrück. Aufgrund der Gebietsreform im Jahr 1972 wurde durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Wallenhorst, Hollage, Rulle und Lechtingen die heutige Gemeinde gebildet. Diese ehemaligen Gemeinden bilden heute die Ortsteile der Gemeinde Wallenhorst.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallenhorst liegt im Osnabrücker Land an den südlichen Ausläufern des Wiehengebirges mitten im Natur- und Geopark TERRA.vita. Die Gemeinde gehört zum Einzugsgebiet der südlich angrenzenden Stadt Osnabrück und ist etwa 7 km von deren Stadtzentrum entfernt. Weitere Nachbargemeinden sind Bramsche im Norden und Belm im Osten (beide in Niedersachsen) sowie das nordrhein-westfälische Lotte im Westen.

Die Bezugshöhe des Deutschen Haupthöhennetzes, das Normalhöhennull, ist an einem Höhenfestpunkt an der Neuen St.-Alexander-Kirche festgemacht. Die Geopotentielle Kote dieses Punktes wurde 1986 im Rahmen des europäischen Nivellementnetzes (UELN) ermittelt und bildet die Basis für alle Höhenmessungen in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Rulle legen die Helmichsteine, ein Großsteingrab der Megalithkultur, Zeugnis ab von den ältesten Besiedlungsspuren. In Rulle befindet sich auch die Wittekindsburg. Sie war eine frühmittelalterliche Befestigungsanlage.

Im ältesten Teil Wallenhorsts, dem östlich des heutigen Zentrums gelegenen Alten Dorf, befand sich wahrscheinlich ein vorchristliches Heiligtum aus dem 8. Jahrhundert. Es lag auf dem Gelände des Meyerhofs, in dessen Nachbarschaft sich weitere Bauernhöfe befanden. Das Fundament des Heiligtums wurde um 800 teilweise für den Bau der Alten St.-Alexander-Kirche genutzt. Erstmals erwähnt wurde Wallenhorst in der lateinischen Legende De miraculis sancti Alexandri als Walonhurst, wo im Jahre 851 der seines Augenlichts beraubte Wetrih dem christlichen Märtyrer Alexander von Rom entgegenlief und durch ein Wunder seine Sehkraft wiedererlangte: Alter vero vir nomine Weltrih oculorum lumine privatus in eodem itinere in villa Walonhurst sancto martyri Alexandro occurrit meritisque eius adiuvantibus visum recepit. Der „Hörnschen Hof“, der urkundlich seit 1223 nachgewiesen ist, aber vermutlich etwa 200 Jahre älter ist, war ebenfalls ein Meierhof. Der nördlich des Alten Dorfs in Richtung Pente gelegene Hof ist seit 1910/11 nicht mehr im Besitz der nach ihm benannten Sippe Hörnschemeyer.[2]

Das Zentrum Wallenhorsts verlagerte sich nach der Fertigstellung der Neuen St.-Alexander-Kirche gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach Westen zum Neuen Dorf. Die neue Kirche wurde nahe der gotischen Annakapelle aus dem 15. Jahrhundert auf dem Bokholt errichtet. Der Bokholt war der Versammlungsplatz der Stiftsstände des Fürstbistums Osnabrück im 15. und 16. Jahrhundert. Das Alte Dorf östlich der Bundesstraße 68 behielt seinen ländlichen Charakter.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Hollage, Lechtingen und Rulle eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Wallenhorst seit 1987

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Wallenhorst im jeweiligen Gebietsstand und jeweils am 31. Dezember.

Bei den Zahlen handelt es sich um Fortschreibungen des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[4] auf Basis der Volkszählung vom 25. Mai 1987.

Bei den Angaben aus den Jahren 1961 (6. Juni) und 1970 (27. Mai) handelt es sich um die Volkszählungsergebnisse einschließlich der Orte, die am 1. Juli 1972 eingegliedert wurden.[3]

Jahr Einwohner
1961 9.700
1970 13.879
1987 20.752
1990 21.604
1995 22.844
2000 23.293
2005 24.135
2010 23.706
2011 23.557
2014 23.790[5]

Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallenhorst ist überwiegend katholisch geprägt, was sich im Gemeindewappen in Form eines Kreuzes widerspiegelt, die vier Rauten deuten die vier Ortsteile an. Rund 15.000 Katholiken gehören den drei Gemeinden St. Alexander (Wallenhorst, Lechtingen), St. Josef (Hollage und Hollage-Ost) und St. Johannes (Rulle) an. Neben den katholischen gibt es zwei evangelisch-lutherische Gemeinden: die Andreasgemeinde (Hollage und Alt-Wallenhorst) und die Paul-Gerhardt-Gemeinde (Lechtingen, Rulle sowie der Osnabrücker Stadtteil Haste) mit gut 5.000 Mitgliedern.

Im Ortsteil Rulle bestand von 1246/47 bis 1803 das Kloster Rulle, eine Abtei der Zisterzienserinnen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat der Gemeinde Wallenhorst besteht aus 34 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 20.001 und 25.000 Einwohnern.[6] Die 34 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Otto Steinkamp (parteilos).

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996.

Rat der Gemeinde Wallenhorst: Wahlergebnisse und Gemeinderäte
CDU SPD Grüne FDP WWG1 Die Linke Piraten Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Gesamtanzahl der Sitze im Rat  %
1996–2001 51,7 19 29,9 11 9,8 3 1,7 0 7 2 - - - - 100 35 69,5
2001–2006 49,3 18 38,2 13 4,8 1 1,1 0 6,5 2 - - - - 100 34 58,7
2006–2011 48,0 16 38,5 13 5,8 2 2,8 1 4,9 2 - - - - 100 34 63,5
2011–2016[7] 42,8 15 31,3 11 12,8 4 - - 10,2 3 1,6 1 1,4 0 100 34 58,7
Prozentanteile gerundet.
Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[8], Landkreis Osnabrück[9][10].
Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet,
da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen.
1 Wallenhorster Wählergemeinschaft
2 Die FDP ist 2011 nicht angetreten.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelles Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Grün ein silberner Ring, über ihn gelegt in Art eines Schrägkreuzes vier silberne Rauten, eine Spitze zur Schildmitte; die Spitzen berühren sich nicht.

Die vier silbernen Rauten deuten hin auf die vier ehemaligen Gemeinden Wallenhorst, Hollage, Lechtingen und Rulle. Durch den Ring sind sie zu einem gemeinsamen Rad verbunden, dabei ist das Rad gleichzeitig das Wappensymbol des Bischofs von Osnabrück. Es kann aber auch als Bild des Ortsnamens Wallenhorst gedeutet werden: Der Wall umschließt einen Horst. Das in der Mitte entstehende Kreuz erinnert an die Sachsenkriege und die Christianisierung des Raumes. Grün kam in dem Wappen der Teilgemeinden nicht vor, die Farbe wurde als Sinnbild der lebendigen Natur gewählt, um auf die reizvolle Umgebung Wallenhorsts hinzuweisen.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Hans-Heinrich Reclam gestaltet.

Historisches Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Wppen

Blasonierung: In Rot ein aus dem unteren Schildrand wachsendes goldenes Rad, von dessen sechs Speichen zwei ganz sichtbar sind. Auf dem Rad eine laufende goldene Henne, darüber in den Schildecken je ein lediges goldenes Tatzenkreuz.

Hauptfigur des Wappens ist die Henne. Sie krönt die Spitze der Alten Alexanderkirche in Wallenhorst, anders als bei anderen Kirchen, die in der Regel mit einem Hahn verziert sind. Daher gilt die Henne als besonderes Wahr- und Kennzeichen des Ortes. Das Rad ist das Wappenbild von Bistum und Stadt Osnabrück, zu denen seit dem frühen Mittelalter vielfältige Beziehungen bestehen. Die beiden Kreuze bezeichnen die alte und die neue Kirche des Ortes. Gold wurde für die Bilder gewählt, weil die Henne früher vergoldet war (Kollektenbief des Weihbischofs Otto Graf Bronckhorst aus dem Jahre 1711); Rot entspricht der Feldmarke des Niedersächsischen Wappens.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallenhorst unterhält seit Juni 2002 eine Partnerschaft zur Gemeinde Stawiguda (Stabigotten) in Polen und seit März 2008 zur italienischen Gemeinde Priverno in der Provinz Latium.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2001 wird in Wallenhorst der „Stein des Anstoßes“ an Menschen verliehen, die sich in einem Ehrenamt verdient gemacht haben. Über das Thema und die zu Ehrenden entscheidet eine Jury, der Ehrenamtliche aus allen Bereichen des Gemeindelebens angehören.[11] Der Preis wird am „Tag des Anstoßes“ in einer Abendveranstaltung übergeben.

Preisträger:

  • 2001: Evelin Risse unter dem Motto Zukunft braucht Herkunft für den Ökumenischen Gesprächskreis
  • 2002: Margot Landwehr unter dem Motto Mit Behinderung – mitten im Leben für ihr Engagement in der Behindertensportgruppe des TSV Wallenhorst
  • 2003: Patrick Bäune unter dem Motto Wo wir sind, ist Zukunft: Jugend in Wallenhorst für seine Tätigkeit im Deutschen Roten Kreuz
  • 2004: Nelli und Paul Lenz mit ihren elf Kindern unter dem Motto halt! zusammen – Familien in Wallenhorst
  • 2005: Ewald Willy Stiene unter dem Motto Umweltschutz in Wallenhorst: der Zukunft zuliebe für seine Tätigkeit als ehrenamtlicher Natur- und Artenschutzbeauftragter
  • 2006: Heinz Schleibaum unter dem Motto Gemeinde in Bewegung: Sport in Wallenhorst für sein Engagement bei den Sportfreunden Lechtingen
  • 2007: Angela und Ferdinand Ballmann unter dem Motto Im Alter mittendrin: Senioren in Wallenhorst für den Dienstagstreff Hollage
  • 2008: Sabine und Thomas Olbert unter dem Motto In Wallenhorst verwurzelt, offen für die Welt für ihr Engagements für Menschen in Sri Lanka
  • 2009: Franz Stavermann unter dem Motto Zwischen Erfolg und Ehrenamt: Wirtschaft in Wallenhorst für sein ehrenamtliches Engagement als Unternehmer in zahlreichen Vereinen und Initiativen
  • 2010: Horst Klose unter dem Motto Wir sind Wallenhorst - einheimisch und zugewandert für seine integrative Jugendarbeit
  • 2011: Burkhard Hörnschemeyer unter dem Motto Wo Kinder, da Zukunft für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für Kinder vor allem aus der Tschernobyl-Region
  • 2012: Karl-Heinz Voerste unter dem Motto Vielfalt in Einheit: 40 Jahre Gemeinde Wallenhorst für sein Engagement um das Zusammenwachsen der Gemeinde
  • 2013: Oliver Brink unter dem Motto Hier spielt die Musik für sein ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit, vor allem im Bereich der musikalischen Früherziehung
  • 2014: Mathilde Hawighorst unter dem Motto Miteinander und Füreinander: Wallenhorster engagieren sich für ihr Engagement in der Begleitung alter Menschen und ihrer Angehörigen
  • 2015: Manfred Schürmann unter dem Motto Bildung in Wallenhorst – Mehr als Schule! für seinen ehrenamtlichen Deutschunterricht für Aussiedler und Flüchtlinge

Der Stein des Anstoßes 2016 wird unter dem Motto Junges Ehrenamt – Weiter so! Bleib dabei! vergeben.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Osnabrück erscheint täglich die Neue Osnabrücker Zeitung mit dem Lokalteil „Osnabrück Nord“.

Das Bürger-Echo ist ein alle 14 Tage erscheinendes, lokales Informationsmagazin und erscheint in Wallenhorst in den Ortsteilen Hollage, Lechtingen, Rulle, Wallenhorst und in Osnabrück-Pye. Herausgeber ist der Bürgerverein Wallenhorst e. V.

„Wallenhorster“ ist ein im Sommer 2016 gegründetes Nachrichtenportal für die Gemeinde Wallenhorster und bietet aktuelle Nachrichten sowie Termine. „Wallenhorster“ gibt es als kostenlose App sowie als Onlinemagazin.[12]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Wallenhorst gibt es eine Realschule, eine Hauptschule und eine Grundschule, in den Ortsteilen Rulle und Lechtingen noch je eine und in Hollage zwei Grundschulen.

In Wallenhorst befindet sich das WABE-Zentrum - Klaus-Bahlsen-Haus, der Versuchsbetrieb des Studiengangs Ökotrophologie der Hochschule Osnabrück. Außerdem befindet sich auf gleichem Gelände der „Waldhof“ als Versuchsbetrieb der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur.

Der Competence Center ISOBUS e. V. (CCI) ist ein eingetragener Verein zur Förderung der technischen Weiterentwicklung, der beschleunigten Praxiseinführung sowie der internationalen Durchsetzung des ISOBUS, eines Datenübertragungssystems für die Landtechnik. Sitz ist der Versuchsbetrieb Waldhof.

Pendler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Wallenhorst hatte im Jahr 2013 bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 7.551 Auspendler, von denen 4.482 Auspendler aus Wallenhorst nach Osnabrück zur Arbeit fuhren. Umgekehrt gab es 2013 bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 4.116 Einpendler nach Wallenhorst, von denen 1.111 Einpendler aus Osnabrück nach Wallenhorst kamen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Wallenhorst führt die Bundesautobahn A 1 PuttgardenSaarbrücken. Die Gemeinde ist direkt über die Abfahrt „Osnabrück-Nord“ zu erreichen. Ferner führt die Bundesstraße B 68 Cloppenburg-Scherfede durch die Gemeinde, außerdem die Landesstraße L109.

Die Ferienstraßen Straße der Megalithkultur sowie Bramgau-Route verlaufen über das Gebiet von Wallenhorst.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallenhorst ist direkt in den Straßenpersonennahverkehr der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück durch die Linien 541 sowie 581 - 586 und 610 eingebunden. Hauptträger der Fahrleistungen sind die Busbetriebe der Stadtwerke Osnabrück AG und der Weser-Ems Bus GmbH. Dadurch haben Wallenhorst, Hollage, Rulle und Lechtingen in dichtem Taktverkehr (in der Regel alle 20/40 min oder alle 30 min) eine attraktive Busanbindung nach Osnabrück. Ferner gibt es stündlich die Busanbindung nach Fürstenau über Bramsche und des Weiteren einzelne Busverbindungen nach Icker und Damme.

Zwischen der Gemeinde Wallenhorst und der Stadt Osnabrück gibt es sehr starke Pendlerverflechtungen, weshalb die Gemeinde die bisher guten Busverbindungen aus allen Ortsteilen nach Osnabrück bezuschusst.

Bahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallenhorst hat keine eigene Bahnanbindung. Nächster Bahnhof nur 1 km westlich der Gemeindegrenze ist der Bahnhof Halen in der Gemeinde Lotte, wo stündlich die Regionalbahnlinie RB 58 von Osnabrück nach Bremen fährt. Nördlich ist als Nächstes der Bahnhof Bramsche (zu erreichen mit Bus 610). Dort existieren Anschlüsse zur RB 58 und zum RE 18 (Osnabrück – Wilhelmshaven). Südlich ist der nächstgelegene Haltepunkt Osnabrück Altstadt. Alle Buslinien mit Ziel Osnabrück fahren den Bahnhof an; die Bushaltestelle heißt (nach dem alten Namen des Bahnhofs und der Lage am Osnabrücker Hasetor) "Hasetor/Bahnhof Altstadt". Dort kann in die Regionallinien RE 18 (Osnabrück – Wilhelmshaven), RB 58 (Osnabrück – Bremen), RE 60 (Rheine – Braunschweig) und RB 61 (Bad Bentheim – Bielefeld) eingestiegen werden. Als nächster Bahnhof ist der Osnabrücker Hauptbahnhof zu erreichen. Fast alle Buslinien, die die die Zielrichtung Osnabrück haben, führen dort hin. Dort bestehen weitere Anschlüsse an Regional- und Fernverkehrszüge.

Luftverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In etwa 45 Kilometer Entfernung liegt der internationale Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) in Greven, der direkt über die A1 zu erreichen ist. Es gibt eine Expressbusverbindung der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) aus der Osnabrücker Innenstadt zum Flughafen Münster-Osnabrück und zurück mit der Express-Buslinie X150.

Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hollager Schleuse im Stichkanal Osnabrück

Im Westen von Wallenhorst verläuft parallel zur Hase der 1910 bis 1915 erbaute Stichkanal Osnabrück, auch Zweigkanal Osnabrück genannt. Auf dem Gebiet der Gemeinde Wallenhorst befinden sich ein Yachthafen sowie die Schleuse Hollage. Der Kanal wird von Frachtschiffen und von Freizeitschiffen genutzt. Zwischen der Schleuse Hollage und der Einmündung des Stichkanals in den Mittellandkanal verkehrt im Sommerhalbjahr an Wochenenden regelmäßig ein Fahrgastschiff.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter Wallenhorsts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein im Wallenhorster Zentrum erbauter Kreisel sorgte im Jahr 2014 aufgrund einer teuren Lichtanlage für große, mediale Aufmerksamkeit. Im öffentlich-rechtlichen wie auch im privaten Fernsehen wurde über die verhältnismäßig teuren, mit LED-Lampen beleuchteten Gullydeckel berichtet, deren Installation 10.000 Euro gekostet habe. [13] Im folgenden Jahr 2015 wurden diese Gullydeckel im Schwarzbuch des Bunds der Steuerzahler erwähnt. [14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wallenhorst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Georg von der Haar: Die Geschichte des Hofes und der Sippe der Hörnschemeyer zu Wallenhorst, ein Beitrag zur Siedlungs- und Heimatgeschichte des Osnabrücker Raumes. Georgsmarienhütte 1971
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 258.
  4. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Bevölkerungsfortschreibung
  5. Einwohnerdaten der Gemeinde Wallenhorst; abgerufen am 10. Oktober 2015
  6. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 6. Dezember 2014
  7. Wallenhorst Wahlergebnisse 2011
  8. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Tabelle 5000311
  9. Landkreis Osnabrück, Amtliche Endergebnisse der Kreiswahl am 9. September 2001 (Memento vom 25. Mai 2005 im Internet Archive)
  10. Die KommunalWahl Landkreis Osnabrück vom 11. September 2011 (enthält auch Ergebnisse 2006). Landkreis Osnabrück, abgerufen am 6. März 2016 (PDF 8,0MB).Seite 47 Spalte "Gemeindewahlen"
  11. Tag des Anstoßes Abgerufen am 9. Oktober 2015.
  12. Wallenhorst aktuell - Wallenhorster Nachrichten. In: Wallenhorster. Abgerufen am 22. Juli 2016 (de-de).
  13. Neue Osnabrücker Zeitung vom 20. September 2014
  14. Schwarzbuch Bund der Steuerzahler, Leuchtende Gullydeckel im Kreisverkehr abgerufen am 30. September 2015