Oxford Internet Institute

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Oxford Internet Institute
Motto Understanding life online
Gründung 2001
Ort Oxford, University of Oxford
Direktor Professor Philip N. Howard (seit 2018)[1][2]
Website oii.ox.ac.uk

Das Oxford Internet Institute (OII) ist ein multidisziplinäres Forschungsinstitut und eine Fakultät der University of Oxford. Schwerpunkt ist die Erforschung der gesellschaftlichen und sozialen Implikationen des Internets, mit dem Ziel politische, gesellschaftliche und technologische Debatten anzustoßen. Das Internet Institut vertritt das Vereinigte Königreich im World Internet Project.

Schwesterinstitutionen sind das Berkman Center for Internet and Society an der Harvard University[3] sowie das Stanford Center for Internet and Society.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Oxford Internet Institute wurde 2001 von Derek Wyatt, ehemaliges Mitglied des Britischen Unterhauses, und dem Master des Balliol College, Andrew Graham, gegründet.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Oxford Internet Institute ist ein sozialwissenschaftliches Institut mit einem multidisziplinären Lehrkörper aus den Fachbereichen Informatik, Physik, Volkswirtschaftslehre, Geographie, Politikwissenschaften, Soziologie, Rechtswissenschaften, Anthropologie, Kommunikationswissenschaften, Geschichte, Entwicklungsforschung und Philosophie.[5] Forscher des Instituts bedienen sich einer Vielfalt an wissenschaftlichen Methoden, darunter auch solche, die speziell für die Erforschung digitaler Themen entwickelt wurden. Das Institut arbeitet unter anderem zu den Themen Internet-Governance, Internetzensur, Big Data, Jugend und Medien, der Nutzung von Informationstechnologie in der Entwicklungszusammenarbeit, digitale Ungleichheit, Cybersecurity, Open Data und Informationsethik.[6]

Lehrkörper[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Mitglieder des Lehrkörpers sind der italienische Philosoph Luciano Floridi, prominenter Vertreter der Philosophie der Information, sowie der österreichische Jurist Viktor Mayer-Schönberger. Manuel Castells ist ein ehemaliger Gastprofessor.[7]

Kartierung von Wikipedia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2011 veröffentlichte der Data Blog der britischen Zeitung The Guardian Forschungsergebnisse des Oxford Internet Instituts zu georeferenzierten Wikipedia-Artikeln in den Sprachen Englisch, Arabisch, Ägyptisches Arabisch, Französisch, Hebräisch und Persisch.[8]

Oxford Internet Surveys (OxIS)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2003 bis 2015 wurden im Abstand von zwei Jahren repräsentative Befragungen zur Nutzung des Internets in Großbritannien durchgeführt. Die Studien fragten nach der Nutzung des Internets, Einstellung gegenüber dem Internet und Technologie sowie demographischen Informationen. Befragt wurden Internetnutzer, Nichtnutzer sowie ehemalige Internetnutzer.[9]

Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 bietet das OII ein strukturiertes Promotionsprogramm mit dem Abschluss DPhil in "Information, Communication, and the Social Sciences" an. Ab 2019 wird zusätzlich ein DPhil in "Social Data Science" angeboten. Seit 2009 bietet das Institut einen einjährigen Master of Science mit dem Titel "Social Science of the Internet" an. Ab 2018 wird daneben ein einjähriger Master of Science in "Social Data Science" angeboten.[10]

OII Internet Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 verleiht das Institut einen Preis für eine besondere Lebensleistung in der Internetforschung, den Life Time Achievement Award. Daneben wird der Internet and Society Award für besondere Beiträge zur jüngeren Entwicklung des Internets als öffentliches Gut vergeben.[11]

Gewinner des Life Time Achievement Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011:

2012:

2013:

2014:

2016:

2018:

Internet and Society Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011:

2012:

2013:

2014:

2016:

2018:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profile of Professor Philip N. Howard at the Oxford Internet Institute. Abgerufen am 28. März 2020.
  2. Profile of Helen Margetts at the Oxford Internet Institute. Abgerufen am 28. März 2020.
  3. http://cyber.law.harvard.edu/
  4. See http://cyberlaw.stanford.edu/
  5. http://www.oii.ox.ac.uk/research/
  6. http://www.oii.ox.ac.uk/research/projects/
  7. http://www.oii.ox.ac.uk/people/visitors/
  8. Simon Rogers: The world of Wikipedia's languages mapped. In: The Guardian, 11. November 2011. 
  9. The Oxford Internet Surveys. Abgerufen am 27. Mai 2018.
  10. Study with us. Our degree programmes. Abgerufen am 27. Mai 2018.
  11. OII Internet Awards. Recognising Internet Excellence. Abgerufen am 27. Mai 2018.