Per Leo

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Per Leo (* 1972 in Erlangen) ist ein deutscher Schriftsteller und Historiker.

Per Leo (2014)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leo studierte Philosophie, Neuere und Neueste Geschichte und Slawistik in Freiburg und Berlin. Er promovierte 2009 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über Ludwig Klages und die Tradition des charakterologischen Denkens.[1] Für seine Dissertation erhielt er den Caroline-von-Humboldt-Preis – Sonderpreis „Judentum und Antisemitismus“.

Sein Roman Flut und Boden über die Familie seines Großvaters Friedrich Leo (1908– ),[2] eines früheren SS-Sturmbannführers im Rasse- und Siedlungshauptamt, befand sich 2014 auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse.[3] Für den Roman erhielt er den mit 10.000 Euro dotierten Klaus-Michael-Kühne-Preis des Harbourfront Literaturfestivals 2014.[4]

Er lebt als freier Autor und Schatullenproduzent mit seiner Familie in Berlin.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Wille zum Wesen: Weltanschauungskultur, charakterologisches Denken und Judenfeindschaft in Deutschland 1890–1940. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2013, ISBN 3-88221-981-5.
  • Flut und Boden. Roman einer Familie. Klett-Cotta, Stuttgart 2014, ISBN 3-608-98017-2.
  • Per Leo, Maximilian Steinbeis, Daniel-Pascal Zorn: Mit Rechten reden. Ein Leitfaden. Klett-Cotta, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-608-96181-2.

Aufsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mehrere Kapitel in: Moritz Föllmer, Rüdiger Graf (Hrsg.): Die »Krise« der Weimarer Republik. Zur Kritik eines Deutungsmusters. Campus, Frankfurt am Main / New York 2005, ISBN 3-593-37734-9.
  • Über Nationalsozialismus sprechen. Ein Verkomplizierungsversuch. In: Merkur 70.5 (Mai 2016), S. 29–41[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen zur Dissertation
  2. Friedrich Leo. SS-Mitgliedsnummer 278 243, NSDAP-Mitgliedsnummer 5 520 967. Friedrich Leo ist Nachkomme des Vegesacker Schiffsbauers Johann Lange
  3. taz, 6. Februar 2014
  4. Per Leo erhält Klaus-Michael-Kühne-Preis. In: Focus, 19. September 2014.
  5. Über Nationalsozialismus sprechen. Ein Verkomplizierungsversuch. In: merkur-zeitschrift.de. Abgerufen am 29. November 2016.