Stefanie Schüler-Springorum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Stefanie Schüler-Springorum (* 1962 in Hamburg) ist eine deutsche Historikerin und seit Juni 2011 Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung in Berlin.

Die Tochter des Rechtswissenschaftlers Horst Schüler-Springorum studierte in Göttingen, Barcelona und Puerto Rico Mittlere und Neuere Geschichte, Ethnologie und Politikwissenschaft. Im Jahr 1993 wurde sie in Bochum promoviert mit der von Helga Grebing und Hans Mommsen betreuten und summa cum laude beurteilten Arbeit Die jüdische Minderheit in Königsberg, Preußen 1871–1945.

Schüler-Springorum war von 1994 bis 1995 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung „Topographie des Terrors“ in Berlin zu der Ausstellung „Jüdische Geschichte in Berlin“. Seit 1999 war sie Lehrbeauftragte an der Technischen Universität Berlin. Sie war seit 2001 bis 2011 als Nachfolgerin von Monika Richarz Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden und Vorsitzende der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts in der Bundesrepublik Deutschland. Sie lehrt außerdem an der Universität Hamburg. Im Oktober 2010 erhielt sie einen Ruf an das Zentrum für Antisemitismusforschung als Nachfolgerin des scheidenden Direktors Wolfgang Benz und trat am 1. Juni 2011 ihr Amt in Berlin an.[1]

Ihre Arbeitsgebiete sind die deutsche und deutsch-jüdische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die Geschlechtergeschichte und die spanische Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geschlecht und Differenz. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 978-3-506-77131-5.
  • Krieg und Fliegen. Die Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg. Schöningh, Paderborn u.a. 2010, ISBN 978-3-506-76747-9. (Rezension)
  • Die jüdische Minderheit in Königsberg, Preußen 1871–1945 (= Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bd. 56). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996, ISBN 3-525-36049-5 (Zugleich: Bochum, Universität, Dissertation, 1993/94).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Krauss: Schüler-Springorum soll Berliner Institut leiten In: Jüdische Allgemeine, 7. Oktober 2010