Petra Bosse-Huber

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Petra Bosse-Huber, 2016

Petra Bosse-Huber geborene Bosse (* 1. Mai 1959 in Velbert, Nordrhein-Westfalen) ist eine evangelische Theologin und seit Januar 2014 als Leiterin der Hauptabteilung „Ökumene und Auslandsarbeit“ im Kirchenamt der EKD in Hannover Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland. Zudem ist sie nebenamtliche Leiterin des Amtes der Union Evangelischer Kirchen im Kirchenamt der EKD.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrem Studium und Examen in Theologie und Germanistik an der Universität Göttingen war Petra Bosse-Huber von 1986 bis 1989 Vikarin und Pastorin im Hilfsdienst in Düsseldorf-Kaiserswerth. Von 1989 bis 2001 war sie Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Elberfeld-West in Wuppertal.

Im Jahre 2001 wurde Frau Bosse-Huber als Oberkirchenrätin Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), und 2003 wurde sie zur Vizepräses der EKiR gewählt. Im Landeskirchenamt in Düsseldorf leitete sie von 2009 bis 2013 die neugebildete Abteilung „Theologie und Diakonie“.

Über den Bereich ihrer Landeskirche hinaus gehört Petra Bosse-Huber der Kammer für Theologie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. Seit 2004 ist sie in der Kommission für den Dialog mit der Russisch-orthodoxen Kirche und seit 2007 im Gemeinsamen Ausschuss „Kirche und Judentum“ von EKD, Vereinigter Evangelisch-lutherischer Kirche Deutschlands (VELKD) und Union Evangelischer Kirchen (UEK). Seit 2011 ist sie Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT) und seit 2012 Mitglied der Konferenz Diakonie und Entwicklung.

Außerdem hat sie in nichtkirchlichen Gremien mitgewirkt, so ab 2011 stellvertretend im WDR-Rundfunkrat.

Zweimal stand sie zur Wahl für das Präsesamt der rheinischen Landeskirche, unterlag aber im Januar 2003 Nikolaus Schneider und im Januar 2013 Manfred Rekowski.

Im März 2013 erhielt sie die Berufung zur Auslandsbischöfin der EKD und zur neuen Leiterin der Hauptabteilung „Ökumene und Auslandsarbeit“ im Kirchenamt der EKD in Hannover. In der Nachfolge des in den Ruhestand gehenden Martin Schindehütte wurde sie am 5. Dezember 2013 in der Herrenhäuser Kirche in Hannover in ihr Amt eingeführt, das sie am 1. Januar 2014 antrat[1].

Petra Bosse-Huber ist seit 1987 verheiratet mit dem Diplomphysiker Wolfgang Huber und Mutter von drei inzwischen erwachsenen Töchtern. In ihrer Freizeit widmet sie sich dem Garten, der Literatur, dem Theater und dem Jazz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. dieKirche.Evangelische Wochenzeitung, 19. Jahrgang, 8. Dezember 2013