Bernhard Felmberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bernhard Felmberg (* 20. Juli 1965 in Berlin) ist ein deutscher evangelischer Theologe und war von 2009 bis 2013 als Prälat Bevollmächtigter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei Bundestag, Bundesregierung und Europäischer Union.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Charlottenstraße 53/54, ehem. Amtssitz von Bernhard Felmberg

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Berlin-Wilmersdorf studierte Felmberg zwischen 1984 und 1991 Theologie an der Kirchlichen Hochschule Berlin und an der Universität Erlangen. Von 1996 bis 1998 absolvierte er das Vikariat in Berlin.

Im Jahre 1997 promovierte Felmberg mit einer Arbeit über die Ablasstheologie von Kardinal Cajetan. Das Prädikat seiner Promotion lautete „summa cum laude“ („ausgezeichnet“).

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent wirkte Felmberg von 1998 bis 2000 am Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, um danach bis 2002 als Bundesgeschäftsführer des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU/CSU tätig zu sein.

Im Jahre 2002 erhielt Felmberg die Ernennung zum Oberkonsistorialrat der Abteilung Aus-, Fort- und Weiterbildung im Berliner Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).

Im Juli 2008 schließlich berief ihn der Rat der EKD zum Bevollmächtigten bei Bundestag, Bundesregierung und Europäischer Union als Nachfolger von Stephan Reimers, der Anfang 2009 aus Altersgründen in den Ruhestand trat. Sitz dieser kirchlichen Stelle ist Berlin-Mitte, Charlottenstraße 53/54.

Im April 2013 wurde bekannt, dass der Rat der EKD im März 2013 ein Disziplinarverfahren gegen Felmberg zu Fragen der persönlichen Lebensführung eingeleitet hat. [2] Daraufhin teilte die EKD mit, Felmberg habe darum gebeten, seine Aufgaben zeitlich befristet ruhen zu lassen und vorübergehend andere Aufgaben wahrzunehmen.[3] Am 1. Juni 2013 beschloss der Rat der EKD, Felmberg in den Wartestand zu versetzen und das Amt des Bevollmächtigten neu zu besetzen. Nachfolger ist Martin Dutzmann. Das Verfahren gegen Felmberg wurde eingestellt.

Sonstige Funktionen[Bearbeiten]

Felmberg ist seit 1999 Sportbeauftragter der EKBO und war Initiator der neu geschaffenen Kapelle im Berliner Olympiastadion.

Im Zusammenhang mit seiner EKD/Funktion war Felmberg auch Mitglied des Kuratoriums von Aktion Deutschland Hilft e.V., dem Bündnis der Hilfsorganisationen.

Ferner war Felmberg evangelischer Vorsitzender der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) und der Evangelischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe (EZE), Aufsichtsratsmitglied des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED).[4] und Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. [5]

Positionen[Bearbeiten]

In einer Pressemitteilung begrüßte der EKD-Sportbeauftragte Bernhard Felmberg das Coming-Out von Ex-Fußball-Profi Thomas Hitzlsperger. Leider sei das Thema Homosexualität im Fußball "immer noch mit sehr viel negativer Emotionalität verbunden", so Felmberg im Namen der EKD. Es gelte, konsequent jeder Diskriminierung zu widerstehen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Prälat Dr. Bernhard Felmberg, EKD-Webseite, abgerufen am 29. Juli 2010
  2. Matthias Kamann: Es ist ein Kreuz mit der Liebe, Bericht in Die Welt vom 17. April 2013
  3. EKD-Bevollmächtigter lässt Amt befristet ruhen Pressemitteilung der EKD vom 19. April 2013, abgerufen am 19. April 2013
  4. Bernhard Felmberg, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland, THE EUROPEAN MAGAZINE, abgerufen am 29. Juli 2010
  5. http://www.dgvn.de/ueber-uns/organisation/praesidium/
  6. EKD begrüßt Coming-Out von Ex-Fußball-Profi Hitzlsperger Evangelisch.de am 9. Januar 2014

Weblinks[Bearbeiten]