Pfons

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Pfons
Wappen Österreichkarte
Wappen von Pfons
Pfons (Österreich)
Pfons
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 21,72 km²
Koordinaten: 47° 9′ N, 11° 28′ OKoordinaten: 47° 8′ 33″ N, 11° 27′ 38″ O
Höhe: 1043 m ü. A.
Einwohner: 1.224 (1. Jän. 2021)
Postleitzahl: 6143
Vorwahl: 05273
Gemeindekennziffer: 7 03 41
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Waldfrieden 23
6143 Pfons
Website: pfons.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Alexander Woertz
Gemeinderat: (Wahljahr: 2004)
(13 Mitglieder)
  • 6 Miteinander für Pfons
  • 5 Fair und transparent für unser Pfons
  • 2 Pfons-Aktiv – Vbgm. Erich Schafferer
Lage von Pfons im Bezirk Innsbruck-Land
AbsamAldransAmpassAxamsBaumkirchenBirgitzEllbögenFlaurlingFritzensFulpmesGnadenwaldGötzensGries am BrennerGries im SellrainGrinzensGschnitzHall in TirolHattingInzingKematenInnsbruckKolsassKolsassbergLansLeutaschMatrei am BrennerMiedersMilsMühlbachlMuttersNattersNavisNeustift im StubaitalOberhofen im InntalObernberg am BrennerOberperfussPatschPettnauPfaffenhofenPfonsPolling in TirolRanggenReith bei SeefeldRinnRumSt. Sigmund im SellrainScharnitzSchmirnSchönberg im StubaitalSeefeldSellrainSistransSteinach am BrennerTelfes im StubaiTelfsThaurTrinsTulfesUnterperfussValsVölsVoldersWattenbergWattensWildermiemingZirlTirolLage der Gemeinde Pfons im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Pfons.jpg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pfons ist eine Gemeinde mit 1224 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfons liegt im nördlichen Wipptal, östlich der Sill, unmittelbar angrenzend an Matrei am Brenner. Das ausgedehnte Gemeindegebiet umfasst die Weiler und Höfe der östlichen Wipptalterrasse bis zum Navistal. Die Grenze im Westen bildet die Sill, im Nordwesten liegt der tiefste Punkt der Gemeinde mit 880 Meter über dem Meer. Nach Osten steigt das Land auf bis zu 2790 Meter in der Grünbergspitze in den Tuxer Alpen an. Die Entwässerung erfolgt über den Falkasanerbach, der die Grenze im Norden bildet, den Riggelesbach und den Pfoner Bach, alles rechte Nebenbäche der Sill.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 21,72 Quadratkilometer. Davon sind:

  • 12 % landwirtschaftliche Nutzfläche,
  • 45 % bewaldet,
  • 29 % Almen und
  • 13 % hochalpines Gelände.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Pfons und gliedert sich in zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[2]):

  • Pfons (598) mit Arztal, Gedeir, Oberpfons, Pfons-Zerstreute Häuser, Ried, St. Margaretha, Waldfrieden und Wiesengrund
  • Schöfens (626) mit Altstadt

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ellbögen Tulfes
Mühlbachl Nachbargemeinden
Matrei am Brenner Navis

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfons vom Rastplatz der Brennerautobahn aus gesehen
Blick auf die Altstadt mit der Pfarrkirche Matrei
Pfons von Norden
Wiesengrund-Obpfons, Panorama von zwischen Matreiwald und Mühlbachl

Die Namensherkunft von Pfons ist ungeklärt. Der Name stammt entweder von „phanes“ bzw. „fanes“ (Berghang) oder von „pons“ (Brücke) ab. Um 1030 wird „Pfans“ erstmals urkundlich genannt,[3] um 1140/47 taucht der Name „Phanese“ auf.[4] Die erste urkundliche Nennung des Ortsteils Schöfens („Schevens“) erfolgte 1315.[5]

Die Burg oberhalb von Schöfens wurde bereits 1257 Nornholz oder Nardenholz genannt. Sie war Sitz des Geschlechtes der Arnholzer, was zur Namensänderung „Burg Arnholz“ führte. Im 16. Jahrhundert wurde das Gebäude um einen Rundturm erweitert.[5]

Seit 1811 ist Pfons eine selbständige Gemeinde. Eine Gemeindezusammenlegung mit Matrei und Mühlbachl wurde anlässlich einer Volksabstimmung 1974 abgelehnt. Im Herbst 2020 hat die Bevölkerung für eine Gemeindefusion mit Matrei am Brenner und Mühlbachl votiert, diese tritt am 1. Jänner 2022 in Kraft.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Pfons
Burg Arnholz, auf die im Wappen verwiesen wird

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pfons

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet oberhalb des Ortes wurde früher der Matreier Marmor (Matreier Serpentin) abgebaut, der als Dekorationsstein in vielen Kirchen Tirols, aber auch in der Ausgestaltung des Burgtheaters und des Naturhistorischen Museums in Wien Verwendung fand.

Von den 37 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden acht im Haupt-, 25 im Nebenerwerb, eine von einer Personengemeinschaft und drei von juristischen Personen geführt. Diese drei bewirtschafteten mehr als achtzig Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 21 Erwerbstätige in der Bauwirtschaft und 14 im Bereich Herstellung von Waren. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (88) und Verkehr (27 Mitarbeiter).[7][8][9]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbs­tätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 37 43 017 010
Produktion 18 13 035 026
Dienstleistung 45 24 153 118

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 673 Erwerbstätige in Pfons. Davon arbeiteten 100 in der Gemeinde, 85 Prozent pendelten aus.[10]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit Matrei und Mühlbachl hat Pfons viele infrastrukturelle Einrichtungen, insbesondere im Ortsteil Altstadt.

  • Eisenbahn: Durch den Westen des Gemeindegebietes verläuft die Brennerbahn. Der Bahnhof Matrei befindet sich direkt an der Gemeindegrenze.
  • Straße: Am linken Sill-Ufer verlaufen die Brenner Autobahn A 13 und die Brennerstraße B 182. Von dieser zweigt bei Pfons zweigt die alte Salzstraße über Ellbögen nach Hall ab, die heutige Ellbögener Straße L 38.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 13 Mitgliedern.

  • Nach der Gemeinderatswahl 2010[11] hatte der Gemeinderat folgende Verteilung:
7 Bürgerliste Pfons Argen Woertz, 6 Heimatliste Pfons.
  • Seit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2016 hat der Gemeinderat folgende Verteilung:
    • 6 Miteinander für Pfons,
    • 5 Fair und transparent für unser Pfons,
    • 2 Pfons-Aktiv – Vbgm. Erich Schafferer.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2021: Alexander Woertz[12]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pfoner Wappen zeigt auf gelbem Grund einen blauen Hahn, der in der rechten Kralle einen Hammer hält. Dabei verweist der Hahn auf den ersten bekannten Besitzer der Burg Arnholz. Der damalige Abbau von Serpentin findet sich im Hammer des Hahnes wieder.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pfons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Pfons, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 20. Juni 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 185–186, Nr. 204.
  4. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 8, Nr. 389.
  5. a b Michael Fritz: Pfons. Verein „fontes historiae - Quellen der Geschichte“, abgerufen am 20. Juni 2021.
  6. 140. Verordnung der Landesregierung vom 15. Dezember 2020, mit der die Vereinbarung über die Vereinigung der Marktgemeinde Matrei am Brenner, der Gemeinde Mühlbachl und der Gemeinde Pfons zu einer neuen Gemeinde genehmigt wird auf ris.bka.at
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Pfons, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 20. Juni 2021.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Pfons, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 20. Juni 2021.
  9. Ein Blick auf die Gemeinde Pfons, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 20. Juni 2021.
  10. Ein Blick auf die Gemeinde Pfons, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 20. Juni 2021.
  11. Kundmachung zu Wahl des Gemeinderats bzw. des Bürgermeisters durch die Gemeindewahlbehörde Pfons (PDF; 158 kB)
  12. Bürgermeisterwahl 2016. Gemeinde Pfons, abgerufen am 20. Juni 2021 (österreichisches Deutsch).
  13. Informationen über Pfons im Tirol Atlas tiroLexikon