Philip Alexius de László

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Selbstporträt, 1911

Philip Alexius de László (eigentlich Fülöp Elek Laub, * 30. April 1869 in Budapest; † 22. November 1937 in London) war einer der führenden britischen Porträtmaler des frühen 20. Jahrhunderts.

Leben[Bearbeiten]

Philip Alexius de László wurde 1869 in Budapest als ältester Sohn von neun Kindern des jüdischen Schneiders Adolf Laub (1842-1904) und dessen Frau Johanna Goldreich (1843-1915) geboren. Im Jahr 1891 änderte seine Familie ihren Nachname in László um. Als junger Mann begann er eine Lehre beim Porträtfotografen Sándor Strelisky und in Abendkursen studierte er Kunstgeschichte an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter Bertalan Székely und Károly Lotz. Darauf ging László für einige Jahre auf Studienreise nach München (Akademie der Bildenden Künste) und Paris (Académie Julian). Auf der Weltausstellung in Paris gewann László mit dem Porträt von Papst Leo XIII. die Goldmedaille. Über Budapest und Wien reiste László 1907 nach England und lebte bis zu seinem Tode in London.

Am 10. Juni 1900 heiratete Philip László in Budapest Lucy Madeleine Guinness, ein Mitglied aus der einflussreichen Guinness-Familie. Aus der gemeinsamen Verbindung gingen eine Tochter und fünf Söhne hervor, sowie siebzehn Enkelkinder.

Philip Alexius de László erlitt 1936 einen Herzinfarkt, wovon er sich nur langsam erholte. Im darauf folgenden Jahr erlitt er einen zweiten und starb in seinem Haus im Londoner Stadtteil Hampstead.

László hinterließ der Nachwelt mehr als 2700 Porträtbilder. Im Jahr 1908 hatte er Porträtbilder des deutschen Kaisers Wilhelm II., seiner Frau Auguste Viktoria und seiner Tochter Viktoria Luise gemalt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1909 verlieh König Eduard VII. dem Porträtmaler László das Royal Victorian Order (MVO). Drei Jahre später wurde dieser von Kaiser Franz Joseph I. in den Adelsstand gehoben (László de Lombos). Er selbst kürzte den Namen auf de László ab. 1914 bekam er die britische Staatsbürgerschaft, wurde aber im Ersten Weltkrieg für mehr als zwölf Monate (1917 bis 1918) interniert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sandra und Patrick de Laszlo: A Brush With Grandeur - Philip Alexius de László (1869-1937), London, Paul Holberton Publishing (2004)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Philip Alexius de László – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien