Georg VI. (Vereinigtes Königreich)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Georg VI. (offizielles Hofporträt um 1940)

Georg VI., gebürtig Prince Albert Frederick Arthur George, Duke of York (* 14. Dezember 1895 in York Cottage, Sandringham, Norfolk; † 6. Februar 1952 in Sandringham House, Norfolk) aus dem Haus Windsor (bis 1917 Haus Sachsen-Coburg und Gotha) war vom 11. Dezember 1936 bis zu seinem Tode König des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, letzter Kaiser von Indien (bis 1947) sowie erstes Oberhaupt des Commonwealth of Nations (ab 1949).

Nachfolgerin ist seine älteste Tochter Elisabeth II., die aktuelle britische Monarchin.

Herkunft und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg V., Eduard VIII., Georg VI., Eduard VII. um 1908 (von links)

Prinz Albert of York wurde am 14. Dezember 1895 in York Cottage, dem väterlichen Anwesen auf dem königlichen Landsitz Sandringham (Grafschaft Norfolk) geboren. Er war der zweite Sohn des Prinzen Georg, Duke of York und dessen Gemahlin Prinzessin Mary of Teck.

Väterlicherseits war er ein Urenkel der regierenden britischen Königin Victoria und stand am Tage seiner Geburt hinter seinem Großvater Albert Eduard, dem Vater und dem älteren Bruder Eduard an vierter Stelle der Thronfolge. 1898 verlieh Königin Victoria den Nachkommen des Dukes of York die Anrede „Königliche Hoheit“ (Royal Highness).

„Bertie“, wie er in Familienkreisen liebevoll genannt wurde, war ein scheuer, zurückhaltender Junge, der ständig mit seiner schwachen Gesundheit zu kämpfen hatte. Gemeinsam mit seinen drei Brüdern genoss er eine strenge, viktorianische Erziehung, die sich durch Drill, Härte und Disziplin auszeichnete. Verantwortlich dafür waren Kindermädchen, Gouvernanten und Hauslehrer, in deren Hände der Duke und die Duchess of York die Erziehung ihrer Kinder gelegt hatten. Die Mutter gab sich nur sehr selten mit ihren Kindern ab, während Prinz Georg nach der Maxime handelte, seine Söhne sollten regelrecht Angst vor ihm haben, so wie er sich einst vor seinem eigenen Vater fürchtete. Aufgrund der extrem strengen Erziehungsmethoden des Dienstpersonals (z. B. wurde Albert zum Rechtshänder umerzogen, obwohl er geborener Linkshänder war) verlebte der sensible Prinz Albert eine größtenteils unglückliche Kindheit und begann zu stottern. Er sollte diesen Sprachfehler zeit seines Lebens behalten. Die Umstände der Kindheitsjahre schweißten Bertie mit seinem älteren Bruder Eduard (David) eng zusammen und die beiden entwickelten ein sehr enges Verhältnis.

Nach dem Tod Victorias (1901) und des Großvaters Eduard VII. (1910) bestieg Alberts Vater am 6. Mai 1910 als Georg V. den Thron. Im gleichen Jahr wurde Eduard zum Prince of Wales ernannt und war damit offiziell Thronfolger. Für den schüchternen Albert war schon zu diesem frühen Zeitpunkt klar, dass er selbst niemals König werden wollte.

Leben bis 1936[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prinz Albert als Marineoffizier

1909 trat der 13-jährige Albert als Midshipman in die Royal Navy ein und besuchte zunächst das Royal Naval College in Osborne (Isle of Wight) und ab 1911 in Dartmouth. Der Prinz, der mit seinen Geschwistern in der sozialen Isolation königlicher Residenzen aufgewachsen war, kam nun erstmals mit anderen Gleichaltrigen in Kontakt. Nach Abschluss der theoretischen Ausbildung diente Albert die ersten sechs Monate des Jahres 1913 auf dem Kadettenschulschiff HMS Cumberland und bereiste die Karibik sowie die kanadische Ostküste. Im September 1913 wurde er dem Schlachtschiff HMS Collingwood zugeteilt und diente anschließend drei Monate im Mittelmeer.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde die HMS Collingwood als Teil der Grand Fleet mit der Verteidigung britischer Hoheitsgewässer beauftragt, allerdings mit der Auflage, dass Prinz Albert keiner direkten Gefahr für Leib oder Leben ausgesetzt werden dürfe. Seiner eingeschränkten Verwendungsmöglichkeit zum Trotz nahm er im Sommer 1916 als Beobachter an der Seeschlacht im Skagerrak (31. Mai/1. Juni) teil und wurde ausgezeichnet (Mentioned in dispatches). Während des Krieges litt er weiterhin unter seiner anfälligen Gesundheit und musste sich aufgrund chronischer Darmbeschwerden im November 1917 einer Operation unterziehen, weshalb er keine weiteren Kriegshandlungen mehr aus nächster Nähe beobachten konnte. Auf eigenen Wunsch wurde Albert nach seiner Genesung im Februar 1918 dem neu aufgestellten Royal Naval Air Service zugeteilt und nach Gründung der Royal Air Force als eigenständiger Teilstreitkraft von dieser übernommen. Bis August 1918 diente er der „Squadron of The Boy's Wings“ in Cranwell, wo er als erstes Mitglied der Königsfamilie eine Pilotenausbildung absolvierte und damit eine Tradition begründete, die die Windsor-Prinzen bis heute fortführen. Die letzten Kriegswochen bis zum November 1918 verbrachte Albert als Generalstabsoffizier im Hauptquartier der Royal Air Force im französischen Nancy.

Im Oktober 1919 verabschiedete sich Albert aus dem aktiven Militärdienst, um am Trinity College der Universität Cambridge Geschichte, Wirtschaftswissenschaften und Staatslehre zu studieren. Während seiner Studienzeit wurde er Mitglied im Bund der Freimaurer (Navy Lodge, No. 2612).[1][2] Am 4. Juni 1920 verlieh ihm sein Vater den Titel Duke of York, der traditionell dem zweitgeborenen Sohn des britischen Königs zukommt. Einher mit dieser Ernennung ging die Übernahme offizieller Pflichten für die Monarchie. Obwohl Albert sich lieber im Hintergrund hielt und privaten Interessen wie der Jagd, dem Angeln oder dem Tennis nachging, nahm er seine Aufgaben sehr pflichtbewusst und gewissenhaft wahr. Als Präsident der Industrial Welfare Society besuchte der Prinz eine Vielzahl an Kohleminen, Fabrik- und Bahnanlagen und zeigte dabei echtes Interesse an den Arbeitsbedingungen der Angestellten, was ihm den Spitznamen „Industrial Prince“ einbrachte. Allerdings waren Alberts Auftreten und Habitus weit weniger eindrucksvoll als das seines Bruders Eduard und sein Stottern machten öffentliche Auftritte oder Reden zur Qual. Nach seiner desaströsen Abschlussrede vor 100.000 Menschen im Wembley-Stadion anlässlich der British Empire Exhibition (31. Oktober 1925) überredete ihn seine Ehefrau, eine Therapie bei dem unkonventionellen Sprachtherapeuten Lionel Logue zu beginnen. Logue betreute den Duke of York fortan regelmäßig und bereitete ihn auch als König gezielt auf Ansprachen vor. Als Albert 1927 das australische Parlament in Canberra eröffnete, hatte sich seine Sprachfähigkeit merklich verbessert.

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochzeitsfoto (1923)

Am 26. April 1923 heiratete Prinz Albert die schottische Adlige Lady Elizabeth Bowes-Lyon, die jüngste Tochter von Claude Bowes-Lyon, 14. Earl of Strathmore and Kinghorne und dessen Ehefrau Cecilia Nina Cavendish-Bentinck in Westminster Abbey. Das Paar hatte sich 1920 kennengelernt und obwohl Lady Elizabeth eine Nachfahrin von König Heinrich VII. (1457 bis 1509) war, galt sie per Hausgesetz der Windsors als Bürgerliche.

Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor:

Thronbesteigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg VI. (1939)
Hauptartikel: Abdankung Eduards VIII.

Am 20. Januar 1936 verstarb Georg V. und als ältester Sohn folgte ihm Eduard VIII. nach. Da der ledige Eduard noch ohne Nachkommen war, stieg Albert als Duke of York zum präsumtiven Thronfolger auf. Im Verlauf des Jahres wurde offensichtlich, dass der König eine Beziehung zu der zweifach geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson pflegte. Als Eduard Premierminister Stanley Baldwin am 16. November davon in Kenntnis setzte, die bürgerliche Mrs. Simpson heiraten zu wollen, entspann sich eine Verfassungskrise. Da die britische Regierung und die Regierungen der selbstverwaltenden Dominions der Heirat nicht zustimmten, erschütterte die Krise die britische Monarchie in ihren Grundfesten. Da der König entschlossen war, Wallis Simpson zu seiner Ehefrau zu machen und damit private Bedürfnisse über die Belange der Monarchie zu stellen, verzichtete er nach nur elf Monaten Regierungszeit am 11. Dezember 1936 auf die Krone und dankte ab. Mit der Abdankung seines Bruders fiel die Königswürde an Albert. Einen Tag später erschien er vor dem Accession Council im St James’s Palace, der ihn offiziell zum König proklamierte und den Treueid abnahm. Um der Bevölkerung eine gewisse Kontinuität zu vermitteln und aus einer Geste des Respekts gegenüber seinem Vater wählte Prinz Albert den Titel Georg VI. Eduard verließ nach seiner Abdankung umgehend das Land und ging ins Exil nach Frankreich, wo er Wallis Simpson 1937 heiratete. Georg verlieh seinem Bruder den Titel Duke of Windsor, versagte dessen Frau jedoch die Anrede „königliche Hoheit“.

Georg VI. wurde am 12. Mai 1937 in Westminster Abbey durch den Erzbischof von Canterbury, Cosmo Gordon Lang, mit der Edwardskrone gekrönt. Entgegen der Tradition wohnte seine Mutter, Königin Mary, der Krönung bei, um offen moralische Unterstützung für ihren Sohn zu zeigen. Aufgrund nationaler Spannungen und Unabhängigkeitsbestrebungen verzichtete Georg auf eine Kaiserkrönung in Britisch-Indien. Zusätzlich hätte eine kostspielige Krönungszeremonie in Delhi Durbar den indischen Staatshaushalt belastet.

Regentschaft (1936 bis 1952)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg VI. mit Clement Attlee, 1945

Der Regentschaftsbeginn Georgs VI. war durch politische Krisen gekennzeichnet. Durch die aggressive Außen- und Aufrüstungspolitik des nationalsozialistischen Deutschen Reichs unter Adolf Hitler steuerte Europa auf einen neuen Krieg zu. Daneben war das Ansehen der Monarchie durch die Abdankungskrise schwer beschädigt, auch weil Eduard offen mit dem NS-Regime sympathisierte. Als konstitutioneller Monarch war Georg an die Verfassung des Königreichs gebunden und angehalten die Appeasement-Politik Neville Chamberlains zu unterstützen, der im Mai 1937 Premierminister geworden war. Nach Abschluss des Münchner Abkommens erschien Chamberlain an der Seite des Königspaars auf dem Balkon des Buckingham Palace und ließ sich von der Bevölkerung als Retter des Friedens feiern. Im Mai und Juni 1939 begab sich Georg VI. als erster gekrönter britischer Monarch, gemeinsam mit seiner Ehefrau, auf eine ausgedehnte Nordamerika-Reise. Gemäß dem Statut von Westminster war er König von Kanada und bestrebt, in dieser Funktion die Bindung zu einem der wichtigsten Dominions zu stärken. In den USA war er bemüht, die Isolationismus-Bestrebungen der Amerikaner zu verringern und sie als Bündnispartner in einem möglichen Konflikt mit dem Deutschen Reich zu gewinnen. Zu diesem Zweck traf er sich mit US-Präsident Franklin D. Roosevelt im Weißen Haus.

Trotz aller Friedensbemühungen scheiterte die Appeasement-Politik der Westmächte und nach dem deutschen Überfall auf Polen erklärten Frankreich, Großbritannien und die Dominions dem Deutschen Reich den Krieg (3. September 1939). In einer viel beachteten Radioansprache via BBC rechtfertigte König Georg gegenüber den Menschen im weltumspannenden Empire den Kriegseintritt.[3]

Balkonauftritt der Royals mit Winston Churchill

Aufgrund der sich abzeichnenden militärischen Niederlage der Westmächte in Norwegen wuchs die Kritik an Premierminister Chamberlain, der infolge der Norwegendebatte seinen Rücktritt einreichte. Nachfolger wurde am 10. Mai 1940 Winston Churchill der eine Allparteienregierung unter Einschluss der Labour Party bildete. Georg hatte zwar Lord Halifax als Regierungschef präferiert, jedoch, nach anfänglicher Bestürzung über die Ernennung Churchills, entwickelte sich zwischen König und Premierminister ein fast freundschaftliches Verhältnis. Churchill traf sich während des Krieges einmal wöchentlich mit Georg und informierte diesen mit ungeschönten Lageberichten über den Kriegsverlauf. Ebenfalls am 10. Mai begann der Angriff der deutschen Wehrmacht im Westen und innerhalb weniger Wochen musste Frankreich um Waffenstillstand bitten.

Während des Zweiten Weltkriegs teilte die Königsfamilie die Entbehrungen der einfachen Bevölkerung und lebte beispielsweise selbst nur von Lebensmittelrationen. Georg blieb trotz deutscher Bombenangriffe und sogar einer Beschädigung des Buckingham Palace, in London. Nach deutschen Luftangriffen (vgl. Luftschlacht um England) besuchten sie betroffene Stadtviertel, spendeten Trost und nahmen intensiv Anteil am Leiden der Zivilbevölkerung und der Soldaten. Dabei blieb die königliche Familie von Verlusten selbst nicht verschont: Im August 1942 kam Prinz Georg, Duke of Kent, ein jüngerer Bruder des Königs, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Georg war zwar nominell Oberbefehlshaber der Streitkräfte, doch auf das Kriegsgeschehen nahm er keinerlei Einfluss. Vielmehr widmete er sich intensiv seinen Repräsentationspflichten und sprach bei zahlreichen Besuchen in Rüstungsunternehmen den Arbeitern Mut zu. Dazu kamen Truppenbesuche an den Fronten: Frankreich (Dezember 1939), Nordafrika und Malta (Juni 1943), Normandie (Juni 1944), Süditalien (Juli 1944) und die Benelux-Staaten (Oktober 1944). Durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Entschlossenheit avancierten die Mitglieder der Königlichen Familie zu Symbolfiguren des britischen Widerstands gegen den Faschismus. Als nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 (VE-Day) eine jubelnde Menschenmenge vor dem Buckingham Palace „We want the King!“ skandierte, befand sich Georg VI. auf dem Höhepunkt seiner Popularität. Gemeinsam mit seiner Familie und Winston Churchill ließ er sich auf dem Balkon des Palastes feiern.

Großbritannien ging zwar als Siegermacht aus dem Zweiten Weltkrieg hervor, hatte den militärischen Sieg jedoch teuer erkaufen müssen und durchlebte daher eine ungemein harte Nachkriegszeit. Aufgrund der enormen Kosten drohte der Staatsbankrott, die britische Wirtschaft lag am Boden. Weltpolitisch spielte Großbritannien hinter den neuen Weltmächten USA und Sowjetunion nur noch eine Nebenrolle. Der Krieg hatte die nationalen Unabhängigkeitsbestrebungen in den britischen Dominions und Kolonien beschleunigt, weshalb der neue Premierminister Clement Attlee die Umwandlung des Empire in das Commonwealth of Nations vorantrieb. Am 15. August 1947 legte Georg den indischen Kaisertitel ab und Britisch-Indien wurde in die unabhängigen Staaten Indien und Pakistan aufgeteilt. 1949 nahm er den Titel „Head of the Commonwealth“ (etwa: 'Oberhaupt des Commonwealth') an.

Lebensende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Belastungen und Anstrengungen der Kriegsjahre hatten vom König ihren Tribut gefordert und ihn zu einem kranken Mann gemacht. Georg war zeitlebens Kettenraucher und bei ihm wurden Lungenkrebs sowie Arteriosklerose diagnostiziert. Nach einer Arterienoperation am rechten Bein im März 1949 war sein gesundheitlicher Zustand so schlecht, dass er eine geplante Überseereise nach Australien und Neuseeland absagen musste und Kronprinzessin Elisabeth musste ihren Vater bei öffentlichen Auftritten immer häufiger vertreten. Als der König am 31. Januar 1952, gegen den Rat der Ärzte, Prinzessin Elisabeth und ihren Ehemann auf dem Londoner Flughafen zu einer Rundreise nach Afrika und Australien verabschiedete, war die öffentliche Sorge um den todkranken Georg groß.

Wenige Tage später, am 6. Februar 1952, verstarb König Georg VI. im Alter von 56 Jahren an arterieller Thrombose auf seinem Landsitz Sandringham House in Norfolk. Nach seiner Aufbahrung in der St Magdalene Church in Sandringham und der Londoner Westminster Hall wurde er am 15. Februar in der St. George's Chapel von Windsor Castle beigesetzt.

Prinzessin Elisabeth folgte ihm auf den Thron nach und regiert seit 1952. Seine Witwe nahm den Titel Queen Elizabeth the Queen Mother (im Volksmund Queen Mum) an und überlebte Georg um fünfzig Jahre. Sie starb am 30. März 2002 im Alter von 101 Jahren und wurde an der Seite ihres Ehemannes bestattet.

Nach Georg VI. ist der George-VI-Sund und das George-VI-Schelfeis in der Antarktis benannt. Die Benennungen gehen auf den australischen Polarforscher John Rymill zurück.[4]

Titel und Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königliches Wappen Georgs VI.
Herrschermonogramm von Georg VI. am Tower von London
  • 14. Dezember 1895 bis 28. Mai 1898: His Highness Prince Albert of York
  • 28. Mai 1898 bis 22. Januar 1901: His Royal Highness Prince Albert of York
  • 22. Januar bis 9. November 1901: His Royal Highness Prince Albert of Cornwall and York
  • 9. November 1901 bis 6. Mai 1910: His Royal Highness Prince Albert of Wales
  • 6. Mai 1910 bis 3. Juni 1920: His Royal Highness The Prince Albert
  • 3. Juni 1920 bis 11. Dezember 1936: His Royal Highness The Prince Albert Frederick Arthur George, Duke of York, Earl of Inverness, Baron Killarney
  • 11. Dezember 1936 bis 6. Februar 1952: His Majesty George the Sixth, by the Grace of God, of Great Britain, Northern Ireland and the British Dominions beyond the Seas King, Defender of the Faith (Emperor of India, nur bis 1947)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Keith Middlemas: The Life and Times of George VI. Introduction by Antonia Fraser, Weidenfeld and Nicolson, London 1974.

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tom Hoopers Film The King’s Speech (2010) verarbeitet den Werdegang von Georg VI. vom selbstzweifelnden Stotterer zum würdevollen Staatsoberhaupt, das Großbritannien und den ehemaligen Kolonien in der Zeit des Zweiten Weltkriegs Mut zusprechen musste. Colin Firth spielt die Rolle Georgs VI. Der Film zeigt unter anderem die Radioansprache vom 3. September 1939 zum Kriegseintritt des British Empire und ihre Vorgeschichte. The King's Speech wurde für zwölf Oscars nominiert und ist bei den Oscar-Verleihungen am 27. Februar 2011 als „bester Film“ ausgezeichnet worden, Colin Firth erhielt den Oscar als „bester Hauptdarsteller“. Außerdem gewann der Film die Oscars für die „beste Regie“ (Tom Hooper) und das „beste Original-Drehbuch“.

Der Film Hyde Park am Hudson (2012) von Roger Michell behandelt den Besuch Georg VI. bei Franklin D. Roosevelt im Jahr 1939, bei dem dieser die Vereinigten Staaten als Bündnispartner in dem sich abzeichnenden Konflikt mit dem Deutschen Reich zu gewinnen versucht. Georg VI. wird hier von Samuel West verkörpert.

Ahnentafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnentafel König Georg VI.
Ururgroßeltern

Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha
(1784–1844)
∞ 1817
Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg
(1800–1831)

Edward Augustus, Duke of Kent and Strathearn
(1767–1820)
∞ 1818
Victoire von Sachsen-Coburg-Saalfeld
(1786–1861)

Herzog
Friedrich Wilhelm von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg
(1785–1831)
∞ 1810
Luise Karoline von Hessen-Kassel
(1789–1867)

Landgraf
Wilhelm von Hessen-Kassel
(1787–1867)
∞ 1810
Louise Charlotte von Dänemark
(1789–1864)

Herzog
Ludwig von Württemberg
(1756–1817)
∞ 1797
Henriette von Nassau-Weilburg
(1780–1857)

Graf
László Rhédey von Kis-Rhéde

Baronin
Agnes Inczédy de Nagy-Várad

Britische St.-Edwards-Krone
König
Georg III. von Großbritannien und Irland
(1738–1820)
∞ 1761
Britische St.-Edwards-Krone
Königin
Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz
(1744–1818)

Landgraf
Friedrich von Hessen-Kassel
(1747–1837)
∞ 1777
Prinzessin
Karoline Polyxene

von Nassau-Usingen
(1762–1823)

Urgroßeltern

Prinz
Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819–1861)
∞ 1840
Britische St.-Edwards-Krone
Königin Victoria (1819–1901)

König
Christian IX. von Dänemark (1818–1906)
∞ 1842
Landgräfin
Louise von Hessen-Kassel (1817–1898)

Alexander von Württemberg (1804–1885)
∞ 1835
Gräfin
Claudine Rhédey von Kis-Rhéde (1812–1841)

Adolphus Frederick, 1. Duke of Cambridge (1774–1850)
∞ 1818
Landgräfin
Auguste von Hessen (1797–1889)

Großeltern

Britische St.-Edwards-Krone
König Eduard VII. (1841–1910)

Prinzessin
Alexandra von Dänemark (1844–1925)

Herzog
Franz von Teck (1837–1900)

Prinzessin
Mary Adelaide von Großbritannien und Irland (1833–1897)

Eltern

Britische St.-Edwards-Krone
König Georg V. (1865–1936)

Prinzessin
Mary von Teck (1867–1953)

Britische St.-Edwards-Krone
König Georg VI. (1895–1952)

Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachkommen Georgs VI.
Kinder

Königin Elisabeth II. (* 1926)
∞ 1947
Philip Mountbatten (* 1921)


Margaret, Countess of Snowdon (1930–2002)
∞ 1960–1978
Antony Armstrong-Jones, 1. Earl of Snowdon (* 1930)

Enkel


Charles (* 1948)
(1) ∞ 1981–1996
Diana Spencer (1961–1997)
(2) ∞ 2005
Camilla Shand (* 1947)


Anne (* 1950)
(1) ∞ 1973–1992
Mark Phillips (* 1948)
(2) ∞ 1992
Timothy Laurence (* 1955)


Andrew (* 1960)
∞ 1986–1996
Sarah Ferguson (* 1959)


Edward (* 1964)
∞ 1999
Sophie Rhys-Jones (* 1965)

David Armstrong-Jones, Viscount Linley (* 1961)
∞ 1993
Serena Stanhope (* 1970)

Sarah Armstrong-Jones (* 1964)
∞ 1994
Daniel Chatto (* 1957)

Urenkel

(aus 1) William (* 1982) ∞ 29. April 2011
Catherine Middleton (* 1982)

(aus 1) Harry (* 1984)

(aus 1) Peter Phillips (* 1977)
∞ 2008
Autumn Kelly (* 1978)

(aus 1) Zara Phillips (* 1981) ∞ 2011
Mike Tindall (* 1978)

Beatrice (* 1988)

Eugenie (* 1990)

Louise (* 2003)

James (* 2007)

Charles Armstrong-Jones (* 1999)

Margarita Armstrong-Jones (* 2002)

Samuel Chatto (* 1996)

Arthur Chatto (* 1999)

Ururenkel

George (* 2013)

Charlotte (* 2015)

Savannah Phillips (* 2010)

Isla Elizabeth Phillips (* 2012)

Mia Grace Tindall (* 2014)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Militiary Masons-Navy Lodge No.2612, militarymasons.co.uk, abgerufen am 23. Oktober 2012.
  2. The King’s Freemasonry, Freemasonry Today vom 1. Mai 2011, abgerufen am 23. Oktober 2012.
  3. http://www.awesomestories.com/assets/george-vi-sep-3-1939
  4. John Stewart: Antarctica – An Encyclopedia. Bd. 1, McFarland & Co., Jefferson und London 2011, ISBN 978-0-7864-3590-6, S. 618 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Georg VI. (Vereinigtes Königreich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Georg V. Duke of York
1920–1952
(vakant bis 1986)
Andrew
Eduard VIII. König des Vereinigten Königreichs
1936–1952
Elisabeth II.
Kaiserreich Indien König von Pakistan
1947–1952
Elisabeth II.
Eduard VIII. Kaiser von Indien
1936–1950
(Republik Indien)