Philipp-Reis-Schule (Friedrichsdorf)

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Philipp-Reis-Schule
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Schulform Kooperative Gesamtschule
(mit gymnasialer Oberstufe)
Gründung 1836
Adresse

Färberstr. 10

Ort Friedrichsdorf
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 15′ 30,6″ N, 8° 39′ 9″ OKoordinaten: 50° 15′ 30,6″ N, 8° 39′ 9″ O
Träger Hochtaunuskreis
Schüler etwa 1800
Lehrkräfte etwa 150
Leitung Ellen Kaps
Website www.philipp-reis-schule.de

Die nach Philipp Reis (1834–1874) benannte Schule in Friedrichsdorf ist eine kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (Klassen 5 -13; mögliche Abschlüsse: Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur). Sie wurde im Jahr 1836 als Institut Garnier gegründet und ist heute die größte Schule im Hochtaunuskreis.[1] Philipp Reis war am Vorgängerinstitut der heutigen Schule zunächst Schüler und später Lehrer. Er hat während seiner Zeit als Lehrer am Institut Garnier die Grundlagen des Telefon entwickelt und ausprobiert. Die Schule heute wird vom Hochtaunuskreis getragen.

Die Schule wurde zur Medienschule Hessen 2005 ernannt, für herausragende Medienarbeit ausgezeichnet[2] und am 7. September 2007 für besondere erfolgreiche schulische Leistungen vom staatlichen Schulamt ausgezeichnet. Letztere Ehrung ist auf das exzellente Abschneiden der Schüler der Philipp-Reis-Schule bei hessenweiten Prüfungen, beispielsweise dem Mathematikwettbewerb oder der ersten Runde des Landesabiturs, zurückzuführen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp Reis (1834–1874), Namensgeber der Schule; Schüler und später Lehrer am Institut Garnier der heutigen Philipp-Reis-Schule

Gründung der Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1836 wurde die heutige Philipp-Reis-Schule durch Louis Frédéric Garnier gegründet, die den französischen Namen „Maison d’Education à Friedrichsdorf, près Homburg-ès-Monts“ trug (auf Deutsch: „Haus der Bildung in Friedrichsdorf, neben Homburg“). Philipp Reis war hier Schüler und später Lehrer. Am Gründungsdatum begann Garnier mit dem Unterricht in der Neugasse. Er kaufte sich ein Haus in der Hauptstraße, da das Haus in der Neugasse zu klein wurde. Für die Gesamtanlage der alten Schule siehe Institut Garnier (Kulturdenkmal). 1842 erwarb Louis Frédéric Garnier in der Nähe erneut ein Haus, da die Räumlichkeiten der hohen Schüleranzahl nicht mehr gerecht waren; 13 Jahre später erneut. In den Jahren 1856 bis 1858 errichtete Garnier einen Mittelbau. Die Schülerzahlen stiegen in den folgenden Jahren stetig. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 musste Garnier gegen die Konkurrenz mehrerer neuer staatlicher Lehranstalten kämpfen. Den Niedergang seiner Lehranstalt konnte er dennoch dadurch nicht stoppen.

Umzüge, Sicherung der Weiterführung der Lehranstalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nutzung des alten Gebäudes wurde mit Ende des Schuljahres 1923/1924 beendet. In der Zeit diente das Gebäude für eine Lederfabrik als Lagerraum, jedoch nur kurzzeitig. Zwischen 1924 und 1925 wurde der Unterricht in das nebenstehende Gebäude verlegt. Im alten Wohnhaus wurde das rund verbliebene Dutzend Schüler untergebracht. Die folgenden Monate bestanden aus Bemühungen, um den Erhalt oder die Form der Weiterführung der Lehranstalt zu sichern. Die Schule wurde am 4. November 1944 in die Räume der Hölderlin-Schule in Bad Homburg verlegt. Aufgrund der Wiedereröffnung der Schule begannen am 30. Oktober 1945 die Verhandlungen mit der Militär-Regierung.

Ab 1946[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regierung stimmt dem Neuanfang der Schule am 1. Januar 1946 zu. Die Schülerzahlen stiegen stetig. In den 1960er Jahren wurden erste Pläne über einen Neubau der Schule in Friedrichsdorf laut, die durch Besuche von Ministern und Staatssekretären realisiert werden konnten. Das endgültige Gebäude wurde mithilfe eines Architektenwettbewerbes am Hohen Weg entdeckt, so dass nach längerer Bauzeit von etwa einem Jahr das Gebäude benutzt werden konnte. So konnten die Schüler der Volksschule Friedrichsdorf sowie aus den ehemaligen eigenständigen Ortsteilen Köppern, Burgholzhausen und Seulberg mit einziehen. Die Schulträgerschaft wurde von der Stadt Friedrichsdorf an den Landkreis abgegeben. Da in den kommenden Jahren weitere Klassen hinzukamen, wurden zwei Pavillons errichtet. Die Behörden hatten die Absicht, die Schule 1975 in eine kooperative (= schulformbezogene) Gesamtschule umzufunktionieren. Die Schule erhielt am 20. Mai 1977 eine Urkunde mit dem Namen „Philipp-Reis-Schule – Gesamtschule des Hochtaunuskreises“. An diesem Tag wurde des Weiteren ein eigenständiger Gymnasialzweig eingeführt. 1983 wurde die gymnasiale Oberstufe in der Philipp-Reis-Schule errichtet. Sieben Jahre später wurden Gymnasialklassen der 5. und 6. Klasse eingerichtet. Der Musikunterricht wurde 2000/2001 erweitert (siehe auch Bläserklassen an der Philipp-Reis-Schule). Im Institut Garnier, in dem damals die Schule, die heutige Philipp-Reis-Schule, untergebracht war, ist heute die Rhein-Main International Montessori School (RIMS) – eine Grundschule mit Gymnasium in privater Trägerschaft – zu finden.

Philipp-Reis-Schule 1969 bis Februar 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulgebäude (1969 bis 2012)

Lageplan der Philipp-Reis-Schule

Nach 15 monatiger Bauzeit konnte am Hohen Weg zum Jahreswechsel 1969/1970 ein Neubau bezogen werden. 1979 und 1985 kamen nochmals Gebäude hinzu, 1998 kamen zu den vorhandenen Pavillons 2 weitere hinzu. In diesen Gebäuden wurde bis zum Bezug des Neubaus in der Färberstraße im Februar 2012 in drei Gebäuden zuzüglich drei Pavillons unterrichtet. Das Hauptgebäude – der Altbau – wird mit den Pavillons vom D- und E-Bau durch die Straße namens Hoher Weg getrennt. Insgesamt umfasst die Philipp-Reis-Schule 77 Unterrichtsräume, acht in den Pavillons, ein Forum und zwei Sporthallen. Die Oberstufenschüler werden größtenteils in den Pavillons unterrichtet.

Der Hohe Weg und der Altbau (Hauptgebäude)

Das Hauptgebäude der Philipp-Reis-Schule wird in drei Gänge („A“, „B“ und „C“) unterteilt. In allen drei Bereichen werden Gymnasiasten, Real- und Hauptschüler diverser Jahrgänge unterrichtet. Im A-Gang existieren zwei sogenannte Teambereiche (siehe auch Teamkonzept an der Philipp-Reis-Schule). Die anderen zwei Gebäude – der D- und der E-Bau –, die sich nicht im Hauptgebäude befinden, bilden hauptsächlich den Förderstufen-, Physik- und Chemie- sowie teilweise den Informatik-Bereich. Der D-Bau wurde auf der anderen Seite des Hohen Weges errichtet. Dieser wurde dafür für den Verkehr gesperrt. Der E-Bau wurde noch zwischen der Straße und dem D-Bau errichtet. Die Förderstufenklassen sowie die Gymnasiasten der Jahrgangsstufe werden im D-Bau unterrichtet.

Die Bezeichnung der Unterrichtsräume setzt sich aus dem Buchstaben des Gebäudes oder Ganges und einer dreistelligen Zahl zusammen (Beispiel: A 315). Die erste Zahl nach dem Buchstaben gibt an, in welchem Stockwerk sich der Raum befindet (Untergeschoss: 0; Erdgeschoss: 1; erster Stockwerk: 2; zweiter Stockwerk: 3). Die Bezeichnung der Unterrichtsräume in den Pavillons setzt sich aus dem Buchstaben „P“ und der Nummer (1–8) des jeweiligen Raumes zusammen (Beispiel: P8).

Im Hauptgebäude der Philipp-Reis-Schule ist unter anderem eine Cafeteria zu finden, eine Bibliothek, die Schülervertretung sowie der Schulsanitätsdienst. Die Schule verfügt außerdem über einen Schulgarten, der von einer entsprechenden Arbeitsgemeinschaft (AG) gepflegt wird. Neben den zwei Sporthallen befindet sich das Friedrichsdorfer Schwimmbad, das in den wärmeren Monaten von einigen Klassen auch genutzt wird; alternativ wird das Seedammbad in direkter Nachbarschaft des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG) in Bad Homburg benutzt. Die Philipp-Reis-Schule verfügt über Räumlichkeiten, die mit ans Internet angebundenen Computern ausgestattet sind. Davon sind fünf reine Computerräume sowie mehrere Klassenräumen mit wenigen Geräten. Insgesamt beherbergt die Schule nach Angabe der schuleigenen Internetpräsenz über 200 Computer und verfügt außerdem über Laptops, die in einer Klasse im Unterricht eingesetzt werden (siehe auch Laptop-Klasse in der Philipp-Reis-Schule).

Sport

Links: A-Gang; Mitte: B-Gang; rechts: C-Gang

Die Philipp-Reis-Schule hat eine große und eine kleine Sporthalle. Die größere wird ebenfalls von Friedrichsdorfer Vereinen, die kleinere vorrangig von der benachbarten Peter-Härtling-Schule (Grundschule) genutzt. Außerdem gibt es einen Sportplatz.

Schüler aus den Friedrichsdorfer Ortsteilen Köppern, Burgholzhausen und Seulberg werden mit zwei Schulbussen kostenfrei zu festgelegten Zeiten zur Schule gebracht und wieder abgeholt. Die Schule ist von anderen Orten, beispielsweise Bad Homburg, mit Bahn- und Buslinien zu erreichen. Vom Friedrichsdorfer Bahnhof ist die Schule gut per Fuß in etwa einer Viertelstunde zu erreichen.

Neubau ab Februar 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2012 ist die Philipp-Reis-Schule in den Neubau in der Färberstraße umgezogen. Das neue Schulgebäude - unter ökologischen Gesichtspunkten geplant - wurde ab 2009 zwischen dem Baugebiet Schäferborn und Spießwald, angrenzend an die Bahnstrecke Friedrichsdorf–Friedberg, erbaut und besitzt unter anderem eine große Mensa, großzügige Sportanlagen und Theaterbühnen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schuljahr 2006/2007 umfasste die Schule 42 Klassen zuzüglich fünf 11. Klassen sowie den 12. und 13. Jahrgang. Letzteren Jahrgang besuchten 115 Schüler im genannten Schuljahr. Im Schuljahr 2007/2008 existieren 44 Klassen (ein Plus von zwei Klassen im Vergleich zum Vorjahr) zuzüglich fünf 11. Klassen und den 12. und 13. Jahrgang. Die Schule besuchen Kinder und Jugendliche aus den Friedrichsdorfer Stadtteilen, aus Bad Homburg sowie aus einigen Gemeinden im Hintertaunus. Sie stammen aus etwa 35 Nationen. Der Anteil an Schülern der Mittelstufe überstieg im Schuljahr 2003/2004 den der Schülerinnen. In der gymnasialen Oberstufe überwog im Schuljahr 2003/2004 der Anteil der Schülerinnen. Die Bezeichnung der Schulklassen setzt sich aus dem Jahrgang (5–12 durch die Umstellung auf das achtjährige Gymnasium (verkürzter Bildungsgang → G8); zuvor: 5–13), dem Schulzweig (gymnasiale Oberstufe = T → Tutorenkurs/-gruppe; Gymnasialzweig = G; Realschulzweig = R; Hauptschulzweig = H; Förderstufe = F) und der Klassennummer (1, 2 usw.) zusammen (Beispiel: 10G1). Im Gymnasialzweig existieren im Durchschnitt drei Klassen pro Jahrgang, im Realschulzweig drei und im Hauptschulzweig zwei Klassen. In der Oberstufe variiert die Zahl der Klassen (eigentlich Kurse) aufgrund der Anzahl der zustande kommenden Leistungskurse; pro Jahrgang existieren fünf bis sechs Klassen.

Schulzweige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pausenhof beim D-Bau (Förderstufenbau). Erdgeschoss: Kunsträume; erster Stockwerk: Physikräume; zweiter Stockwerk: Klassenräume der Unterstufenschüler

Die Philipp-Reis-Schule umfasst einen Gymnasialzweig (seit dem Schuljahr 2006/2007: Klassen 5–9; zuvor: 5–10) als verkürzten Bildungsgang (G8) mit gymnasialer Oberstufe (G8: Jahrgangsstufen 10–12; G9: 11–13), einen Realschulzweig (Klassen 7–10), einen Hauptschulzweig (Klassen 7–9) sowie eine Förderstufe (Klassen 5–6).

Gymnasialzweig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gymnasialklassen (G): Klassen G9: 5–10) der Unter- und Mittelstufe bilden mit der Oberstufe (G9: 11–13) ein reines Gymnasium, das zum Abitur (allgemeine Hochschulreife) führt. Eine Umstellung vom neunjährigen Gymnasium (G9) auf das achtjährige (G8) fand zum Schuljahr 2006/2007 statt. Inzwischen ist dies durch Beschluss aller Gremien wieder rückgängig gemacht worden, und es gibt im Gymnasialzweig wieder 9 Jahrgangsstufen (nur die derzeit auf 8 Jahre begonnen Klassen werden "zu Ende geführt". Das Fremdsprachenangebot: ab der 5. Klasse entweder Englisch oder Französisch; ab der 7. Klasse entweder Englisch, Französisch oder Latein; als Angebot ab der 9. Klasse entweder Spanisch oder Latein.

Gymnasiale Oberstufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gymnasiale Oberstufe (G8: Jahrgangsstufen 10–12; G9: 11–13) führt zum Abitur (Allgemeine Hochschulreife). Der Unterricht in der einjährigen Einführungsphase gestaltet sich in fast allen Fächern im Klassenverband. Einige Fächer, zum Beispiel Musik und Sport, werden als Kurse angeboten. Die Klassen entstehen durch die Wahl zweier Orientierungsfächer (Orientierungskurse), die später in der Qualifikationsphase zu Leistungskursen werden. Das Projekt Lernen lernen wird an einigen Tagen im ersten Halbjahr der Einführungsphase durchgeführt. Im ersten Schuljahr der Qualifikationsphase findet ein zweiwöchiges Berufspraktikum statt. Dazu wird im vorherigen Schuljahr, also in der Einführungsphase, das Praktikum im Fach "Politik und Wirtschaft" für die Wirtschaft inhaltlich vorbereitet. Schüler mit Latein als zweiter Fremdsprache erwerben bei mindestens ausreichenden Leistungen am Ende der Einführungsphase das Latinum (Nachweis über lateinische Sprachkenntnisse).

Realschulzweig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Realschulzweig (Klassen 7–10) führt zur mittleren Reife (Fachoberschulreife/Realschulabschluss). In der 7. Klasse wird Französisch als zweite Fremdsprache angeboten. In der 9. Klasse kann alternativ zwischen Spanisch, Latein oder Russisch gewählt werden. (Russisch wird nur bei ausreichenden Schüleranfragen unterrichtet.)

Hauptschulzweig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gang im D-Bau. Linke Seite: Klassenräume der Unterstufenschüler, Unterrichtsräume der Physik und Biologie; rechte Seite: Musikräume, Aquarien, Filmraum, Forum, Fremdsprachenraum; hinten: Ausgang zum Schulgarten

Der Hauptschulzweig (Klassen 7–9) führt zum Hauptschulabschluss (Berufsschulreife). Schwerpunkt des Hauptschulzweiges an der Philipp-Reis-Schule ist unter anderem, dass wenig Lehrkräfte in einer Klasse unterrichten. Dies bedeutet, dass der Klassenlehrer einen größeren Teil der Fächer unterrichtet. Des Weiteren wurde der Schwerpunkt auf den Bezug zur Praxis gelegt. Das heißt, dass die Schüler in der 8. Klasse für drei Wochen und in der 9. Klasse für zwei Wochen ein Blockpraktikum absolvieren.

Förderstufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Unterricht in der Förderstufe (auch: Orientierungsstufe; Klassen 5–6) gestaltet sich zunächst im Klassenverband. Zwei der drei Hauptfächer in der Förderstufe – Mathematik und Englisch – werden ab dem zweiten Halbjahr der 5. Klasse in Kursen („B“ und „C“, bis zum Schuljahr 2005/2006 außerdem der A-Kurs) unterrichtet. Seit dem Schuljahr 2006/2007 existieren nur noch der B- und der C-Kurs, von denen ersterer dem Lehrstoff der Realschule und letzterer dem der Hauptschule entspricht. Nach dem zweijährigen Besuch der Förderstufe wird jedem Schüler sowie den Eltern eine entsprechende Zweigempfehlung mitgeteilt. Für diese Schüler besteht lediglich die Möglichkeit, in den Realschul- oder Hauptschulzweig überzugehen.

Unterricht und Mittagsbetreuung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Unterricht an der Philipp-Reis-Schule findet hauptsächlich von der ersten bis zur sechsten Schulstunde statt und dauert von 08:00 Uhr bis 13:15 Uhr (Kernzeit). Die Schüler der 7. bis 10. Klassen haben nachmittags im geringen Umfang Unterricht. Insgesamt erstreckt sich der Stundenplan der Schule über zwölf Schulstunden, von denen die letzte um 18:15 Uhr endet. Ab der siebten Schulstunde wird generell in Doppelstunden (7./8., 9./10. und 11./12. Stunde) unterrichtet, wobei die siebte Unterrichtsstunde ebenfalls als separate Stunde existiert. Arbeitsgemeinschaften und weitere Veranstaltungen finden am Nachmittag nach der Mittagspause ab 14:05 Uhr statt.

An der Philipp-Reis-Schule findet kooperatives Lernen (pädagogisches Konzept) statt. So kann des Öfteren Partner- sowie Gruppenarbeit im Mittelpunkt von Unterrichtsfächern stehen. Zum Einsatz kann außerdem das Arbeiten mit Computern erfolgen.

Die Mittagsbetreuung umfasst eine (kostenpflichtige) Hausaufgabenbetreuung für Schüler der 5. bis 7. Klassen, 26 verschiedene Arbeitsgemeinschaften (AG; Stand: Schuljahr 2007/2008), eine offene Musik- und Kunstwerkstatt, ein Betreuungsangebot in einem Raum, sowie die Möglichkeit der Einnahme von warmen Zwischenmahlzeiten in der Cafeteria. Der Raum der Mittagsbetreuung wird von verschiedenen Kräften, unter anderem Oberstufenschüler, beaufsichtigt. Der spezielle Raum bietet verschiedene Möglichkeiten, sich zu beschäftigen.

Am 3. September 2007 wurde zum ersten Mal Mittagessen an der Philipp-Reis-Schule für die Jahrgangsstufe 6 ausgegeben. Dieses wird seither montags und dienstags ab 13:20 Uhr angeboten, zunächst nur für die Stufe 6, die Bläserklasse und die Hausaufgabenbetreuer in Jahrgangsstufe 5.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Links: Richtung D-Bau; rechts: Eingang zum E-Bau. Im ersten Stockwerk ist hier ein Informatikraum zu sehen.

EDV-Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1984 wurde der Beschluss gefasst, erste Computer für den Unterricht an der Philipp-Reis-Schule anzuschaffen. Es wurden acht Computer der Marke Schneider CPC für den Unterricht eingesetzt, da diese unter anderem über ein integriertes Kassettenlaufwerk zur Datenspeicherung verfügten. Die Computer wurden für den Mathe- und Wahlpflichtunterricht sowie Arbeitsgemeinschaften eingesetzt. 1988 wurden wieder acht Geräte bestellt zuzüglich ein Gerät als Lehrerarbeitsplatz, dieses Mal das Modell HP 150 von Hewlett-Packard, die über ein integriertes Diskettenlaufwerk und über das Betriebssystem MS-DOS verfügten. Des Weiteren wurden drei Nadeldrucker sowie ein DIN-A3-Plotter bestellt. Es wurde ein weiterer Kurs mit dem Schwerpunkt Anwendersoftware angeboten. Die paar Geräte reichten nicht aus, da das Interesse am EDV-Unterricht weiter stieg. So wurde 1991 ein zweiter EDV-Raum eingerichtet, in dem weitere neun Computer der Marke Schneider CPC zum Einsatz kamen. Der Lehrstoff des zweijährigen Informatikunterrichts wurde in der Sekundarstufe I geändert. Eine Änderung des Lehrstoffes war unter anderem, dass nicht mehr verstärkt Programmierkurse Thema war, sondern anwendungsbezogene Inhalte. Dies war eine Lehrplanempfehlung des Hessischen Kultusministeriums. Auch einige andere Themen, wie zum Beispiel Anwendersysteme im Büro und Datenbanksysteme, gewannen mehr an Bedeutung. Der Themenschwerpunkt in der Sekundarstufe II wurde weiterhin auf der Erarbeitung informatischer Inhalte mittels einer höheren Programmiersprache gemäß den Kursstrukturplänen belassen. 1992 konnten die Computer des zweiten Raumes in ein Lokales Netz mit einem zentralen Server eingebunden werden. Hierzu wurden alle Computer im ersten EDV-Raum durch Geräte des Modells PC AT ersetzt, die anschließend ebenfalls an das Lokale Netz eingebunden wurden. Das Lokale Netz ermöglichte im Informatikunterricht die Behandlung der Themen Datenschutz in vernetzten Systemen und Grundlagen der Netzwerktechnologie.

Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bibliothek, die sich im B-Gang befindet, verfügt etwa über 7.000 Fach- und etwa 2.000 Jugendbücher. Außerdem verfügt sie ebenfalls über Nachschlagewerke, Fachlexika sowie über einige Computer. Seit Anfang 2005 übernimmt eine Sekretärin der Philipp-Reis-Schule stundenweise pro Schultag die Leitung der Bibliothek sowie einige Eltern in freiwilliger Unterstützung, da die hauptamtliche Bibliothekarin pensioniert wurde und der Schulträger Hochtaunuskreis sich nicht mehr in der Lage sieht, weitere Mittel zum Unterhalt der Schulbibliothek zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren übernahm eine Bibliothekarin der Stadtbücherei Friedrichsdorf die fachliche Leitung. Anteilmäßig wird das Vorgehen von der Schule, dem Förderverein und dem Cafeteria-Verein finanziert.

Cafeteria[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die schuleigene Cafeteria befindet sich direkt am Haupteingang. Sie wurde 1992 gegründet und ist jeden Morgen von etwa 09:20 Uhr bis 13:50 Uhr geöffnet. Die Cafeteria bietet verschieden belegte Brötchen, Obst und diverse Getränke an. Zwischen dem Beginn der zweiten großen Pause (11:30 Uhr) bis zum Ende der sechsten Schulstunde (13:20 Uhr) werden tageweise verschiedene Zwischenmahlzeiten angeboten. Es existiert lediglich eine Person, die im Cafeteria-Verein fest angestellt ist und neben mehreren freiwilligen Organisatoren und Helfern den Einkauf plant. Zu den Helfern gehören neben Müttern Väter sowie Schüler einer 11. Klasse. Trotz angemessener Preise konnte die Cafeteria Überschüsse vorweisen, die innerhalb der Schule zum Einsatz kommen. Der Cafeteria-Vorstand Verein zur Pausenbetreuung der Schüler der Philipp-Reis-Schule e. V. besteht aus sechs Erwachsenen, darunter zwei Lehrer der Philipp-Reis-Schule.

Schulsanitätsdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im C-Gang des Hauptgebäudes ist der Schulsanitätsdienst (Arbeitsgemeinschaft) zu finden, bei dem an jedem Schultag zwei Mitglieder in Bereitschaft sind. In Notfällen können diese Mitglieder über ein Apparat vom Sekretariat alarmiert werden. Die zwei Mitglieder des Schulsanitätsdienstes absolvierten eine intensive Ausbildung. Das gesamte Schulsanitätsdienst-Team trifft sich wöchentlich, um unter anderem sich weiterzubilden.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

E-Bau (Neubau)

Teamkonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Teamkonzept beschreibt an der Philipp-Reis-Schule das Arbeiten in einem gut veränderten Arbeitsklima und den freien Austausch von Informationen unter den Lehrkräften. Es sollen möglichst wenige Lehrkräfte ein Team unterrichten, „um die pädagogische Arbeit und das Lernen in Projekten leichter organisieren zu können“.[3] Dieses Konzept existiert seit 2002. Jeder Jahrgang eines Schulzweiges bildet ein Team. Seit dem Schuljahr 2006/2007 soll die Schule nach und nach mit Beginn eines neuen 5G-Jahrgangs (Gymnasialklassen der Jahrgangsstufe 5) in eine Teamschule umgewandelt werden. Mit dem Teamkonzept soll ein „Zuhause-Gefühl“ vermittelt werden. Die Ziele sind die Übernahme von Verantwortung gegenüber Räumen, Mitschülern und die Lernatmosphäre. In jedem Teambereich befindet sich neben Klassenräumen ein Lehrerstützpunkt, der über Materialsammlungen verfügt. Die Teams sind für die Gestaltung ihrer Bereiche verantwortlich. Bisher existieren zwei Teambereiche, die mittels einer Trennwand von den anderen Klassenräumen abgetrennt sind.

„Laptop-Klasse“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte November 2004 wurde eine 8. Klasse zur „Laptop-Klasse“. Hierbei handelte es sich um einen Versuch. Ein flexiblerer Umgang sollte mit den Laptops in mehreren Fächern erprobt werden. Für den Versuch erhielt die Klasse 34 Laptops, darunter einen für den Klassenlehrer. Des Weiteren erhielt die Versuchsklasse einen Videoprojektor, einen Scanner, einen Drucker sowie die entsprechende Software. Knapp 77.000 Euro kosteten dem Schulträger die Laptops inklusive der Schränke zum Aufbewahren dieser sowie die Installationen für die drahtlose Kommunikation.[4]

Besondere Unterrichtsfächer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den besonderen Schulfächern gehören Darstellendes Spiel, Spanisch, Russisch, Grundlagen der Kochkunst, Grundlagen der Psychologie, Grundlagen der Elektronik, Jahrbuch, Präsentations- und Bürotechnik und Techniken der Kunst. All diese Unterrichtsfächer – ausgenommen Darstellendes Spiel, Spanisch und Russisch – waren Teil des Wahlpflichtunterrichtsangebot des Schuljahres 2006/2007 und für Schüler der 9. und 10. Klassen des Gymnasial- und Realschulzweiges gedacht. Gymnasiasten und Realschüler dieser Jahrgangsstufen werden in allen erwähnten Wahlpflichtkursen – miteinbezogen Darstellendes Spiel, Spanisch sowie Russisch – gemeinsam unterrichtet. An der Philipp-Reis-Schule findet außerdem muttersprachlicher Unterricht in Italienisch und Türkisch statt.

Große Sporthalle

Darstellendes Spiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darstellendes Spiel (DSP) wurde 1996 als Unterrichtsfach für die 9. bis 13. Klassen aufgenommen, womit die Philipp-Reis-Schule einen Vorreiter in ganz Hessen darstellte. Dieses Unterrichtsfach kann in der Mittelstufe im Gymnasial- und Realschulzweig (9. und 10. Klasse) als Wahlpflichtfach sowie in der gymnasialen Oberstufe (11. bis 13. Klasse) als drittes künstlerisches Fach gewählt werden. Dieses Fach wird in der Mittelstufe als Kurs mit zwei Wochenstunden und in der Oberstufe als Grundkurs mit zwei oder drei Wochenstunden unterrichtet.

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Philipp-Reis-Schule finden mehrere Projekte statt. Zu diesen gehören Bläserklassen, Demokratie lernen und leben, Lernen lernen, Mentoring, Kulturwerkstatt und die Lernpartnerschaft zwischen der Philipp-Reis-Schule und der Kaufhof AG.

Bläserklassen

Den 5. und 6. Klassen wird ein spezielles Projekt – die Bläserklassen – angeboten, welches einen erweiterten Musikunterricht darstellt. Die Schüler, die am Projekt teilnehmen, werden in vier anstelle von zwei Unterrichtsstunden unterrichtet. In Zusammenarbeit mit der Musikschule Friedrichsdorf und den Musiklehrern der Philipp-Reis-Schule wurde mit dem Aufbau eines Blasorchesters und einer Jazz-Band begonnen. Die Musikschule Friedrichsdorf stellt der Philipp-Reis-Schule Lehrer für Einzel- und Gruppenunterricht zur Verfügung.

Demokratie lernen und leben

Das Projekt Demokratie lernen und leben findet an der Philipp-Reis-Schule statt – eine von etwa 160 Modellschulen bundesweit. Dieses Projekt ist ein intensives Schulentwicklungsprogramm (2002–2007). Bund und Länder wirken für das Projekt im Rahmen der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) zusammen. Mit dem Projekt Demokratie lernen und leben soll die Förderung der demokratischen Handlungskompetenz der Schülern und die Entwicklung einer demokratischen Schulkultur stattfinden.

Ein Innenhof der Philipp-Reis-Schule, aufzufinden im Altbau. Dieser Innenhof ist jedoch kein Aufenthaltsort.
Lernen lernen

Mit dem Projekt Lernen lernen, das seit 2003 stattfindet, soll den Schülern Lernkompetenz nähergebracht werden. Der erste Teil dieses Projekts findet in den Jahrgangsstufen 5–8 statt. Der zweite Teil dieses Projekts ist in der 11. Jahrgangsstufe angesiedelt und soll die Schüler mit den Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut machen.

Mentoring

Speziell für die Oberstufenschüler wird das Projekt Mentoring angeboten – ein Gemeinschaftsprojekt der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Philipp-Reis-Schule. Studentinnen aus den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studiengängen äußern ihre Erfahrungen in einem Netzwerk im Bezug auf die Studienwahl und dem Studium und fördern die Oberstufenschüler.

Kulturwerkstatt

Die Kulturwerkstatt der Philipp-Reis-Schule bietet an einem Nachmittag über mehrere Stunden den Schülern die Möglichkeit, sich kreativ zu beschäftigen. Mit dieser Werkstatt soll den Schülern die Schule näher gebracht werden, an der sie den Nachmittag verbringen können. Es existieren zwei künstlerische Bereiche in der Werkstatt: das Kunst-Atelier und das Kunst-Studio. Im Kunst-Atelier können sich die Schüler unter anderem mit malen, zeichnen, digitaler Bildbearbeitung sowie Erstellung von Präsentationen beschäftigen. Neben dem Spielen von Instrumenten im Musik-Studio können sie singen, proben, komponieren und einiges mehr. Schüler, die regelmäßig in der Kulturwerkstatt mitwirken, erhalten eventuell einen Vermerk im Zeugnis. Die Werkstatt bietet des Weiteren die Möglichkeit zum fächerübergreifenden Lernen. Die Teilnahme am Projekt ist freiwillig und es existieren keine verbindlichen Angebote (im Unterschied zu den Arbeitsgemeinschaften). Aufsichtspersonen können Lehrer sowie Künstler, Musiker, Handwerker, Wissenschaftler, aber auch ältere Schüler, zum Beispiel aus der eigenen Oberstufe, sein.

Lernpartnerschaft mit der Kaufhof AG

Seit 2006 pflegt die Philipp-Reis-Schule eine Lernpartnerschaft mit der Kaufhof AG in Frankfurt-Nordweststadt. Die Auswahl dieser Schule kam durch die Darstellung der Schule im Internet zustande. Der Vertrag zwischen der Kaufhof AG und der Philipp-Reis-Schule wurde am 20. September 2006 vom Staatssekretär Joachim Jacobi, Geschäftsführer Frank Bertsch und vom Schulleiter Gernot Karner unterzeichnet.

Im Februar 2007 bot die Kaufhof AG der Schule ein Bewerbertraining für mehrere Schüler der 9. Realschulklassen an. Des Weiteren wurde Mitte März 2007 ein Kurs für Schüler, die sich beworben haben, angeboten.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßig nimmt die Philipp-Reis-Schule am Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia in verschiedenen Sportarten teil. Außerdem finden an der Schule mehrere sportliche Aktivitäten statt. Zu diesen gehören Turniere für die Klassen 5–8, der Schulsporttag der Klassen 5–10 sowie der Stundenlauf am letzten Schultag.

Blick auf alle drei Pavillons. Links: P5–P8; Mitte: P1 und P2; rechts: P3 und P4

Internationale Kontakte (Partnerschulen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den Altbau und auf einen Pavillon

Die Philipp-Reis-Schule pflegt mit Schulen in Argentinien, Frankreich und Russland Kontakte und organisiert Schüleraustausche. In der Vergangenheit bestanden zusätzlich Verbindungen zu Schulen in England, in den USA und in Kanada, jedoch besteht zu diesen kein Kontakt mehr.

Argentinien

Die Philipp-Reis-Schule ist seit mehreren Jahren Partner einer deutschen Schule in Buenos Aires, dem Colegio Alemán. Der Austausch findet seit 2005 gemeinsam mit dem Kaiserin-Friedrich-Gymnasium (KFG) in Bad Homburg statt.

Frankreich

Seit September 1998 ist die Philipp-Reis-Schule Partner von Sainte-Marie Bastide, einer Gesamtschule in Bordeaux. Für die Schüler der 5. bis 8. Klassen (im Austauschjahr 2007/2008 Klassen 7–8) der Philipp-Reis-Schule wird ein Austausch mit dem dortliegenden Collège angeboten; für die Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufen (Austauschjahr 2007/2008 Jahrgangsstufen 9–12) mit dem Lycée der Partnerschule. Der Austausch für die Zehnt- und Elftklässler ist projektorientiert. Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Friedrichsdorf und Houilles (nahe Paris) existiert des Weiteren die Möglichkeit hier an einem Austausch teilzunehmen.

Russland

Bis 2001 oder 2003 bestand die Möglichkeit, einen Schüleraustausch mit Russland zu machen. Da Russisch jedoch an der Philipp-Reis-Schule kaum noch gefördert wurde, da das Interesse der Schüler zurückging, brach der Kontakt ab. Ein eingetragener Verein in Friedrichsdorf, bestehend aus zwei Lehrerinnen der Philipp-Reis-Schule, organisiert seit mehreren Jahren in Zusammenarbeit mit einer russischen autonomen und nicht kommerziellen Organisation pädagogische Projektbegegnungen. Für Schülern werden seit 2003 Stipendien angeboten.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Förderverein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Förderverein der Philipp-Reis-Schule Förderverein der Philipp-Reis-Schule Friedrichsdorf/Ts. e. V. (ehemals: Verein der Freunde und Förderer der Philipp-Reis-Schule) existiert seit den 1960er Jahren. Dieser Verein bekam 1990 eine Anerkennung der Gemeinnützigkeit und unterstützt die Schule vor allem bei der Ausstattung mit Lehrmitteln.

Pausenhof, Pavillon P3 (links) und P4 (rechts). Auf diesem Teil des Pausenhofs wird jedes Jahr der Abischerz zelebriert.

Bekannte Schulangehörige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die prominenteste Persönlichkeit, die mit der Philipp-Reis-Schule in Verbindung steht, war Philipp Reis (1834–1874), ein deutscher Physiker und der Erfinder des Telefons, zunächst Schüler, später Lehrer. Auch der deutsche Politiker Mathias Wagner[5] (* 1974) gehört zu den bekannten ehemaligen Schulangehörigen, der bei den Grünen und Mitglied des Hessischen Landtages ist. Ein weiterer Schulangehöriger ist Eric Neuber,[6] ein deutscher Kartfahrer, der einige 1. Plätze bei DMV-Bundes- und -Landesmeisterschaften, sowie weitere Wettbewerbe, belegte.[6] Martin Geisz, Lehrer an der Schule, arbeitete hier und in bundesweiten Initiativen zur Konzeption und Verankerung des Lernbereichs Globales Lernen in der Bildungsarbeit. Er erhielt 2010 für diese Arbeit (auch an der Philipp-Reis-Schule) das Bundesverdienstkreuz am Bande.[7] Der Radiomoderator und Buchautor Raphael Gensert (* 1979) besuchte die Philipp-Reis-Schule und absolvierte hier 1999 sein Abitur.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porträt von Philipp Reis im D-Bau. Erstellt durch die Klasse 8G4 des Schuljahres 1985/1986.
  • Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf, Gesamtschule des Hochtaunuskreises mit gymnasialer Oberstufe: 150 Jahre Schule in Friedrichsdorf/Ts. In: Philipp-Reis-Schule Friedrichsdorf (Hrsg.): Festschrift. 1986, S. 140.
  • Dokumentation der Umweltwoche der Philipp-Reis-Schule Friedrichsdorf: 24.–28.8.1987. In: Schülerzeitung Megaphon (Hrsg.): Festschrift. 1987, S. 59.
  • Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf, Gesamtschule des Hochtaunuskreises mit gymnasialer Oberstufe: Festschrift zum Einzug in die neue Philipp-Reis-Schule im Jahr 2012. In: Philipp-Reis-Schule Friedrichsdorf (Hrsg.): Festschrift. 2012, S. 104.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.learnmobile.de → Pressemitteilung – Erste „Laptop-Klasse“ im Hochtaunuskreis eingerichtet, S. 2, erster Textabschnitt (PDF-Datei; 94,2 kB)
  2. http://www.philipp-reis-schule.de → Unterricht → Medienkonzept der PRS
  3. http://www.philipp-reis-schule.de → Unterricht → Auf dem Weg zur Medienschule → Medienintegration als Schulentwicklung, S. 5, erster Textabschnitt (PDF-Datei; 153,0 kB)
  4. http://www.learnmobile.de → Pressemitteilung – Erste „Laptop-Klasse“ im Hochtaunuskreis eingerichtet (PDF-Datei; 94,2 kB)
  5. http://www.mathiaswagner.de → Zur Person → Lebenslauf
  6. a b http://www.eric-neuber.de → Privat, Erfolge
  7. siehe Artikel Martin Geisz und Liste der Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Philipp-Reis-Schule (Friedrichsdorf) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien