Piechowice

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Piechowice
Wappen von Piechowice
Piechowice (Polen)
Piechowice
Piechowice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Jelenia Góra
Fläche: 43,29 km²
Geographische Lage: 50° 51′ N, 15° 37′ OKoordinaten: 50° 50′ 55″ N, 15° 36′ 32″ O
Höhe: 360 m n.p.m.
Einwohner: 6363
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 58-571 bis 58-573
Telefonvorwahl: (+48) 75
Kfz-Kennzeichen: DJE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 65 StettinPrag
Schienenweg: Jelenia Góra–Szklarska Poręba–Kořenov
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Einwohner: 6363
(31. Dez. 2016)[1]
Gemeindenummer (GUS): 0206031
Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Witold Rudolf
Adresse: ul. Żymierskiego 49
58-573 Piechowice
Webpräsenz: www.piechowice.pl



Piechowice [pʲɛxɔˈvʲitsɛ] (deutsch Petersdorf) ist eine Stadt im Südwesten Polens. Sie liegt im Powiat Jeleniogórski der Woiwodschaft Niederschlesien am Fuß des Riesengebirges. Die Stadt gehört der Euroregion Neiße an.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Piechowice liegt im Hirschberger Tal zwischen dem Riesengebirge im Süden und den östlichen Ausläufern des Isergebirges im Westen. Es ist etwa zehn Kilometer südwestlich von Jelenia Góra und fünf Kilometer nordöstlich von Szklarska Poręba entfernt. Der Fluss Kamienna (Zacken) durchfließt die Stadt, durch welche auch die Fernstraße E 65 (StettinPrag) sowie die Bahnstrecke Jelenia Góra–Szklarska Poręba, früher Zackenbahn genannt, verlaufen. Höchster Berg im Stadtgebiet ist das Hohe Rad (polnisch Wielki Szyszak) mit 1509 m ü. NN, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien im Süden.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Kernstadt Piechowice gehören außerdem noch die folgenden umliegenden Stadtteile:

  • Górzyniec (Hartenberg)
  • Michałowice (Kiesewald)
  • Pakoszów (Wernersdorf)
  • Piastów (Kaiserswaldau)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Gemeindegebiet von Piechowice gehören einige der schönsten Gegenden des Riesengebirges. Sehenswert sind insbesondere die Schneegruben (Śnieżne Kotły) in 1200 bis 1450 m Höhe – zwei große eiszeitliche Gletscherkare mit kleinen Karseen und teils 200 Meter hohen Felswänden direkt unterhalb des Gebirgshauptkamms. Infolge der sonnengeschützten Lage hält sich der Schnee in diesen Karen bis weit in den Juni hinein.

Weitere Ausflugsziele sind der 13,5 m hohe Wodospad Szklarki (Kochelfall) sowie der Aussichtspunkt Złoty Widok („Goldene Aussicht“) oberhalb von Michałowice mit Ausblick auf die Nordseite des Riesengebirges. Ganz in der Nähe befindet sich die Burgruine Chojnik (Kynast). Ein bedeutender Teil des Stadtgebiets liegt im Bereich des Nationalparks Karkonoski Park Narodowy (KPN) („Nationalpark Riesengebirge“). Weiterhin liegt am Rand des Stadtteils Wernersdorf in einem Park das Schloss Wernersdorf (Pałac w Pakoszowie), ein 1725 umgebautes Gebäude, das restauriert und im April 2012 als Hotel eröffnet wurde.

Obgleich nur eine Kleinstadt, hat Piechowice ein reges Kulturleben vorzuweisen. Aushängeschild der Stadt sind neben zahlreichen hier ansässigen bildenden Künstlern zwei Anfang der 1990er Jahre gegründete freie Bühnen: das Teatr Nasz, geleitet von Jadwiga und Tadeusz Kut, sowie das Teatr Cinema von Katarzyna Rotkiewicz-Szumska und Zbigniew Szumski, das überregionale und zunehmend auch internationale Beachtung findet.

Darüber hinaus finden in der Stadt regelmäßige, vom Piechowicki Ośrodek Kultury koordinierte kulturelle Veranstaltungen statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Tobias Volkmar (1718–1787), deutscher evangelischer Pastor und Geograph; verfasste eine wissenschaftliche Beschreibung des Riesengebirges
  • Paweł Trybalski (* 1937 in Hostynne nahe Zamość), polnischer Maler und Grafiker. Stellt weltweit aus und lebt seit 1989 im Stadtteil Michałowice

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.