Plansee Group

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Plansee Holding AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Breitenwang, OsterreichÖsterreich Österreich
Leitung Michael Schwarzkopf[1]
Mitarbeiter 6.253[2]
Umsatz 1,26 Mrd. Euro[2]
Branche Mischkonzern
Website www.plansee-group.com
Stand: 28. Februar 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Die Plansee Group (benannt nach dem Plansee), Firmenbezeichnung: Plansee Holding AG, ist ein österreichisches Unternehmen mit Sitz in Breitenwang (Bezirk Reutte). Die Unternehmensgruppe beschäftigt sich mit der Herstellung von pulvermetallurgischen Werkstoffen sowie deren Weiterverarbeitung zu Werkzeugen und Formteilen.[3] Die Plansee Group ist ein Privatunternehmen in der mittlerweile dritten Generation unter der Leitung von Michael Schwarzkopf.

Unternehmensbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Plansee Group gliedert sich in drei Unternehmensbereiche:

  1. PLANSEE Hochleistungswerkstoffe
  2. CERATIZIT Hartstoffe & Werkzeuge
  3. Global Tungsten & Powders

Der Bereich PMG Sinterformteile wurde im Dezember 2011 verkauft.[4]

PLANSEE Hochleistungswerkstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Plansee SE

Paul Schwarzkopf gründete 1921 das Metallwerk „Plansee Ges.m.b.H.“ für die Produktion von Molybdän- und Wolfram-Drähten. 1936 wurde das Unternehmen von der Deutsche Edelstahlwerke AG aufgekauft. Schwarzkopf selbst gründete 1939 in den USA die „American Electro Metal Corp.“, die heutige „PLANSEE USA LLC.“. 1952 wurde Schwarzkopf wieder alleiniger Besitzer der Plansee Ges.m.b.H. Im Jahr 1978 begann man mit der Internationalisierung durch die Gründung der „Nippon PLANSEE K.K.“ in Tokyo, Japan. Aktuell ist die Plansee SE eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Reutte, die ihre Produkte in den drei großen Wirtschaftsräumen Europa, Amerika und Asien fertigt und vermarktet.[5]

CERATIZIT Hartstoffe & Werkzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Ceratizit

Die Ceratizit ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Luxemburg, an der die Plansee Holding AG mit 50 % beteiligt ist. Das Unternehmen entstand 2002 durch die Fusion von Cerametal (1931 gegründet) und Plansee Tizit (1985 gegründet).[6] Nicolas Lanners baute 1931 in Walferdingen ein Werk für Glühlampen. Als es während des Krieges zu einem Lieferengpass für das Rohmaterial kam, wurde über den deutschen Wissenschaftler, der Cerametal beaufsichtigte, Kontakt hergestellt zu Paul Schwarzkopf, der in Reutte ähnliche Produkte herstellte. 1948 wurde ein Joint Venture von Cerametal und Plansee Austria gegründet. 1962 begann Lanners die Produktion von Kugeln für Kugelschreiber. Heute arbeiten rund 1200 Mitarbeiter in Mamer für den weltweiten Exporteur von Verschleißteilen und Werkzeugen aus Hartmetall.[7][8]

Zum 26. Oktober 2009 hat die CERATIZIT Horb GmbH mit Sitz in Horb am Neckar die CERATIZIT Deutschland GmbH mit Sitz in Langenfeld übernommen; sie wurde ihrerseits in CERATIZIT Deutschland GmbH umbenannt.[9]

Global Tungsten & Powders[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Global Tungsten & Powders (GTP) mit Stammsitz in den USA ist einer der führenden Hersteller von Wolframpulver (englisch tungsten powder). GTP hat eine Tochter in Tschechien und wurde mit 1. August 2008 nach erfolgter Zustimmung der Kartellbehörde als vierter Unternehmensbereich der Plansee-Gruppe eingegliedert.

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Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Plansee Group betreibt weltweit 36 Produktionsstätten auf 3 Kontinenten und Vertriebsniederlassungen und -repräsentanzen in 50 Ländern.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unternehmen der Plansee-Gruppe decken dabei die gesamte Prozesskette der Pulvermetallurgie ab. Aus dem abgebauten Erz entsteht reines Metallpulver. Dieses wird pulvermetallurgisch durch Pressen, Sintern und Umformen zu Halbzeugen und Werkzeug-Rohlingen weiterverarbeitet und abschließend mechanisch bearbeitet. Je nach Anforderung liefert die Plansee Group Metallpulver, Halbzeuge oder einbaufertige Komponenten aus Refraktär- und Hartmetallen. Aufgrund knapper und teurer Ressourcen gewinnt dabei der erste Schritt – die Rohstoffbeschaffung durch die Zusammenarbeit mit Minen oder Recycling – zunehmend an Bedeutung. Hauptsächlich werden in der Plansee-Gruppe die Werkstoffe Molybdän und Wolfram verarbeitet, aber auch andere hochschmelzende Metalle wie Tantal, Niob und Chrom sowie deren Legierungen und Verbundwerkstoffe. Zu den Absatzmärkten gehören die Unterhaltungselektronik, die Beschichtungs- und Medizintechnik, die Halbleiterindustrie, die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrt, der Maschinenbau und die Bauindustrie.

Firmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Anfang der Plansee Group stand der Erfindergeist des Firmengründers Dr. Paul Schwarzkopf. Seine Lebensgeschichte ist eng mit der Geschichte der Pulvermetallurgie verknüpft. Er gründete 1921 die Metallwerk Plansee GmbH. Zwischen 1936 und 1952 war sie im Besitz der Deutschen Edelstahlwerke AG, bevor 1952 Paul Schwarzkopf wieder alleiniger Besitzer der Metallwerk Plansee GmbH wurde. Anfang der 80er-Jahre besteht die Plansee-Gruppe weltweit aus 14 Gesellschaften, Mitte der 90er-Jahre sind es 24 Unternehmen. 2002 entsteht der Unternehmensbereich Ceratizit. Durch ein Joint-Venture mit der japanischen Mitsubishi Materials Group entsteht 2005 der Unternehmensbereich PMG. 2008 übernimmt die Plansee-Gruppe von Osram den Geschäftsbereich GTP. Der Unternehmensbereich Global Tungsten & Powders entsteht. Seit 2011 hält die Plansee-Gruppe eine Beteiligung am chilenischen Molybdänhersteller Molymet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unternehmensführung
  2. a b Geschäftsbericht 2014/15
  3. Hermann Simon erwähnt Plansee in seinem gleichnamigen Buch als Beispiel für einen Hidden Champion. (Hermann Simon: Hidden Champions des 21. Jahrhunderts : Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer. Campus, Frankfurt a. M. 2007, ISBN 978-3-593-38380-4, S. 21)
  4. Plansee-Gruppe veräußert PMG (Memento vom 3. Oktober 2014 im Internet Archive), 16. Dezember 2011
  5. http://www.plansee.com/hlw/geschichte_DEA_HTML.htm
  6. CERATIZIT – die Geschichte.
  7. Cordelia Chaton: Ceratizit aus Mamer feierte gestern seinen 75. Geburtstag. 75 Kerzen und viel hartes Metall. Luxemburger Wort, 14. Oktober 2006. S. 87.
  8. Produktionsstätten in Luxemburg.
  9. Verschmelzung CERATIZIT Standorte in Deutschland. 26. Oktober 2009.