Polymer Competence Center Leoben

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Polymer Competence Center Leoben GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung 2002
Sitz Leoben, Österreich Koordinaten: 47° 22′ 57,8″ N, 15° 5′ 25,7″ O, Außenstellen in Graz und Wien
Leitung Martin Payer, Wolfgang Kern
Mitarbeiterzahl ca. 100
Umsatz 8 Mio. € (2013)[1]
Branche Angewandte Forschung, Entwicklung, Consulting
Website www.pccl.at

Das Polymer Competence Center Leoben (PCCL) ist ein außeruniversitäres, anwendungsorientiertes und kooperatives Forschungsunternehmen auf dem Gebiet der Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften. Es ist, neben dem Materials Center Leoben (MCL) und dem Erich Schmid Institut der ÖAW (ESI)[2], Teil des werkstoffwissenschaftlichen Clusters am Campus der Montanuniversität Leoben im Impulszentrum für Werkstoffe (IZW).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das PCCL wurde im Jahr 2002 im Rahmen des Kplus-Kompetenzzentrenprogramms begründet. Seit 2010 ist es ein K1-Zentrum im COMET-Programm.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesellschafter sind:

Wissenschaftliche Partner, neben den Gesellschaftern:

Förderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 wird das PCCL im Rahmen des COMET – Kompetenzzentrenprogramms als "K1"-Zentrum gefördert.[5][6][7] Oberösterreich fokussiert sich dabei auf den Leichtbau und Energie,[8][9] die Steiermark auf Automobilität in Graz und Werkstoffe in Leoben.[10][11][12] In den Bereich der PCCL sollen bis in die nächsten Jahre 20 Mio. € Fördergelder investiert werden.[13] Die Erlösentwicklung- der Comet incl. der Non-Comet-Umsätze zeigt eine stetige Steigerung von 4,5 Mio. im Jahr 2010 auf 8 Mio. € im Jahr 2013.[14]

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerunternehmen[15] im Sinne des COMET-Förderprogrammes sind Unternehmen, die gemeinsam mit dem PCCL projektspezifische Problemstellungen lösen und sich an der Finanzierung des Forschungsprogrammes beteiligen. Zu diesen Partnern gehören Ingenieurbüros, Klein- und Mittelbetriebe bis hin zu Global Playern aus den unterschiedlichsten Sektoren der Kunststoffbranche.

Neben diesen Partnern spricht das PCCL viele Unternehmen der beteiligten Branchen als Sponsoren z. B. für Kolloquien und Veranstaltungen an und pflegt Netzwerke[16] rund um Materialwissenschaften, Kunststofftechnik, Nanotechnologien, Carbonfaser-Kunststoff Verbundwerkstoffe, Simulation von Prozesstechniken, Solartechnik und den Autocluster Steiermark.

Angewandtere Forschung und Entwicklung (F&E) im Bereich Werkstoffwissenschaft wird an der gleichen Adresse am Materials Center Leoben betrieben.

Tätigkeit und Arbeitsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweck des PCCL ist es, die langfristige Zusammenarbeit von Unternehmen und den technischen Universitäten Österreichs zu organisieren und die Forschung mit den Anforderungen der Industrie, aber auch Klein- und Mittelbetrieben[17] zu vernetzen und anwendbare Produkte und Prozesse zu entwickeln.

Forschungsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der vorwiegend anwendungsorientierten Forschung des PCCL werden die Eigenschaften der Kunststoffe wie beispielsweise Härte, Elastizität, Oberflächenbeschaffenheit, Leitfähigkeit oder Gewicht für bestimmte Funktionen optimiert und die für deren Herstellung notwendige Werkzeuge entwickelt. Dies ist besonders bei der Entwicklung von leichten Strukturbauteilen und innovativen Funktionswerkstoffen der Automobilindustrie, Luftfahrtindustrie, Verpackungsindustrie, Solartechnik und der Effizienzsteigerung in der Elektrotechnik, Hochspannungstechnik und Elektronik[17][18] ebenso wie für die alternative Energiegewinnung[19] durch polymerbasierte Materialien von großer Bedeutung. Das Angebot des PCCL für Wissenschaft und Industrie gliedert sich in die Arbeitsbereiche:

Entwickelt wurde zum Beispiel ein Prüftool zur Kontrolle der Oberflächengüte von Produkten – oder auch ein "künstliches Auge", eine Kamera die eine Charakterisierung von Oberflächenerscheinungen ermöglicht.[21]

Die etwa 100 angestellten wissenschaftlichen Mitarbeiter, Masterstudenten oder Doktoranden die diese Forschungen durchführen, verdienen etwa ab zwischen 28.000 und 38.000,- € pro Jahr und haben im Zeitraum 2002 bis 2013 19 Patente erlangt, 56 Dissertationen, 125 Diplom/Masterarbeiten und 127 Baccalaureatsarbeiten vollendet und 202 Publikationen und 538 Konferenzbeiträge veröffentlicht.[22]

Die Mitarbeiterstruktur ist: 40 % Wissenschaftler, 26 % Studenten, 15 % Post-Doc Forscher, 13 %Techniker, 6 % Verwaltung.[23]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • EARTO Innovation Award 2016:
    • Gewinner in der Kategorie Impact Delivered für die Entwicklung des weltweit ersten anti-allergenen Operationshandschuh Sempermed® Syntegra UV[24]
  • Living Standards Award 2016 des Austrian Standards International[25]
  • Fast Forward Award 2015:
    • Gewinner in der Kategorie Smart Production and Services[26]
  • Österreicher des Jahres 2014 in der Kategorie Forschung: Bei der alljährlich von der Tageszeitung Die Presse und dem ORF vergebenen Auszeichnungen für Österreicher des Jahres wurde Dieter Gruber für seine Entwicklung im Bereich der "Oberflächeninspektion und Mustererkennung" zum Österreicher des Jahres 2014 in der Kategorie Forschung gekürt.[27]
  • Houskapreis 2014: 3. Platz beim Houskapreis 2014 der B&C Privatstiftung für ein Kooperationsprojekt mit der Montanuniversität Leoben und zahlreichen Industriepartnern zum Thema "Measuring the Visible – der menschlichen Wahrnehmung entsprechende In-Line Inspektion von Oberflächeneigenschaften" unter der Leitung von Dieter Gruber[28]
  • Staatspreis Mobilität 2013: Gewinner in der Kategorie Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen. für das Projekt CULT (Cars´Ultra Light Technology), eine Kooperation zwischen Magna Steyr Fahrzeugtechnik, des PCCL, der TU Wien, der MU Leoben, dem Österreichischen Gießerei-Institut, der FACC und der 4a manufacturing[29]
  • Fast Forward Award 2012:
    • Gewinner in der Kategorie Forschungseinrichtungen mit UV-Vernetzung von Latex für die Medizintechnik[30]
    • In der Kategorie Kleinstunternehmen gewann IM Polymer GmbH in Kooperation mit PCCL[31][30]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. pccl.at "http://www.pccl.at/de/news/378-rekordbilanz2013"
  2. https://www.mcl.at/fileadmin/content/News/Materialforschung_fuer_die_Mikroelektronik_17052018.pdf
  3. Firma Polymer Competence Center Leoben GmbH. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at
  4. (Memento vom 9. Dezember 2013 im Internet Archive) Wissenschaftspartner
  5. Fördergeber sind die österreichischen Bundesministerien BMVIT und BMWFJ vertreten durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG), das Land Steiermark vertreten durch die Steirische Wirtschaftsförderung (SFG) sowie das Land Oberösterreich.
  6. derStandard.at: Eine "neue Landkarte technologischer Exzellenz", vom 29. Oktober 2009, abgerufen am 5. Dezember 2012
  7. derStandard.at: Das Comet-Universum dehnt sich weiter aus, vom 3. November 2009, abgerufen am 5. Dezember 2012
  8. Upper Austrian Research: OÖ Stärkefelder treiben technologische Entwicklung (Memento vom 6. Januar 2014 im Internet Archive)
  9. vergl. Rechnungshof, Josef Moser (Hrsg.): Wirkungsbereich des Landes Oberösterreich. Rechnungshofbericht, Reihe Forschungsstrategien der Bundesländer, Wien, Dezember 2012, Kurzfassung, S. 4 (pdf, rechnungshof.gv.at).
    Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft: Steiermark und Oberösterreich vereinbaren verstärkte Kooperation bei Kompetenzzentren, 2. Januar 2013, abgerufen 4. Februar 2013
  10. Zukunft der Kompetenzzentren auch im Landtag beschlossen, wirtschaft.steiermark.at, 21. November 2006
    Erste wichtige Entscheidung für den Innovationsstandort Steiermark, wirtschaft.steiermark.at, 30. März 2007
  11. Renate Pichler, Industriellenvereinigung Steiermark: Achse Oberösterreich – Steiermark: gemeinsame Positionierung in den Bereichen Forschung, Bildung und Infrastruktur, iv-steiermark.at, 1. Juni 2010
  12. Wirtschaftsstrategie Steiermark 2020, sfg.at
  13. Polymer Competence Center Leoben (Memento vom 6. Januar 2014 im Internet Archive), in Steirische Eisenstraße, eisenstrasse.co.at, abgerufen 2. Februar 2013
  14. http://www.pccl.at/images/pccl/Dokumente/News/PCCL%20Broschre%202013%20web.pdf@1@2Vorlage:Toter Link/www.pccl.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) PCCL Broschüre 2013, Seite 13
  15. (Memento vom 9. Dezember 2013 im Internet Archive) Partnerunternehmen
  16. (Memento vom 9. Dezember 2013 im Internet Archive) Netzwerke
  17. a b Kleine Zeitung: Leobener Kunstsoffexperten zogen neues K-Projekt an Land (Memento des Originals vom 6. Januar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kleinezeitung.at, 25. Oktober 2012.
  18. SOLID, Wirtschaft und Technik am Bau: Exzellenzforschungsprojekt Hochspannung für Materialforschung, vom 25. Oktober 2012, abgerufen am 5. Dezember 2012
  19. Polymer Competence Center Leoben GmbH (Memento vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive), Eintrag in ECO-Unternehmen, eco.at
  20. http://www.pccl.at/images/pccl/Dokumente/News/PCCL%20Broschre%202013%20web.pdf@1@2Vorlage:Toter Link/www.pccl.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) PCCL Broschüre 2013, Seite 3
  21. Ein Kunst-Auge sieht mehr. In Format extra 36/11 (PDF (Memento vom 6. Januar 2014 im Internet Archive), auf www.uar.at, aufgerufen am 5. Dezember 2012)
  22. http://www.pccl.at/images/pccl/Dokumente/News/PCCL%20Broschre%202013%20web.pdf@1@2Vorlage:Toter Link/www.pccl.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) PCCL Broschüre 2013, Seite 13
  23. http://www.pccl.at/images/pccl/Dokumente/News/PCCL%20Broschre%202013%20web.pdf@1@2Vorlage:Toter Link/www.pccl.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) PCCL Broschüre 2013, Seite 3
  24. EARTO Innovation Awards - 2016. (Nicht mehr online verfügbar.) EARTO, archiviert vom Original am 10. März 2017; abgerufen am 20. Juli 2017 (englisch).
  25. Preisträger des Living Standards Awards - AUSTRIAN STANDARDS. Abgerufen am 20. Juli 2017.
  26. http://www.kleinezeitung.at/s/wirtschaft/4822331/Fast-Forward-Award_Steirische-Innovationen-ausgezeichnet?from=suche.intern.portal
  27. Die Presse: Wenn der Roboter ganz genau hinsieht
  28. B&C Privatstiftung: Houska-Preis 2014 (Memento vom 14. März 2014 im Internet Archive)
  29. Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie: Staatspreis Mobilität 2013
  30. a b Doppel-Sieg des PCCL beim Fast Forward Award. In: Industriemagazin 10/2012, S. 34 Online-Ausgabe@1@2Vorlage:Toter Link/epaper.industriemagazin-verlag.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. .
  31. newbusiness.at: Fast Forward Award 2012: Helden der Innovation. 15. Oktober 2012 (PDF; 10,1 MB), abgerufen am 5. Dezember 2012.