Poschiavino

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Poschiavino
Poschiavino in Poschiavo

Poschiavino in Poschiavo

Daten
Gewässerkennzahl CH: 79
Lage Graubünden (Schweiz) und Lombardei (Italien)
Flusssystem Po
Abfluss über Adda → Po → Adria
Zusammenfluss von zwei Quellbächen unterhalb des Forcola di Livigno
46° 26′ 8″ N, 10° 3′ 9″ O
Quellhöhe ca. 2250 m ü. M.[1]
Mündung bei Tirano in die AddaKoordinaten: 46° 12′ 5″ N, 10° 8′ 47″ O
46° 12′ 5″ N, 10° 8′ 47″ O
Mündungshöhe ca. 405 m s.l.m.[1]
Höhenunterschied ca. 1845 m
Länge ca. 30 km
Einzugsgebiet 237,96 km²[2] in der Schweiz

Linke Nebenflüsse Val da Camp, Val dal Teo, Val da Terman, Val Fileit
Rechte Nebenflüsse Val da Campas, Cavagliasch, Varunasch, Val d’Urse, Val Pednal, Crodalöc, Saent
Durchflossene Seen Lago di Poschiavo
Durchflossene Stauseen Lagh da Braita
Gemeinden Poschiavo, Brusio, Tirano

Der Poschiavino ist ein rund 30 km langer rechter Nebenfluss der Adda, der zum grössten Teil in der Schweiz und mit etwa 3 km in Italien liegt. Sein 238 km² grosses Einzugsgebiet deckt sich im Wesentlichen mit der Bündner Talschaft Puschlav. Die wichtigsten Zuflüsse sind der Cavagliasch und der Saent.

Der Poschiavino entspringt auf rund 2300 m ü. M. aus mehreren kleinen Quellen an der Forcola di Livigno, nahe der italienischen Grenze. Der oberste, Val Laguné genannte Talabschnitt endet mit der rund 1870 m hoch gelegenen Ebene von La Rösa. Auf den nächsten 5 km durchfliesst der Poschiavino ein enges bewaldetes Tal, bevor er den rund 10 km langen, von 1100 m bis 960 m sanft abfallenden Talboden von Poschiavo erreicht. Dort mündet von rechts der Cavagliasch mit einer felsigen Schlucht. Nachdem der Poschiavino den Lago di Poschiavo durchflossen hat, schliesst sich ein Abschnitt mit relativ gleichmässigem Gefälle über Brusio, Campascio - wo der Saent einmündet - und Campocologno bis zum Engpass Piattamala an der Landesgrenze an. Bei Tirano, dem einzigen italienischen Ort am Fluss, mündet der Poschiavino auf 409 m Höhe in die Adda.

Das Wasser des Poschiavino wird in mehreren Kraftwerken der Rätia Energie zur Stromerzeugung genutzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
  2. Modellierter mittlerer jährlicher Abfluss. In: Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Teileinzugsgebiete 2 km². Abgerufen am 26. August 2017.