Dornige Bibernelle

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Dornige Bibernelle
Dornige Bibernelle (Sarcopoterium spinosum)

Dornige Bibernelle (Sarcopoterium spinosum)

Systematik
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Tribus: Sanguisorbeae
Gattung: Poterium
Art: Dornige Bibernelle
Wissenschaftlicher Name
Poterium spinosum
L.

Die Dornige Bibernelle (Poterium spinosum, Syn.: Sarcopoterium spinosum (L.) Spach) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist ein bestandsbildender Zwergstrauch der ostmediterranen Phrygana-Vegetation.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dornige Bibernelle wächst als reich verzweigter, kugeliger Zwergstrauch mit einer Wuchshöhe von maximal 75 Zentimetern. Die Zweige sind wollig behaart und Seitenzweige bilden blattlose Dornen. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind unpaarig gefiedert mit 9 bis 15 länglich-eiförmigen, behaarten Fiederblättchen.

Die Dornige Bibernelle ist einhäusig. Die Blüten stehen in kugeligen bis länglichen Ähren zusammen. Die unteren Blüten sind männlich, die oberen weiblich. Die Blütenhülle besteht aus nur vier, grünlichen, häufig weiß gerandeten Kelchblätter von etwa 4 Millimetern Länge; Kronblätter sind keine vorhanden. Männliche Blüten tragen 10 bis 30 Staubblätter. Weibliche Blüten enthalten zwei Fruchtblätter, die von einem röhren- bis eng becherförmigen Blütenbecher beerenartig eingeschlossen werden. Dieser wird zur Zeit der Fruchtreife rot und fleischig.

Die Blütezeit reicht von Februar bis April.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dornige Bibernelle wächst im östlichen Mittelmeerraum. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Italien, Albanien, Kroatien, Griechenland inklusive Kretas und der ostägäischen Inseln, Zypern, Libanon, Jordanien und Israel.

Kulturelle Bedeutung und Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Prediger 7:6 diente der Strauch als Brennstoff. Er vergleicht das vergängliche Lachen der Toren mit dem Prasseln brennender Dornen unter dem Kochtopf.

Sie wird traditionell als Heckenpflanze, zum Bau von Zäunen sowie als Zunder verwendet. In der traditionellen arabischen Heilkunde soll sie die Symptome von Diabetes mellitus und verschiedene Schmerzen lindern. In Laborversuchen zeigten Extrakte aus der Dornigen Bibernelle einen Insulin-ähnlichen Effekt auf Zellkulturen.[1]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tovit Rosenzweig, Guila Abitbol, Dvir Taler: Evaluating the anti-diabetic effects of Sarcopoterium spinosum extracts in vitro. In: Israel Journal of Plant Sciences. Band 55, Nr. 1, 2007, S. 103–109, doi:10.1560/IJPS.55.1.103.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dornige Bibernelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien