Provinz Nor Lípez

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Provinz Nor Lípez
Lage
Basisdaten
Staat Bolivien
Departamento Potosí
Sitz Colcha „K“
Fläche 20.892 km²
Einwohner 14.057 (2012)
Dichte 0,7 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 BO-P
Atulcha
Atulcha

Koordinaten: 20° 55′ S, 67° 13′ W

Nor Lípez ist eine Provinz im südwestlichen Teil des Departamento Potosí im südamerikanischen Andenstaat Bolivien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salzsee Laguna Hedionda
Flamingos am Laguna Hedionda

Die Provinz Nor Lípez ist eine von sechzehn Provinzen im Departamento Potosí. Sie grenzt im Norden an die Provinz Daniel Campos, im Westen an die Republik Chile, im Süden an die Provinz Enrique Baldivieso und die Provinz Sur Lípez, im Osten an die Provinz Sur Chichas, im Nordosten an die Provinz Antonio Quijarro, und ganz im Norden an das Departamento Oruro. Die Provinz erstreckt sich über etwa 270 Kilometer in Ost-West-Richtung und 210 Kilometer in Nord-Süd-Richtung.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl der Provinz Nor Lípez ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa zwei Drittel angestiegen:

  • 1992: 8.320 Einwohner (Volkszählung)[1]
  • 2001: 10.460 Einwohner (Volkszählung)[2]
  • 2012: 14.057 Einwohner (Volkszählung)[3]

Die Hauptstadt der Provinz ist Colcha „K“. Wichtigste Idiome der Provinz mit je 89 Prozent sind zu gleichen Teilen Quechua und Spanisch.

96 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu Elektrizität, 93 Prozent leben ohne sanitäre Einrichtungen. 61 Prozent der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, 9 Prozent im Bergbau, 2 Prozent in der Industrie, 28 Prozent im Bereich Dienstleistungen. 90 Prozent der Bevölkerung sind katholisch, 6 Prozent evangelisch.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 wurden im Umfeld der Gemeinde San Cristóbal im Municipio Colcha „K“ große Silbervorkommen entdeckt. Die Regierung Banzer (1997–2002) schuf die rechtlichen Voraussetzungen für die Erschließung des Geländes und siedelte die Gemeinde um.[4] Im August 2007 wurde der Tagebau „San Cristóbal“ (spanisch Minera San Cristóbal) eröffnet, der mit einer Jahresförderung von 525 Tonnen Silber, 225.000 Tonnen Zink und 82.000 Tonnen Blei das weltweit drittgrößte Silber- und fünftgrößte Zinkbergwerk ist. Die Rohtagesförderung beträgt 40.000 t.

Der Tagebau wird von der Stadt Punutuma aus mit Energie versorgt. Für den Abtransport der Erzkonzentrate wurde 2007 eine 65 Kilometer lange Stichbahn gebaut, die den Tagebau mit dem chilenischen Hafen Mejillones verbindet.[5] Im November 2008 wurde der Tagebau von Apex Silver Mines Ltd an die japanische Sumitomogruppe verkauft. Er hatte zu diesem Zeitpunkt eine geplante Restlaufzeit von weiteren 16 Jahren.[6]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz unterteilt sich in die folgenden beiden Landkreise (bolivianisch: Municipios):

Ortschaften in der Provinz Nor Lípez[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística (INE) 1992
  2. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2001
  3. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2012 (Memento des Originals vom 22. Juli 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/censosbolivia.ine.gob.bo
  4. Multilateralism, Population Displacement & Resettlement in San Cristóbal Silver Mines, Bolivia (englisch)@1@2Vorlage:Toter Link/www.allacademic.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Thermo Fisher Scientfic (PDF; 397 kB)
  6. Aktiencheck

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]