Rambach (Schlüsselfeld)

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Rambach
Koordinaten: 49° 45′ 40″ N, 10° 36′ 25″ O
Höhe: 299 m ü. NHN
Einwohner: 144 (30. Jun. 2019)[1]
Postleitzahl: 96132
Vorwahl: 09552

Rambach ist ein Gemeindeteil der Stadt Schlüsselfeld im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchdorf liegt nördlich der Reichen Ebrach. Es bildet mit dem östlich gelegenen Schlüsselfeld eine geschlossene Siedlung und ist ansonsten von Acker- und Grünland umgeben. Im Westen wird die Flur Schwemm genannt, im Nordwesten befinden sich die Wernerleite und der Katzenbuck. Die Staatsstraße 2260 verläuft nach Schlüsselfeld (0,6 km südöstlich) bzw. nach Aschbach (3 km westlich).[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Würzburgischen Lehenbuch von 1303 erstmals urkundlich erwähnt. Albert Irrer gehörten im Ort drei Hufen und der Zehnt. Eine Hufe und ein Teil des Zehnts gehörte den Brüdern Luzo, Heinrich und Werner de Ronebach (=Rambach), wie aus dem Lehenbuch von 1310 hervorgeht. Des Weiteren hatten Eberhard und Hermann von Thüngfeld Zehntanteile zweier Mühlen. In der Folgezeit erwarben die von Thüngfeld noch weitere Ansprüche im Ort. Im 16. Jahrhundert fielen diese Lehen an das Hochstift Würzburg heim. Neben Würzburg waren noch die Grafen von Castell Lehnsherren.[3] 1802 gab es im Ort 26 Untertansfamilien.[4]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rambach dem 1810 gebildeten Steuerdistrikt Heuchelheim und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Heuchelheim zugewiesen.[5]

Am 1. Juli 1972 wurde Rambach im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Schlüsselfeld eingegliedert.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rambach 1: Hofeinfahrt
  • Rambach 2: Filialkirche St. Sebastian
  • Rambach 3: Bauernhaus mit Stadel
  • Drei Bildstöcke

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 001827 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002019
Einwohner 70 150 156 157 149 157 182 165 149 158 144
Häuser[6] 27 27 27 27 28 41
Quelle [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist bis heute überwiegend katholisch und gehört zur Pfarrei St. Johannes der Täufer (Schlüsselfeld). Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Laurentius (Aschbach) gepfarrt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zahlen, Daten, Fakten auf der Website schluesselfeld.de
  2. Rambach im BayernAtlas
  3. G. Daßler (Hrsg.), S. 85.
  4. J. K. Bundschuh, Bd. 4, Sp. 416.
  5. H. H. Hofmann, S. 131.
  6. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  7. Karl Friedrich Hohn (Hrsg.): Geographisch-statistische Beschreibung des Ober-Mainkreises. J. Dederich, Bamberg 1827, S. 133 (Digitalisat).
  8. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 873, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  9. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1046, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  10. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 991 (Digitalisat).
  11. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1039 (Digitalisat).
  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1073 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 924 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 680 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 173 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 291 (Digitalisat).