Reinhard Härtel

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Reinhard Härtel (* 24. November 1945 in Meersburg) ist ein österreichischer Historiker.

Reinhard Härtel studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Graz. Dort promovierte er 1969. Von 1969 bis 1971 arbeitete er als Assistent am Institut für Österreichische Rechtsgeschichte bei Hermann Baltl, seit 1971 bei Friedrich Hausmann als Vertragsassistent am Institut für Historische Hilfswissenschaften sowie seit 1979 als Universitätsassistent an dessen Rechtsnachfolger, dem Forschungsinstitut für Historische Grundwissenschaften. 1979 erfolgte in Graz seine Habilitation über Die älteren Urkunden des Klosters Moggio. 1988 wurde er zum außerordentlichen Universitätsprofessor ernannt.

Seine zahlreichen Forschungsaufenthalte in Italien, Deutschland und der Schweiz sowie in Slowenien, Kroatien und Tschechien nutzte Härtel für diplomatische Forschungen. 1998 wurde er zum Ordentlichen Universitätsprofessor für Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Graz ernannt. Seine Forschungsschwerpunkte sind u. a. die Landesgeschichte, zum niederen Adel und zur ländlichen Welt, im Besonderen aber die Diplomatik und das Patriarchat von Aquileia. Härtel ist Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien und Editionen

  • Urkunden und Memorialquellen zur älteren Geschichte des Klosters Rosazzo. Urkunden, urkundenähnliche und erzählende Quellen. Bearbeitet von Reinhard Härtel, Necrologicum und Kalendar bearbeitet von Cesare Scalon. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2017, ISBN 978-3-7001-8055-5.
  • Notarielle und kirchliche Urkunden im frühen und hohen Mittelalter. Wien 2011, ISBN 978-3-205-78618-4.
  • Die älteren Urkunden des Klosters S. Maria zu Aquileia: (1036–1250). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2005, ISBN 3-7001-3321-9.
  • Die älteren Urkunden des Klosters Moggio: (bis 1250). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1985, ISBN 3-7001-0721-8.

Herausgeberschaften

  • Die Friesacher Münze im Alpen-Adria-Raum. Akten der Friesacher Sommerakademie Friesach (Kärnten), 14. bis 18. September 1992. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1996, ISBN 3-201-01653-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]